Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Journal
- Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Volume
- 18 (1854)
- Issue
- Heft 40 (2.10.1854)
- Date
- 1854-10-02
- Page
- Seite 511 (sequence 11)
- Language
- German
- Belongs to
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5» Wissenschaft und Thora M Ihre, Losung. Wissenschaft aber , ohne Kritik und Debatte iss ein Unding! Die ganze Wissenschaft würde in den alten Scholasticismus zurückfallen,' wenn Sie das Recht der Kritik bestreiten wollen. Sie werden darum Hoffentlich die fteimüthige Kritik Ihrer Ansicht mir nicht übel auslegen. Jamnitz, 17. September 1854. D a v i d Oppe n h e i m, Rabbiner. Literarische Ikachrichten. Worws, 20. September. Heute wurde mit der Renovation der hiesigen Alterthümer, zunächst der Denkmäler auf dem Friedhofe, begonnen; Gottes Segen begleite das begonnene Werk bis zu Ende! Hat nun das Comite die Freude, fein Unternehmen, zu welchem es vor einem Jahre geschritten, nunmehr der Verwirklichung entgegen zu führen, so ist der Unterzeichnete insbesondere durch einen heute gemachten Fund freudig überrascht worden. Das unauthentische tnö:j -isv verleitete zuerst Jechiel, Vers. be8 rvnnirj *nö, mit> später Zunz zu der Annahme, daß das Factum von den im Jahr 1349 (2p, stattfand; diese Annahme widerlegte ich in meiner Schrift ," sowohl durch Citate aus einem sehr alten Manuscript, als auch durch mannigfache Deduktionen, und als man heute den Mörtel neben dem gegenwärtigen Denkmal ab schlug, so erblickte man zur rechten Seite desselben einen kleinen viereckigen Stein, auf welchem wohlerhalten die Wörter: Wö n1' stehen, d. i. 1096, welche Jahreszahl ich in idrin der erwähnten (bereits gedruckten) betreffenden Stelle als die einzig richtige nachwies. Es ist dies nur einer der . vielen Jrrthümer des Ässe - kii8im - Buches, zu welchem leider die Chronisten sich verleiten ließen.' — Unter den 50 Epitaphien, die ich veröffentliche,- sind drei älter als das älteste, welches Zunz als solches bezeichnete; auch befindet sich darunter das Epitaph von einem Leichensteine,.' der. cm dem Grabe einer Vorsängerin Urania steht. — Da ein Theil von dem Erlös meiner Schrift für die' noch immer nicht hinlänglich gedeckten Kosten der Renovation bestimmt-istso mögen die Leser dieses Blattes eS entschuldigen, wenn ich selbst dieselbe ihnen empfehle —; über den wissenschaftlichen Gehalt derselben mag die Kritikentscheiden. * Von dem Klein'schen Museum für die' israelitische Ju-. gend ist so eben das.erste Bändchen, erschienen, und verdient im vollsten Maße empfohlen zu werden. Eszeichnet sich durch eine. außeroKsntliche, MayniHfaltjgkeit^des, Stoffes aus und ist eine schöne Neujahrsgabe für die Jugend. . Ich bemerke nur, daß das baldfolgende zweite Bändchen eine ausführliche topographische Beschreibung der hiesigen jüdischen Alterthümer bringen wird. Das Museum wird drei Bändchen enthalten. Dr. L. Lewyso hn. Magdeburg, im September.- (Vermischte Schrif-, ten.) ,w Berechnung jüdischer und.christlicher Daten, je eines aus dem andern,. von S,B,a ckhan Privatlehrer. Berlin, 1854. Mit vereinfachter,, klarer Be-, rechnung für 120 Jahre,, .und zurBMchnW^Mn Ge-, : burts- und Sterbetagen sehr brauchbar.— - Die Worte des Bundes oder das Büch der Lehren und Pflichten, angereiht an,-die zehn Bundesworte auf.Sinai. Von H. I. Schntz, Religionslehrek Zweites-'und drit--! tes Heft. Cleve, 1854. Das schätzbare Werk ist hier-l mit geschlossen. Dieselbe wärme Gemüthlichkeit, dieselbe hübsche Verflechtung von Stellen aus Talmud und Midrasch ,in die Betrachtungen,, wie^-indem von uns bereits angekündigten ersten Hefte. Für Lehrer, Schiurim u. f. empfehlenswerth. --- Geschichte der Juden in den Provinzen Liv - und Kurland von R/ I. Wunderbar. Mitau, 1853. Der vielverdiente,, rastlos thätige Verfasser hat hier aus authentischen Huel?- len Alles zusammengestellt, was über die Juden mr dengedachten Provinzensich sagen läßt. Die Geschichte der „Ebräergemeinde in Riga,^ im Stifte Pillen, in KW land', wo hie Niederlassung ihnen vielfach erschwert worden, bis 1769 mit dem Herzog Ernst Johann Biron kiM bessere Zeit eintrat, und balddarauf viele Debatten in den Landständen und der Broschürenliteratur, aus welcher Herr Wunderbar sehr interessante Auszüge gießt, entstanden, deren Resultat, gerade als es gezogen werden sollte,. durch die russische BesttzerZreifung ännüllirt wurde, welche in ihren ersten Stadien nur günstige Erfolge hätte; - dann statistische und literarische Nächweisungen. Mit außerordentlichem Fleiße und gutem Geschick ist hier eine sehr, schätzenswerthe Monographie geliefert. —? Religions - nnd Sittenlehren der Mischnah^ Züm Gebrauch beim^Reli-: gionsunterricht. - Berlin, 1854. I. Sentenzen aus der' Mischnah (nach den Tractaten) -gesammelt sind däzü II. die Sprüche: dep: Virtex,i! jw deMschex/Sprache nftt! Anmerkungen. Der Vers, hat in I. Sätze, ausg.ch.oben, welche Halächä und Midrasch enthalten, an eine Halacha . eiyen ethisch^/Gedanken knüpfen — abkr wir gestehen,