Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Journal
- Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Volume
- 18 (1854)
- Issue
- Heft 34 (21.8.1854)
- Date
- 1854-08-21
- Page
- [Seite] (sequence 1)
- Language
- German
- Belongs to
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18. Jahrgang. A l I it e m eine .V 34 j Ein - : ■ ■ . - - . . ■ ' unparteiisches Organ für alles jüdische Interesse. Herausgegeben von / Rabbiner-Vr. Ludwig Philippfon in Magdeburg. Leipzig, den 21. August 1854. Diese Zeitung erscheint wöchentlich einmal, Montags, und wird jährlich 78 Bogen in Quart incl. des Titels, Registers u. s. w. umfassen. In Gemäßheit des Zweckes.d erselb end ie allgemeinste Verbreitung zu geben, ist der Preis äußerst niedrig: mit 3 Thlr. für den Jahrgang; — 1 Thlr. 15 Ngr. (1 Thlr. 12 gGr.) für sechs Monate — 22 Vr Ngr. (18 gG.) für das Vierteljahr ängesetzt worden. Alle Buchhandlungen, Postämter und Zeitungs-Expeditionen nehmen Bestellungen an; der Hauptspedition für beide Letztere hat sich die königl. sZchs. Zeitungs-Expedition allhier unterzogen. Inh öl t. Leitende Artikel: Die pyrenäifche Halbinsel. — Die Eröff- . - nung des jüdisch-theologischen Seminars zu Breslau am 10. August 1854. — Gaben für die Israeliten in Jerusalem. Zeitungsnachrichten: Palästina: Jerusalem. Deutschland: Randegg, aus dem Großherzogthum Baden. Preu- - ßrn: Berlin, Pr. .Stargard. Oesterreichis-chcr Kai-, > -.?sse#«at: Gitschin/ Wien. Frankreich: Paris. -Nord/ .... amerika: Cincinnati. Abhandlungen verschiedenen Inhalts: Ein Fragment aus Luzzätto's „Dogmatik". Uebersetzt von Lr. Igel. (Schluß.) Literarische Nachrichten r Worms, aus der Altmark. Leitende Artikel. Magdeburg, 11. August. Die pyrenärsche Halbinsel. Der junge König von Portugal bereist jetzt Europa Die Zeitungen berichten yun Folgendes: „Der König hörte während seines Aufenthaltes in Amsterdam , dass die portugiesischen Juden daselbst eine besondere Gemeinde bilden -und eine eigene Synagoge besitzen.; Dom Pedro ließ sich dieselbe/ zeigen und als er hörte, dass diese Juden meist Abkömmlinge von Juden seien, welche aus.Portugal verbannt.waren, und daß. ihnen noch , heute der Aufenthalt daselbst nicht! vergönnt wäre, hat er dem- Gemeindevorsteher. versprochen j: daß er ihnen die Erlaubniß, zurückzukehren, erwirken werde, und daß er dies als eine Ehrenerklärung für die Vergangenheit betrachte." Wir wissen nicht, wie weit dies wörtlich, wahr, ist, aber es wird doch Veranlassung zu einigen Betrachtungen.. Im Februar 1846 erhielt Sir Isaak Lyon Goldsmtd in London.-von der damaligen Königin von Portugal, die Wüche eil^S Barons de. Goldsmid unp de Palmeira. Wir erließen damals eine Aufförderung an ihn, für die Aufhebung der Verbannungsgesetze zu wirken. / Jndeß chatte dies damals keinen Erfolg. (S. Allg. Zeit. :d. Judench^ 1846,, S. 144.) Schon im Jahre 1841. gaben wir in Nr. 48 sehr interessante Notizen über die. Juden in Portugal.. Obschon nämlich die. Verbannungsgesetze .nicht.' aufgehoben find, werden doch, stillschweigend Juden in Portugal geiduldet/ und zwar in. nicht gar kleiner. Zahl. 2000 bis 2560 sschlug ein Belgier im Jahre 1841 sie an, ihr Kultus ist in Lissabon sehr wohl geordnet, sie haben daselbst drei Synagogen, Schulen und ein Rabbinat. ^ie sind aber sämmtlich keine Portugiesen, Im.Jahre .1825 waren in Lissabon erstungefähr 60.0; einige von ihnen sind aus Gibraltar gekommen, der gröHe Theil .aber kommt aus Afrikll, und"diese trägen fast Alle noch daS Costüm aus den Barbare-kenstaaten,.. .wchA -st^au^ häufige Reisen machen. Einige Juden sind Jn .Sßwto etüMjurt, Andere durchziehen.chsst Waaren.die.Mah.tje veS Landes, ohne belästigt zu' werden, was in Spanien nicht > der Fall ist. Im Nothfalle unterstellen sie. sich hem. Schutze der briti-