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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1856-01-07 · Heft 2 (7.1.1856) · p. Seite 18

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
20 (1856)
Issue
Heft 2 (7.1.1856)
Date
1856-01-07
Page
Seite 18 (sequence 6)
Language
German
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18 Uri- -Wölf in Kopdnhägest' wird demnächst Wftüh eres Religionsbuch in dänischer Sprache erscheinen, ebenso „Die Geschichte der Juden in Europa" von I. S. Birkenthal ^zü Lemberg, die Me Reihi von 30/600 zück Theil stoch gar -nicht bekäststte Urküstd'en' enthalten unM ' -' - - Vr. ^-^L'eOysohn/'^edkgeriiin-.W!■:) : Worms, irn- December.(Privätmitth.) ' Herr Barock ^1 bi- -Rothschilds -d'K den König vöck 'Sardinien von Paris nach England' -'begleitete, erhielt von ihm bo$ Motzkreckz/'i>es''-'iKt>.-. Mauritius^ üsth Lazarus-Ordens (ein 'weißes' 'Kreuz amgrünen Bande). — Der Präses des hiesigeck Gemeind'evorstackdes', Herr Jacob Fü l d aej ' ist am 'I3i 'bi M/ mit'einer' fast'.'an Einstim'- lnigkeit grenzenden Stimmenzähl zum Stadtrathgewählt worden. — Die Lederfabrik' Melas L Gernsheim Hierselbst' ist auch ' bei der jüngsten Pariser Welt - Industrie-Ausstellung ' mit eindr ' Medaille 3. Classe bedacht worden^ 'r,:- m?; : > v;; vri.)>;<n':; , >;'? i y. ‘ Landau , l;3i1 'December.; Der - wegen Schristverfälschung angeklagte SöhndesR'sW. in Gudensberg ist heute auch in zweiter'Instanz 'freig espro chen worden. Die sehr interessanten^Proceßacckn/' in' denen' auch der Talmud eine Rolle spielt, sollen durch den Druck veröffentlicht werden. i 'Aus der bayerischest Pfalz^4i-Ddcmrber^ (Privatmilth.) ' Eine'' für die' isMitffch'e Schstle, der'-'P'faiz wichtige' Regierüngsverördmittg'sst >soMck-Äschienesti Es war' nämlich längst eine allgemeine Kkage) daß M jüdischen 'Schüldienst-AdspiraNten 'gewöhnlich' 'üngeirügende Vorkeststtniffe' aus der Rcligivnslchre in das Schullehrer-Seminar^ mitbrachten. ' Diese' mangelhafte Vorbereitung hatte zur natürlichen Folge, 'baß der Unterricht aus diesem wichtigsten Gegenstände in der Anstalt selbst lückenhaft bleiben- - mußte): wenn demstlben auch während der zweijährigen Dauer des Seminarbesuches bw sorgfältigste Pflege zu Theil wird. Die jüdischen Schüllehrlmge nämlichwelche vorschriftsmäßig ebenso wie die 'christlichen vor ihrem Eintritte in das Seminar' zu Kaisersläutmr einen dreijährigen Vorbereitungsunterricht genießen muffen', nehmen denselben in der Regel nicht, wie man glauben sollte, bei einem der eigens hierfür aufgestellten jüdischen Lehrer, sondern bei einem christlichen, so daß auch hier wieM, wie dies ick so' vielen ' Beziehungen * der 'Fall "ist j die Ungleichckäßigkeit,''über' ^ie wir so - gern klagest', nicht sowohl von außen, als vielmehr stockckns -selbst herrührt/ Durch M'-stägliche Verordstm^ vom 3i vor. Monats wird nun diesem Uebelstande auf''gestellten Antrag in der'Weise begegnet, daß künftig''die jüdischen Schullehrlinge : alljährlich, wie aus deck'Elementargegenständen vöt ddr Districts-Schlrl^-Jckspectiön,' so, und zwar vörgängigstus'ster Religionslehre ^vot dem betreffenden Rübbinate eine Prüfung zu bestehock habest) von d^reN'ErgebNiß das Vorrücken in'das nächste Vörbereitüngsjähr/ resp.- die Aufnahme derselben ÄbhanM Diejenigen'Jüstglinge/ welche sich MWr Folgendem Lehrerberüft - widmen - wollest >'' werdest -daher vost -Plßst sich die' Gelegenheit zu einem güten Unterrichtckusstest Religionsfächern -zu verschäffen - suchen. - Muß-- darum die' erwähnte Verordnung an stch schön freudig begrüßt werden, - weil sie zur Hebung unseres'Lehrerständes und des rcligtöph S^genbuntcrl^td^tcd1?n>cferttlic§ beizutragen geeignet5ist)''swdürste dieselbe 1'nsbesöndere' auch ick Bezüg auf gewisse austäüchende Bestrebungen von Wichtigkeit' sein, wovon - sstäter. Zu wünschen ' wäre nur, daß unsere jungen Leute,'welche'in das Schulfach eintreten wollen, selbst das Bedürfstiß - fühlten,' regelmäßige Studien zu'machen, und nicht sst häufig um Dispensation' vom' Seckinärbesuche nachsüchken, wie denn diese wohl in'der Folge auch seltner ertheilt werden dürfte,' wenn die Blüthe unserer pfälzi^chM Schule nicht beeinträchtigt werden soll. - - - Hamburg, un December: (Privatmitth'i)' Ich glaube, wir haben nun schön' genug über den-'-jüdischeck Ursprung der Musik disputirt, und es kommt'gar nicht darauf an,' wer das letzte Wort behalt; über daraüf kommt es an, daß wir die Musik als Cultus-) sociales und Bildüngsmittel auf's^ Lebhafteste'zu cultiviren anf a n g e n müssen. Mit letzterem Aus druck wünsche - ich abermals zu bezeichnen, daß mit dem Streben näch Virtuosenthum wenig gethan ist, sondern namentlich, daß guter Gesang (an guten Stimmen' sind wir ' ja nicht arm) als allgemeine Volksb'eschästigung uns Juden aus tausend Gründen noch weit nöthiger ist als unseren nichtjüdischen Mitbürgern. Unter unseren Lehrern kann nur hin und wieder einer ausnahmsweise singen und spielen; unsere Chöre werden an vielen Orten von einem sogenannten -geschickten Manne" geleitet, der „unbeschrieen" zwischen Schächten und Knallen auch „einen Chor leiten kann"; cknsere Mädchen

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