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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1854-11-27 · Heft 48 (27.11.1854) · p. Seite 607

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
18 (1854)
Issue
Heft 48 (27.11.1854)
Date
1854-11-27
Page
Seite 607 (sequence 11)
Language
German
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607 mit gutem Erfolge zurückgelegten Studien nebst Pädagogik instruirten Gesuche bis dahin Hieramts einzureichen." Möge ein gottbegeisterter Mann, der sich im wahren Sinne des Wortes zum Lehrer in Israel berufen fühlt, dem Kraft und Muth innewohnt, eine ihm anvertraute Gemeinde nach Innen und Außen zu vertreten, und durch JnSlebenrufung einer zeitgemäßen Schule den Grund zur Veredelung einer ganzen Generation zu legen, diesen Wink der Vorsehung benutzen, und als Bewerber um eine Stelle auftreten, die ihm außer einer angemessenen Befriedigung zeitlicher Bedürfnisse auch einen Wirkungskreis von großer Tragweite bietet. Schreiber dieses hat kein anderes Interesse bei dieser Sache, als das angenehme Bewußtsein, zur Erreichung eines edeln und erhabenen Zieles beigetragen zu haben, ''-»vw rrm. Großbritannien. London, im November. Die Times schreibt mit gesperrter Schrift: „Ein Sonntagsblatt hat von den griechischen Häusern, die stch in ihrem Jubiliren über die vorübergehenden Erfolge ihrer russischen Freunde so tactloS bewiesen haben, gesagt, dieselben beständen hauptsächlich aus Juden. Ein gröberer Schnitzer läßt stch kaum denken, da das einzige Band, welches die Griechen mit den Russen verknüpft, die griechische Kirche ist. Wir werden ersucht, mitzutheilen, daß kein einziger Jude Mitglied eines griechischen HauseS ist." Dänemark. Cvpenhagen, 1. November. lPrivatmitth.) Wenn mir ein anderer Correspond ent bereits zuvorgekommen, Ihnen die Ordensverleihung an den Oberrabbiner Herrn vr. Wolf zu melden, so lassen Sie mich Einiges nachholen. Daß es nicht gefehlt hat am Zetergeschrei der Zeloten gegen das Tragen des Ritterkreuzes, wird Niemanden wundern, obschon gegen ein Ehrenzeichen, das also durchaus kein db* ist, nichts einzuwenden ist. Demnach wissen wir es dem Dr. Wolf Dank, daß er das versöhnende Wort gesprochen: außerhalb deS Gotteshauses den Orden tragen, hingegen im Tempel auf dem Ornate, im Dienste des Königs der Könige, jeden Schmuck ablegen zu wollen. — Jene jüngst aus Hamburg in diesen Blättern ausgesprochene Befürchtung, daß wir durch eine octroyirte Verfassung unsere Rechte verlieren würden, theilen wir hier durchaus nicht. — Durch meinen letzten Bericht, worin ich von den Reformern etwas hart gesprochen, fühlten sich Einige verletzt, was mir sehr leid thut. Wir versichern, durchaus nicht die Personen, vor denen wir zum Theil die größte Hochachtung hegen, sondern die Sache im Auge gehabt zu haben; so wie wir die.Gelegenheit benutzen, darauf hinzuweisen, daß wir in den zwei Decennien, in welchen wir öfter über jüdische Zustände berichtet haben, niemals im Dienste irgend Eines die Feder ergriffen, sondern allein in der Liebe zum Glauben unsrer Väter, in der Dankbarkeit gegen die Gemeinde, in die wir als Fremdling ausgenommen, und weil von den Hiesigen — Niemand es gethan hat. Ist eS doch wohl Bedürfniß, daß auch von hier die Materialien nach der über die ganze bekannte Judenheit verbreiteten „Allgemeinen Zeitung des Judenthums" gebracht werden, damit einst in der Geschichte des Judenthums unsre als Entwickelungs- und Uebergangsperiode sicher nicht unbedeutende Zeit, welche noch lange nicht abgeschlossen ist, klar zu erkennen sei. David Rubin. Literarische Nachrichten. Temesvar, 7. October. Es befremdet mich sehr, daß Ihr geehrter Correfpondent aus Wien, dem doch nichts so leicht entgeht, eines sehr wichtigen Ereignisses, unsere Volksschulen betreffend, mit keiner Shlbe Erwähnung thut. Es wurden nämlich die beiden vor drei Jahren in allen österreichischen katholischen Volksschulen eingeführten Lesebücher : die Fibel und das erste Sprach - und Lesebuch für die untern Classenabtheilungen von den Herren Doctoren Wessely und Grünhut in Prag für die israelitischen Volksschulen bearbeitet, indem an die Stelle katholisch confessioneller Stücke, als Erzählung von Heiligen u. s. entsprechende Erzählungen aus der jüdischen Geschichte, so wie der Fassungskraft der Jugend angemessene Sagen und Legenden aus dem Talmud und den Midraschim, welche, wo es anging, den Originalstücken entsprechen, gewählt; so an die Stelle des 31. Stückes: „der Weihnachtssegen, 48

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