Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Journal
- Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Volume
- 18 (1854)
- Issue
- Heft 41 (9.10.1854)
- Date
- 1854-10-09
- Page
- [Seite] (sequence 1)
- Language
- German
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18. Jahrgang. All ge meine JW 4L Zeitung des Zudenthums. tin unparteiisches Organ für alles jüdische Interesse. , , -HerauSgegebenvon ,i . Rabbiner Dr. 'Ludwig Philrppfon irr Magdeburg. ' Leipzig, den 9. Oktober 1854. Diese Aecküng erscheint wöchentlich einmal, Montags, und^ wird jährlich 78 Bogen in'Quart incl. des Tllels, Registers u. s. w. umfassen: In Gdmaßheit des Zweckes derselben diea llg'emeinsteiBerb.rertung zu, geben,' ist der Preis.außlerst'niiedxi'g'r mit 3 Ählr.. für den Jahrgang; —7 1 Thlr. IS Mgr. i(1 Thlr.,12 gGr.) für sechs Monate — 22>/r Ngr. (18 gG/) für das>^i^rteljaßr ang'esetzt worden. Alle Buchhandlungen, Postämter und Zeitungs-Expeditionen nehmen Bestellungen 'an; der Hauptspedition für beide Letztere hat sich die königl^ sä chs. Zeitungs-Expedition allhier'unterzogen. '! ■ > Aiu! ' ' I n h a l t. Leitende Artikel: Die'Stellung des Judenthums. — Unsere ' Stellung in der jüdisch-orientalischen Frage: — Schelling. '.E - - - Der-'- Wiedereintritt -der Juden -• in Spanien. - ,j- Z eitungsnachrichten: P ä l ä sti n ä : Magdeburg. D e u tschland: .Frankfurt, auM. Preußen: Magdeburg- Berlin, ^.Berlin, Leipzig.,i;v. n^--yy.- .y-Aur Correfpondenz: München. Todesschrecken und neues' Leben. Leitende Artikel. Magdeburg, 28. September/ Die Stellung des Judenthurps. .Wenn wir .unsere Blicke nach Außen wenden, .so Mt uns eine, zwiefache Erscheinung auf: daß einerseits, die christliche Kirche mit aller Macht nach Erkräftigung. ringt, und diese iu innerlicher. Beziehung in der strengsten dogmatischen Gestalt findet^ in eiserner^ Aufrechthaltungder kirchlichen Dogmen, und daß andererseits die deutsche. Philosophie und.die deutschen Naturwissenschaften immer tie? fer in'den Materialismus sich versenken, und G o ft, G ei st, Unsterblichkeit völlig zu negiren immer dreister und unverhohlener. sich, anschicken*). Wir können nichtübersehen, *) Wan lese z. B. hie Werke, der bedeutendsten. eng - I i sch est Naturforschet, die Schriften'' ^dtr MeütenvM neueren fWntzöLif'chenDenker nach/'uMdftft Bezeichnung, gerecht ^uMben. , .y:h Iftl; daß beide, die im ihrer- Dogmatik feste christliche'Kirche und die, materialistische deutsche Philosophie, - dem > Jüdtnthume g e gneris ch gegenüb erstehen, daß b ei d e das' ZUdenthum als ihren. Gegensatz., betrachten: müssen- -undbetrachten; daß die: christlichem DvMatik-strotz" bestand dem Judenthume. genommenen Fundaments : das JudcNthum ausschlreßen/muß-, well..dieses: «uf--dieser. BufiS ö erharrt und in- .-den Zwiespalt mit dieser BäfiSialso nUt sich selbst, n ich t, hineinfolgt; und daß die deutsche. Philosophie um dieses Fundaments willen ,/. daS aus dem Judenthume genommen-ist, letzteres verwerfen muß.. Allerdings giebt es noch .' eine besondere ^Art der - deutschen Philosophie, welche > dererlte Sch e.lMng aufbrächte und mit-1ihm zu Grabe gegangeu-ssein: wird, >die in:scholastischmystischer/Weift, der lchrWichen- Dogmatik'folgt aber diese gehört daher für?uns.in die erste Kategorie^ -6 i r-: Wir sagten mit- Bedacht -- oben: „g egnerifchii nicht.,,feindl i ch." .Wirsagten dies erstensweil:überhaüpt Meinungem undWichcküngen an/fichnurgeg- Man höre "z. B. einen der neuesten deutschen Philosophen/' Herrn ' Ä rt?h it'r 'Sch vp e n h a ü'e i r;>Das> Störende im- Christenthünie ist'dasjenige,--was indasselbe' aus dem Judenthume überging/: die Vorstellung von der> besten Welt, die-;pon ,Gott, eiuM-bpn der- Welt-verschiedeneu vollkommensten Wesen-.,aus,.NiE.,,gefchgss^^^^ und von ihm fortwährend na^den Wegen t>er göttlichen Vorsehung regiert wird, von Menschenseelen in dieser Welt, die nach dem Tode mit individuellem Bewußtsein fortdauern re. rc."