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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1854-06-12 · Heft 24 (12.6.1854) · p. Seite 294

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
18 (1854)
Issue
Heft 24 (12.6.1854)
Date
1854-06-12
Page
Seite 294 (sequence 2)
Language
German
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lange durch die verschiedensten Canäle einige dünne Wasserfädchen von Unterstützung dahin gelangen Werden, sehen wir. kein HM ab^ In diesem Augenblicke, m Noth an Mann ist,.Wysten Wir daher gern jehe Gabß entgegennehmen— aber in Zukunft werden wir uns diesem Geschäft nur unterziehen, wenn eine größere Anzahl von Gemeinden mit ansehnlichen Gaben uns dies Übertragt. Zitzes Ding bk-' darf eines Mittelpunktes. Wir sind erbötig, diesen für die Gaben Deutschlands in Zukunft: zu bilden, und da wir in kürzerer oder w^ite-: rer Zeit nach dem heiligen Orte reisen und so . über die angemessenste Verwendung selbst ein Urtheil erwerben werden, so läßt'sich hiervon ein nachhaltig Nützliches für die jüdische Bevölkerung des heiligen Landes, erhoffen. Zum bloßen Postboten einiger kleinen Gaben Hingegen können wir uns nicht herbeilassen. ZKiv fordern daher jede Gemeinde und jeden Sammler, die hierauf ein gehen wollen , auf, uns hierüber eine Erklärung zukommen zu lassen. Ueber den Erfolg Werden wir berichten. Die Redaction: Rabb. vr. Philippson - in Magdeburg. Bericht über die jüdifch-orientalifche Frage. Wir haben unsere geschätzten Leser schon zu häufig über den fraglichen Gegenstand unterhalten, wir haben ihre Aufmerksamkeit auf denselben zu ziehen zu sehr uns gemüht,- wir find auch zu sehr überzeugt, daß-jeglich-Ding nur unter dem Lichte der Oeffentlichkeih gedeihen könne, als daß wir nicht einen Bericht über die momentanen Chancen dieserdasJudenthum und die Judenheit so sehr interessirendcn Angelegenheit hier porlegen sollten... Nur noch einige freimüthige Bemerkungen zuvor. Seit: einundzwanzig; Jahren in der jüdischen Presse! beschäftigt,- wissen Wir.nur zu Wohl, welche Schwierigkei-- Hy jedes größere Unternehmen namentlich unter Wsercm Glaubensgenossen zu, heM.MfenHat> Zu sehr gewohnt,; nur! die.Bedürfnisse des. Weichbildes: in Betracht zu Liehen,' gber. allgemein jüdische JnjcresseH außer Acht zu.lassen/ non den localen Bedürfnissen auch genugsam in Anspruch genommen,, ferner allzusehr geneigt, bei jeder Sache die Schattenseiten und Schwierigkeiten hervorzuheben, und da- 294 durch um so leichter beruhigt, nichts zu thun, immer bereit mit der,, Entschuldigung: „wir müssen erst sehen, was die und. die thun —" ist es gar. schwer,- das jü*s dische Pubstcum zu einer thatkräftigen Realifirüng. auch der besten Idee zu gewinnen. Hierzu kommt, daß der Urheber und erste Verfechter eines Gedankens auf Viele trifft, die ihn darum beneiden, und ihm wenigstens, üuch das Merdie^nst der Ausführung nicht gönnen .... Genug, seit den einundzwanzig Jahren haben wir das Amt, eine Menge guter Ideen in die jüdische Welt zu bringen , sie zu verbreiten, sie zu populäreren , sie in Geister und Herzen wurzeln zu machen, dann aber in der Gegenwart auf so viele Hindernisse und Zntriguen zu treffen, daß die-Ausführung erst später gelingt , und da die wohlfeile Beute Anderer wird. Wir erinnern an die jüdisch - theologische Facultät, an den jüdisch-literarischen Verein, an das Hospital zu Jerusalem und dergleichen mehr. Zwar nicht in den grandiosen Maßen, in welchen w ir diese Institute beabsichtigten, aber sie werden doch an den verschiedensten Orten, in London, Paris, Breslau dgl., verwirklicht, nachdem wir durch jahrelanges Besprechen und Verfechten die Idee Allen zugänglich gemacht. Unsere Leser mögen nicht glauben, daß uns diese Betrachtüng bitter stimmt. Wohl dem Menschen, dem Gott nur einen unzweideutigen Beruf gegeben — und ist der unftige nicht groß, gewichtig, verdienstvoll genug? ... Es kann also immerhin sein, daß wir auch diesmal noch lange nicht zur Ausführung kommen — aber damit ist unsere Mühe dennoch^ nicht vergeblich gewesen. Wir haben den Gedanken durch alle Länder geweckt: den Glaubensgenossen im Orient thatkräftig zu Hülfe zu e i len, wir haben den e i n z i g m ö g l i ch e n und si ch e rn Weg gezeigt, dieszu erreichen von. Gott hängt das Uebrige ab, es ist dessen nichts - verloren....; Also hiernach den einfach offenen Bericht. In Nr, l9 haben wir daS „Memorandums über die . Frage, wie die gesunkenen Israeliten, des Orients wieder zu heben seien? mitgetheilt. Wir. hatten aber bereitsviel-; fache Schritte gethan, um die Verwirklichung anzubahnen. - Während wir an andern Orten.zuvörderst mit einer.gro-; ßen-Mrzahl PriustperfoVerhandlung.standen, , wanbten wir; uns insbesondere mit; dem.Gesuche -thatkräf- . tiger Unterstützung , und Förderung 'an. die.Herren Vertreter der israelitischen Cultusgemeinde'in W ien. Diese würdigen Männer beeilten, sich unter dem 8. Mai c. folgende Antwort zu ertheilen: : , V: :>

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