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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1854-10-09 · Heft 41 (9.10.1854) · p. Seite 518

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
18 (1854)
Issue
Heft 41 (9.10.1854)
Date
1854-10-09
Page
Seite 518 (sequence 6)
Language
German
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318 Herr Isidor EM en schreibt in-den 5^. wir hätten^etn J)ri n?ed; Wer t, in L Vorwursd araus gemacht> :daß er als. -DU^.eM«i sieb.- einen Aufsatz zugesendet. . Wir fordern Herrn I. Cahen auf, zu zeigen, wo. wir jemals einen solchen Unsinn .ausgesprochen? ■ Im Fall er - dies nicht vermag, so bitten wir ihn, in ZukuM nicht zu schnell inr Aussprechen von.Urtheilen zu,.W. - — Der vom Judenthume abgefallene Herr Israel Pick -sendet mir: so eben ein Manuscript, das. er gegxn/ mich. als-, ein- „Offenes SendschreibeM^ drucken lassen, will./ Um denHerrn.Pick >zu charakterisiren, stellen wir eine Stelle seines Briefes her: „das jüdische Volk wird sich wie ganz Europa in zwei große Halsten spalten, dis eine,, deren Repräsentant ich.bin, wird/die jstd isch -christlich e Kirche bildennach Palästina drängen, irnd — ohschon nach langen und schweren Kämpfen z ur Weltherrschaft kommen. Die andere u. st st". Sein Manuscript ist voller gröbster Verdrehungen-, Verkehrtheiten und Unsinns, und doch verlangt er, wir sollen es in der Allgemeinen Zeitung des Judenthums Abdrucken lassen! Nein, wir haben es:ruhig in den. — Papierkorb fallen lassen. Herr Pick hat. sich zuerst ^gegen die ganze Synagoge erhoben, und ist durchgefallen:- dann gegen alle Nabbinen, und ist durchgefallen, nun gegen mich — nach mir wird wohl der Schammesch m Bukarest an die Rejhe kommen. Doch genug. Herr Pick sei sicher: wir. werden, nach unserer Absicht, ihm nie hie Ehre unseres Widerspruchs anthun. .: Die Redact. , , Berlin,- 28. September. Die V. Z. schreibt: „Wir haben, in unserer Zeitung vom 25. August c. als Gerücht die. Mittheilung gebracht, daß von den Seitens der Repräsentanten der: hiesigen jü.d i sehen Gemeinde auf Grund des Gesetzes vom 23. Juli 1847 gewählten sieben Mitgliedern und drei Stellvertretern deS Vorstandes nur ein Theil die Bestätigung der Vorgesetzten fiskalischen Behörde erhalten, wogegen einem andern Theil dieselbe versagt worden sein sollte.Nach einer dem jetzt noch fungirenden Vorstände der Gemeinde am vergangenen Freitag zugegangenen Verfügung des K. Polizeipräsidiums bestätigt sich, daß von den Gewählten, Vieren, und zwar zweien Mitgliedern des Vorstandes und zweien Stellvertretern, den Herren.M-Heinkann und Liebermann, und..Ncichmhajst und .Gaspärh, die Bestätigung versagt worden äst, weil Brüder derselben Mitglieder deS Repräsentanten- Collegiums sind und wenn auch daS Gesetz vom 23. Jülik7847 - Ms Grund dessen die Wahlen vollzogen worden, hierüber keine verbietende Bestimmung enthält, so hat man dabei den §'/30 der tz'tähte-'ÖBfiün^.Dr'/öie. sechs östlichen Provinzen vom 30. Mai v. I., wonach dergleichen nahe' Verwandte nicht, zugleich Mitglieder des Magistrats und der Stadtverordneten-Versammlung sein dürfen, auch hier' für maßgebend' erachtet.' Dagegen hat es 'sich nicht bewahrheitet, daß auch noch einem Fünften der Gewählten die Bestätigung, und zwar um deshalb versagt worden sein sollte, weil derselbe, Dr. riied. Oestreich, als Armenarzt ein zum Ressort der städtischen Armendirection gehöriges besoldetes Communalqmt bekleidet. Cs. ist vielmehr gegen denselben keine Ausstellung gemacht worden. Für die Nichtbeftätigten wird, nach der Verfügung des. K. Polizeipräsidiums, in Kürze die Neuwahl stattfinden." 7 ' ' — . Wie sehr man h i er wieder die Trennung der Juden und Christen auch in bürgerlicher Beziehung liebt, zeigte sich diese Tage, da die Blätter statistische Nachrichten brachten über die Zahl derer, welche während der letzten zehn Jahre das Bürgerrecht in Berti n gewonnen haben. An einem Tage wurden die christlichen Bürger, am andern die jüdischen aufgezählt , und folgendermaßen eittgeführt: Zur Vervollständigung unserer gestrigen statistischen Notiz in Beziehung auf diejenigen Personen, welche in einem Zeitabschnitt von zehn Jahren das Bürgerrecht in Berlin gewonnen haben, theilen wir heute eine eben solche in Beziehung aus die Juden mit. Es bietet dieselbe ein interessantes Factum in' Rücksicht auf die Beurtheilung der gewerblichen Verhältnisse bec jüdischen zu der christlichen Bevölkerung, wie sie andererseits genau die Berussclaffen erkennen läßt, denen sich die jüdische Bevölkerung vorzugsweise zuneigte. Es erlangten zusammen 1374 Juden das Bürgerrecht und gehören davon zu dem Kaufmannsund^Händelsstande: Wollhändler 19, Wollenwaarenhändler 6, Tuchhändler 19, Tabakshändler 36, Tapetenhändler 6, Teppichhändler 1, Mineralienhändler1, Materialwaarenhändler 2, Leinwandhändler 22, Milchhändler 1, Vörkosthändler 4, Manüfäcturwaarenhändler 242, Holzhändler 13; Gold- und Silberhändler 7/ Lederhand l er 17, Kurzwaarenhändler 33, Garderoben- und Klcidcrhättdler 72, Kausteüte 125,. Handelsmänner 3,

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