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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1854-08-07 · Heft 32 (7.8.1854) · p. Seite 408

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
18 (1854)
Issue
Heft 32 (7.8.1854)
Date
1854-08-07
Page
Seite 408 (sequence 12)
Language
German
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408 Vaterlande angekommen, und der Uebergang über den Rhein ging leicht und ohne tiefere Bewegung von Statten .Ich erinnerte mich nur lebhaft, wie ich im Jahre 1845 zum ersten Male an die Ufer des Rheins kam. Ich kam von Frankfurt am Main, und trat auf jenen Winkeln hinaus, welchen der Main bei seiner Mündung in den Rhein, Mainz gegenüber, bildet. Da rollten die grünen Wellen des breiten Rheins vor mir hin, nur daß längs des rechten Ufers das rothe Wasser des Mains weithin noch einen gesonderten Streifen bildete, gegenüber die thurmreiche, von außen prächtige Veste — mich überkamen die vielen historischen Erinnerungen der letzten zwei Jahrtausende, in denen der Rhein Mittel- und Scheidepunkt war — die heftige Bewegung meines Herzens sagte mir: daß ich ein Deutscher sei, dessen Voreltern nunmehr bei zwei Jahrtausenden in Deutschland gelebt, gelitten, gekämpft, gesiegt, geendet und die letzte Ruhestätte gesunden haben.... Dies bestreitet mir, die Ihr uns Juden Fremde nennet! Anzeigen. Durch den Abgang unsers bisherigen Rabbiners, des Herrn vr. Landsberger, nach Posen, ist das hiesige Rabbinat vacant und soll wieder besetzt werden. Es werden demnach hierauf Reflectirende, die regelmäßig ihre Studien zurückgelegt, eine von anerkannter Autorität ausgefertigte rwmft besitzen und außerdem befähigt sind, der Jugend den Religionsunterricht zu ertheilen, hiermit ersucht, ihre. Zeugnisse an den Unterzeichneten Vorstand einzusenden. Mit dieser Stelle ist ein Gehalt von circa 400 Thalern exel. Nebenrevenuen verbunden. Reisekosten zu den Probepredigten werden nicht vergütet. Brieg, den 13. Juli 1854. Der Vorstand der israelitischen Gemeinde. Die Cantor- . und Religions-Lehrerstelle in unserer Gemeinde ist vacant und soll sofort wieder besetzt werden. Qualificirende wollen sich in portofreien Briefen oder auch persönlich bei dem Unterzeichneten Vorstande melden) doch werden keine Reisekosten vergütigt. Das Gehalt dieser Stelle beträgt 4—500 Thlr. circa jährlich. Dirschau, im Juli 1854. Der Vorstand der Synagogen- Gemeinde: GvH. I. Kleinmann. A. Fürstenwalde. Die hiesige Cantor- und Schächterstelle,- welche mit einem stritten Gehalte von 120 Thlrn. verbunden ist, und deren Nebeneinkünfte circa 200 Thlr. betragen, ist sofort zu vergeben. Individuen, wo möglichmufikalisch ausgebildet, werden aufgefordert, sich unter portofreier Einsendung ihrer Zeugnisse über Moralität und technischen Fähigkeit bei uns zu melden, wo lieber sofort uns persönlich vorzustellen. Eine Bergütigung für Reisekosten kann jedoch nicht stattfinden. Tucheld, 17. Juli 1854. Der Gemeinde-Vorstand: Lehmann. Fabian. Die zweite Lehrerstelle bei der hiesigen Synagogen-Gemeinde ist erledigt und soll wieder besetzt werden. Fähige, unverheiratete Lehrer, welche die Stelle zu übernehmen wünschen, werden aufgefordert, ihre Zeugnisse bald einzusenden und das Weitere von uns zu' erwarten. Christburg, in Westpreußen, den 28. Juli 1854. Der Vorstand Falkenheim. Laserstein. Jaeoby. Lehrergesuch^ Ein verheiratheter israelitischer Religionslehrer, welcher befähigt ist, den jüdischen Unterricht regelrichtig zu ertheilen und zugleich das Amt eines Vorbeters und Schächters zu übernehmen, findet hierorts zum 1. Novbr. d. I. eine Anstellung. Die Einkünfte betragen mindestens 200 Thaler nebst freier Wohnung. Sich hierzu qualificirt Vermeinende mögen sich unter Beifügung ihrer Atteste franco porto an uns zu verwenden. Der Vorstand der israel. Gemeinde zu Regenwalde i. P. Die israelitische Gemeinde zu Nvrbhausen sucht zu sofortigem, oder doch möglichst baldigem Antritt einen musikalisch gebildeten Cantor, welcher einen Chor zu leiten versteht, zugleich aber auch das Schächter-Amt zu versehen und als zweiter Lehrer in den Elementar- Gegenständen des Hebräischen Unterricht zu ertheilen hat. ES ist damit ein Einkommen jährl. von 300 bis 350 Thlrn. verbunden. Hierauf Reflectirende wollen sich unter portofreier Einsendung ihrer Zeugnisse an unS wenden. Der Vorstand. Mehrere Stellen in dem Rabbinate des Unterzeichneten sollen möglichst zu Michaelis mit Lehrern, die zugleich den Cantor- und Schächterdienst zu versehen haben, besetzt werden. Mit denselben ist ein Firum von resp. 80 Thlrn. nebst freier Station und Aeeidenzien verbunden. Reflectirende wollen sich bei dem Unterzeichneten m frankirterr Briefen melden und ihre betreffenden Zeugnisse beilegen. Detmold, im Juli 1854. H. I. Fahrenbach, vr.

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