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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1854-07-31 · Heft 31 (31.7.1854) · p. Seite 384

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
18 (1854)
Issue
Heft 31 (31.7.1854)
Date
1854-07-31
Page
Seite 384 (sequence 2)
Language
German
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384 unerschöpfliche Quelle alles ReichthumS und Kraft eines jeden. Landes ist; ohne D kann kein Wohlstand eriftiren, von 'ihr^,hängt der Handel. und'Perkehr der.Nation ab, sie ^GförheO chaS Wachßt.hum der PevylkcrungMyd erhöht die Stärke eines Reiches. Wenig Länder der Welt sind für Agrikultur so günstig als Palästina. Der Voten ist sehr fruchtbar. Das Haupiproduct des-Landesder' Weizen, wird .jetzt mit. 28 Piaster (circa 5 Vs Schilling Sterling) per Timnah (27 ‘/2 Psd.) verkauft, während die Arbeit mit 3 Piaster (3/s Schilling) per Tag bezahlt wird, ein für/ den Produceitten sehr günstiges Verhältnis; zwischen dem Werth der Producre und dem Preis der Arbeit. Außer. Weizen, der von der besten Qualität ist,' producirt noch das Land viele andere Erzeugnisse im Ucberfluß, einen vortrefflichen Wein, Olivenöl, Sirisch- oder Jasmin-Ocl, Apfelsinen, Citronen und Granatäpfel, Myrrha und Naphta vom todten Meer u. s. w. Die Preise dieser Artikel hier sind beiläufig von den Preisen derselben Artikel in 'England und ty-2 von denen in Amerika. '* In Rücksicht auf die genannten Facta und die jetzige kritische Zeit, wo die Theuerung der LcbenSmitt.l und der Mangel an Beschäftigung das Elend unstrer hiesigen Brüder noch vergrößert*), steht ru hoffen, daß die wohlthätigen Capitalisten in Israel ihre Augen auf das heilige Land richten und Etwas für die armen, nothleidcn- _den Bewohner israelitischer Confession leisten werden. Zu diesem Bchufe wäre die Grür.dung einer Gesellschaft zur Beförderung der Agricultur in Palästina sehr zweckmäßig, welches, wie gesagt, jetzt, wo mehr Freiheit für alle Einwohner der Türket zu hoffen ist, leichter ausführbar wäre. Die dazu verwendeten Capitalien könnten sehr leicht zur Zeit mit gewissen Normen und unter Aufsicht eines leitenden Comire's entweder in Baur, oder in den oben genannten Produkten, die alle sehr wichtige Artikel für den Handel sind, zurück ciucassirt werden. Die dazu nvthigen Fonds könnten durch Zeitungen, auf Interessen tragenden Renten, gesammelt werden. Dieser große Akt von Wohlthat und Humanität zur Ehre Gottes und zum Wohle unserer armen Brüder des heiligen Landes unternommen, wird hoffentlich den Segen vom Himmel erhalten, und das Andenken der Wohlrhäter auf Erden der Ewigkeit überliefern. , *). Diese außerordentliche Theuerung und Mangel an Arbeit veranlaßte auch, daß eine Deputation der hiesigen, Rabbiner eine Rei,e nach Europa und Amerika unlrrncknut, um diesem Nebel abzuhelfen zu suchen. Es unterliegt keinem Zweifel, daß jeder sterbende Mensch bei Ktz^dgcbung seines letzten Wiilpns, wo alle irdischeMückstchten aufhören,/ Mit; feinem zchhjüfllrla.ssenden ÄZermMeirMLohlthätigkeit stiften wlll,^ab^ H zeigt immer einen gewissen Grad von Selbstsucht, nur erst' dann Gutes stiften zu wollen, wenn der eigene irdische Genuß schon ganz aufhvrt. Äußerndem, durch .Gründung//einer Agrieultur-Gesellschaft für Palästina, errelch'cn wohlthäiigeu Zweck wird noch dadurch die Menge vor den Fallstricken gesichert, die inan, aufiicUr, um ihre Seelen vorn göttlichen Gesetze abzuwenteu. Zwar unterliegt die Standhaftigkeit und der feste Glaube der Mehrheit gar keinem Zweifel, und cs ist gewiß, daß sie lieber sterben wollen, als den leisesten Schrill zu thun, um Gott und das heilige Gesetz zu verlassen. Allein es finden sich Einzelne, die keine hinreichende religiöse und moralische Kräfte besitzen, um diese widernatürliche Last von Noth, Elend und Unglück mit Festigkeit, Geduld und Ausdauer zu ertragen, ohne zu straucheln. O heilige und göttliche Barmherzigkeiterwache nutz verbreite deine woh thätigen Fittigc über das Elend und Leiden der Unglücklichen; erweiche die Herzen der Reichen, daß sie die Qualen der Armen in tiefem kurzen Leben mildern, wofür eine Belohnung ihrer wartet in einem ewigen Leben, wo der eitle. Wcrrh aller Reichthümer aushört, und die arme Tugend theurer ist, als alles Gold der Welt. ' Es ist wir in der Nahe der Stadt, im Thal Rrphaim, vortreffliches Land um einen sehr bescheidenen Preis angeboten worden, allein ich für meine Person bin nicht gesonnen, Ackerbau hier zu treiben (wie die englischen israelitischen Zeitschriften irrthümlich mitgetheilt haben). Mein hiesiger Aufenthalt hat zum Zweck, die wahre Erkenmniß Gottes in Ruhe am Abende des mühevoll turchgewanderten Lebens hier im heiligen Lande, welches besonders/ dazu geeignet ist, zu genießen. Meine Absicht ist aber keineswegs, an einer ■ fo großen Activität Theil zu nehmendie bei Leitung eines bedeutenden Agriculturunternehmens unumgänglich nothwendig ist. , Das von mir errichtete und geleitete Suppen-Haus für die Armen trägt seine guten Früchte. Diese Art von Unterstützung aber, mittelst welcher man nur dem äugen-? blicklichen Mangel abhelfen kann, ist kostspielig und nicht so hülfteich, als Agricultur,..welche die Armuth und Nvth gründlich hehen kann. D.ix Mer.Werden, wchrscheinlich fragen, ob de,r üyst

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