Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Journal
- Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Volume
- 18 (1854)
- Issue
- Heft 25 (19.6.1854)
- Date
- 1854-06-19
- Page
- Seite 306 (sequence 2)
- Language
- German
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806 Verhängniß, das ihn betroffen, dcS Augenlichtes gänzlich beraubt zu sein, gestattet,-..kann man voraussetzen.. -• .. * Leider,!^ fibex waren mehrere 'Mitglieder des'Central- CisssistiHHrs. nicht anwesend; Pröbesondere- HA der Generalprocurator Anspach, welcher gerade die Assisen zu leiten hatte. Es konnte daher ein förmlicher Beschluß des Conststoriums nicht herbei. geführt werden. Jndeß stellte es mir cinstweilenfolgendes, Schreiben zu: „Herr Rabbiner! Wir bedauern lebhaft, daß die Abwesenheit 'einiger unserer Collegen uns nicht erlaubt, uns unmittelbar zu vereinen, um-über den Entwurf, welchen Sie uns vorgclegt haben, zu berathen. Sobald das Consistorium sich vollzählig finden wird, werden wir uns beeifern, uns mit dieser wichtigen Angelegenheit zu beschäftigend Indessen müssen wir unfern Dank gegen Sie aussprechen, im Namen. der Israeliten Frankreichs, für die großherzige Initiative, welche Sie zu Gunsten unserer tür-; lischen Glaubensgenossen ergriffen haben. - Die Erziehung in den vorzüglichsten Hauptstädten Europa's ist sicherlich einesjder wirkungsreichsten Mittel,. welche angewendet werden können , um die Civilisation unter diese intelligente Bevölkerung zurück zu führen, und ihnen so einen Theil der Wohlthaten zurück zu erstatten, welche ihre Väter in der Epoche der berühmten Schulen Spaniens in der israelitischen Welt einstens verbreiteten. Zu gleicher Zeit wird dies ein besseres Mittel sein, .unsere Achtung für die Heiligen Orte zu bezeugen, als jene ohne Unterschied vertheilten Almosen, welche unfruchtbar für die Religion wie für die Civilisation bleiben. Ihr Werk,--geehrter Herr, wird also alle unsere Sympathie haben, und wir werden glücklich sein, Alles zu thun, was von uns abhängcn wird, um ihm einen, wirksamen Beistand (un eoneours etüeaee) zu leihen. Genehmigen Sie re. re. >-. : Für die Mitglieder des Consistönums der Präsident des Central - Consistoriums- — /M. Cerfberr.^ DieS war allerdings unter den gegebenen Verhältnissen Alles, was ich nur fördern konnte- und ich gestattete mir daher noch an den verehrungswürdigen Präsidenten folgendes Schreiben zu richten: .; „An rc. re. , " Mein Herr!: . Da ich nicht mehr die Ehrx Haben, kann, Sie. zu sehen, so gestatte ich mir. schriftlich über die dem.Consistoire Central ehrerbietigst vorgelegte Angelegenheit 'meine unmaßgeblichen Ansichten, .meine - Wünsche - vvrzutragen.- l 1) Es H vor Allem darum zu thun, durch eine Erklärung eine^Zso hochgeachteten Behörde, Avie das^ Con> sistoiee'Central; daß i§ fich-,an-e -Aer Bein ithungVnYum di<KHeranbvlsiMn^ ju ngÄr/ tsiäkischer Juden stellest wolle, dieser wichtigen Angelegenheit die Sanction zu crtheilen. 2) Wenn dann das, Gesuch ausgesprochen worden, daß das Con8i8toir<:^ Central r die! obere Leitung für die Erziehung junger türkischer Juden übernehme, so kann dies natürlich nicht so verstanden werden, als ob das Con8i8toire Central.sich minder Einziehung der Beiträge aus allen Ländern , und mit der unmittelbaren Auszahllmg der Kosten befasse; sondern, da die einzelnen größeren Gemeinden die Ausbildung einer bestimmten Anzahl.solcher Jünglinge übernehmen werden, so ist. es einfach, daß an jedem dieser Orte ein Specialcomitö besteht, welches die' finanzieyen. VeMltnisse localiter ordnet. ) hingegen würde das Con8i8toire Central dieses Geschäft für Frankreich selbst übernehmen. 3) Dann aber w/irde jedes Specialcomite in den übrigen Ländern verpflichtet sein,, jährlich einen,Rapport, über die Zahl, die Fortschritte, das Betragen der Eleven, Bemerkungen über alles diesen Gegenstand Betreffende an daS Cönsistöire Central zu richten, woraus dieses wieder einen Gesammtbericht sormiren und den Specialcomite's mit den däräus sich ergebenden Folgerungen, Anweisungen, Winken u. s. w. zukommen lassen, kann, und, wie dies sich in der Praris Herausstellen tvird. ' 4) Sollte das Cpnsistoire Central irgend ein Hinderniß in dem-Gesetz, das feilte^tgftnifdtion'bcflimmt, finden , als Con8i8toire Central an die Spitze dieser Angelegenheit zu treten, so würde es freilich nicht Dasselbe sein, aber doch hem Gewünschten.nahe,kommen,wenndie Mitglieder des Con8i8toire Central sich zu einem Eomite unter dem Präsidium des Herrn Präsidenten des Con8i8toire Central constituirten, und so nur der Titel verändert wäre. ' > 5) Hinsichtlich der Frage, -wi e die Auswahl der Zöglinge-geschehen .soll, erlaube ich mir die Bemerkung, daßfalls das. CoÜ8i8t0ire Central, wenn erst die Anzahldie an allen betreffenden Orten heran gebildet werden sollenfest gestellt ist,, nicht anders -bestimmt--ich geneigt birst nach Salonichi, Smyrna, Eonstantinopel zu gehen, um die. erste Auswahl, zu treffen- und die nöthigen Verbindungen anzuknüpfen. iu-fri?' #■■:■■■.;:U i \vr-, .; Dies, Herr Präsident, sind - die Bemerkungen) die t* ich Ihnen noch - vörzutragen hatte. - Sicher werdet Sie nach der /edlen und zustimmenden/ Weise , im welcher Sie sich