Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Journal
- Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Volume
- 18 (1854)
- Issue
- Heft 26 (26.6.1854)
- Date
- 1854-06-26
- Page
- Seite 321 (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
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321 auf diesem wohlgelungenen, würdig auSgestatteten Biltke die edlen, freundlichen und wohlbekannten Züge ihres Lehrers und Freundes in sprechender Aehnlichkeit wieder zu erkennen. Die Kosten sind nicht nur vollständig gedeckt, sondern noch außerdem bereits 200 Thaler in zinstragenden Papieren angelegt und zu dem Fonds der S. M. Ehrenberg'schen Schulcasse für arme Zöglinge hinzugefügt worden. Ueber diese Caffe, welche der Herr Inspektor Ehrenberg schon wahrend seiner Lebenszeit gestiftet hat, wird in einem später erfolgenden Berichte Näheres mitgetheilt werden. In Folge des oben erwähnten Aufrufes sind nachstehende Beiträge bei dem Unterzeichneten eingegangen: Von den Herren Leopold Braun in Wolfenbüttel 1 Thlr.; Amtsverwalter Balke daselbst 1 Thlr.; Gottschalk Braun das. 1 Thlr.; A. Samson das. 1 Thlr. 12 gGr.; Buchbinder G. Braun das. 16 gGr.; Lipmann Braun das. 16 gGr.; Zacharias Cohn das. 2 Thlr.; F. Wichelhausen in Herstelle 3 Thlr. 14 gGr. 8 Pf.; Madame Samson in Berlin 10 Thlr.; Herr Dr. Heinrich Samson das. 5 Thlr.; Herrmann Samson in Leipzig 50 Thlr.; I. Nachod das. 20 Thlr.; die Brüder Jacob und Louis Tschopik das. 2 Thlr.; Ephraim Frohnhausen in Ellrich 1 Thlr.; G. N. Allenberg in Cassel 5 Thlr.; Alexander Fiorino das. 3 Thlr.; Dr. med. Magnus in Braunschweig 10 Thlr. Gold; Ludwig Hekffl das. 20 Thlr.; Gottschalk Helfft das. 10 Thlr.; Heinrich Helfft das. 10 Thlr.; Marcus Aronheim das. 2 Thlr.; Fräulein Gumpel das. 1 Thlr.; Herr Moritz Goldschmidt das. 1 Thlr.; Lehrer D. Heymanns in Biblis 2 Fl. Rheinisch; Advocat M. Marburg in Altona 20 Thlr.; I. Marburg das. 20 Thlr.; D. Fischet sen. in Prag 25 Thlr.; Gustav Fischet das. 20 Thlr.; Br. med. Oppenheim in Rotterdam 10 Fl. Holländisch (5 Thlr. 16 gGr.); Julius Braun in Amsterdam 1 Thlr.; Bataillonsarzt Dr. Frank iit Blankenburg 2 Thlr.; Heinrich Ahpel in Hamburg 8 Thlr.; Carl Ahpel das. 2 Thlr.; Dr. I. M. Jost in Frankfurt a. M. 5 Thlr.; Frau Präsidentin Jacobsohn in Hannover 1 Ducaten; Herr Heinrich I. Cohen das. 5 Thlr.; Frau Wittwe H. Cohen das. 5 Thlr.; Herr Amtmann Jacobsohn in Duttenstädt 5 Thlr.; Kugelmann in Schöningen 1 Thlr.; MoseS Helft in Halberstadt 5 Thlr.; Sprachlehrer Simon in Magdeburg 3 Thlr.; also in Summa 284 Thlr. 2 gGr. 8 Pf. Courant, 13 Thlr. Gold und 2 Fl. Rheinisch. Den hier benannten Beitragenden ist eine von dem Herrn Dr. Zunz verfaßte Biographie des Herrn Inspektors Ehrenberg zugesandt worden. Wem daran gelegen ist, eine solche zu besitzen, der wende sich an den Herrn Direktor Dr. Ehrenberg Hierselbst. Fernere Beiträge zu der S. M. Ehrenberg'schen Stiftung werden mit Dank angenommen. A. I. Cohn, Lehrer und Hausvater der Samson'- schen Freischule. Preußen. Berlin, 17. Juni. Der in d. Bl. früher erwähnte bekannte Proceß deS Dr. Rubo gegen die hiesige jüdische Gemeinde ist in der vorgestrigen Sitzung des Ober-Tribunals in dritter Instanz zu Gunsten des Klägers und dahin entschieden, daß das erstinstanzliche Erkenntniß wieder hergestellt, die Anstellung des Dr. Rubo als eine lebenslängliche und die verklagte Gemeinde als schuldig erkannt worden ist, dem Kläger den eingeklagten rückständigen Gehalt nebst Verzugszinsen zu bezahlen. Oesterreichischer Kaiserstaat. Wien, 8. Juni. (Privatmitth.) Wir haben jetzt die stille Zeit. Wien ist ausgewandert und lebt zerstreut an allen Ecken und Enden. WaS das BemerkenSwerthe dabei ist, daß bei dem Landaufenthalte das Judenthum sich geltend macht. Man findet nämlich an verschiedenen-Orten jüdische Traiteurien, wo sie bis jetzt nicht waren, und allerdings werden sie auch besucht. ES ist wahrlich diese Kraft des alten Judentums zu bewundern; trotz der neuen Zeit mit ihrer „Aufklärung" weiß' es sich doch Geltung zu verschaffen. Es.darf daher nicht wundern, wenn ich Ihnen sage, daß Schwuoß-Nacht nicht nur in Wien, sondern auch um Wien herum von frommen Juden Nachtwachen gehalten wurden. — . Meiner früheren Korrespondenz' habe ich noch nachzutragen, daß unter den Legaten, die die selige Frau Jeitteles vermachte, auch die Interessen von 8000 Ft. für Rabbinatscandidaten bestimmt sind. — In der Bewilligung zum neuen Tempel von Seiten der Stadthalterei findet sich auch der PaffuS, daß keine Sectirerei stattfinde. ES ist das eine Formel, 26*