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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1854-06-19 · Heft 25 (19.6.1854) · p. [Seite]

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
18 (1854)
Issue
Heft 25 (19.6.1854)
Date
1854-06-19
Page
[Seite] (sequence 1)
Language
German
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18, Jahrgangs Allgemeine - Ein unparteiisches Organ für alles jüdische Interesse. Herausgegeben von Rabbiner Vr. Ludwig Philippson in Magdeburg. Leipzig, den 19. Juni 1854. Diese Zeitung erscheint wöchentlich einmal, Montags, und wird jährlich 78 Bogen in Quart incl. des Titels, Registers u. f. w. umfassen. In Gemäßheit des Zweckes derselben die allgemeinste Verbreitung zu geben, ist der Preis äußerst niedrig: mit S Thlr. für den Jahrgang; — 1 Thlr. lü Ngr. (1 Thlr. 12 gGr.) für sechs Monate — 22>/L Ngr. (18 gG.) für das Vierteljahr angesetzt worden. Alle Buchhandlungen, Postämter und Zeitungs-Expeditionen nehmen Bestellungen an; der Hauptspedition für beideLetztere hat sich die königl. sächs. Zeitungs-Expedition allhier unterzogen. Inhalt. Leitender Artikel: Zur jüdisch-orientalischen Frage (Fortsetzung). Zeitungsnachrichtenr Deutschland: Hannover, Hannover, München, Schonungen, aus Baden, Worms. Preußen: Berlin, Magdeburg, aus der Provinz Posen. Dänemark: Friedrichsstadt. £ Correfpondenzr Hamburg. Etwas aus Amerika, f Leitender Artikel. Magdeburg, 12. Juni. ' Zur jüdisch-orientalischen Frage. (Fortsetzung.). In Paris angekommen, war eS meine erste Sorge, den Mitgliedern des Central - Consistoriums meine Aufwartung zu machen. Vor Allem war es der würdige Präsident des Central-Consistoriums, der Oberst Cersberr, welcher mich mit wahrhaftem Enthusiasmus für den im Programm ausgesprochenen Zweck empfing. Er fand den Gedanken nicht allein löblich, sondern auch ausführbar,, und ging sofort an die Realisirung, indem er noch denselben Tag nach Straßburg an die Direktion der israelitischen ecole de travail, in welcher die Knaben unterrichtet werden und. bei.Meistern in die Lehre gehen, während sie in der Schule wohnen, *,183 essen und Sabbath und Fest halten, schrieb und ansrug, ob und wie viel junger türkischer Juden dort Aufnahme finden könnten? Schon den dritten Tag hatte Oberst Cerfberr Antwort, und da er . mich in meinem Hotel nicht antraf, setzte er mich von der Sachlage durch folgendes Schreiben in HenntiD: ■ ■. „Mein Herr Rabbiner! Ich war gestern in Ihrem Hotel, um die Ehre zu haben, Sie zu sehen und Sie zu informiren, daß ich eine sehr befriedigende Antwort von Straßburg empfangen habe. Die Verwaltung der Schule geht sehr gern-' im unsere Absichten ein und will sich für 5000 -Frcs. jährlich (1300 Thlr.) mit der Erhaltung von zwölf jungem Orientalen belasten. Ich verreise morgen und werde acht Tage abwesend sein; wenn Sie bei meiner Rückkehr noch in Paris sein werden, werde ich- Sie länger von einer Angelegenheit unterhalten, welche uns in so hoher Weise interessirt, und ich werde Ihnen für Ihre Bemühungen herzlichst danken. Wenn Sie abreisen und durch Straßburg kommen, besuchen Sie Herrn Achille Ratisbonne und Herrn Hirsch, die Sie mit großem Eifer empfangen und sich Ihrem schönen Werke zugesellen werden. Genehmigen Sle rc. rc. ' M. Cerfberr. Paris, 23. Mai 1854." Eine gleiche Beeiferung sprachen der Vicepräsident, Herr Prof. Franck und der Großrabbiner Herr Ullmann aus. Daß es der gelehrte Munck, der Secretair des Central-Consistoriums, unser trestlicher Landsmann, nicht an Beförderung fehlen ließ, so weit ihm das große

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