Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Journal
- Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Volume
- 18 (1854)
- Issue
- Heft 23 (5.6.1854)
- Date
- 1854-06-05
- Page
- Seite 291 (sequence 11)
- Language
- German
- Belongs to
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291 taufend Wege-geöffttet Und geibnet holt, lauf welchen^iüet »väs?v^rmwg, l 'bercheilt W ih»re"Macht ^äüf. all? MnAneir/ die in ihrer Art ^etwD Krmögen?' In, beiden Fallen -kommt das weibllH^ Geschlecht schlimm weg?" ES, kann? seine höchste Würde . nur dm haben,: walnicht die Macht nach allßen-? sondern die Principien der:Sittlichkeit/ ^derMuschheit, des Waltens in der Familie ihr? Völle Kraft haben, üüd 'die Stellung des Menschen' hierin ihre' Pasis hät. Aus solcherhöchsten Civilisation geht daher ein Doppeltes das WM hervor: erstens sucht es überall nach persönlicher Macht, nach freiem, eigenem Heraustreten, und zweitens muß es hierbei vön ftlbst VieleS von der ZürüÄhaltung? öon der Sittsamkeit, von dem Sich in gewisse Grenzen-Halten aufgeben^ Welche die Zierden des Weibes find,, nicht blos wenn es jung und. blühend,' sondern noch unter dem- Schnee^des: Greisenälters. Ich liebe die Prüderie nicht, denn f i gerabf ifl t>te SÖ^aöfc der Sittenkofigkeit / Ziererei' ist 'das Entgegengesetzte der reinen Unschuld, denn « jene, trägt; schon das Bewußtsein vom Verlust'der letzteren -in.sich, fie-hat schon.-vom Baume der Erkenntniß gekostet:- Aber hier, in Paris , haben die Frauenzimmer eine Nonchalance; sie,. von denen Tausende iü allen Gewölben^ und' BdütikeN, ln allen Cafe'S und Restaurationen und.Estaminets:selbstständig dienen, gehen,, laufen, drängen sich durch die Straßen, bis auf die höheren Stände ohne alle Umschlagetüche^ Md Shäwls/ und die Meisten gefchnüktipic bier ^Raii^cri;; dünn, gekrümiUt, unzierlich,' selbst die höheren Siändedie Kleider, inlschlechtem- und' gutem Wetter, hoch herauf genommen , in' und vor. den Kaffeehäusern - u. si w.- mitten unter den'Männern ^fitzend/ mnd M"tüMnd kleinen Hügen ^zeigend/ daß" sie die feinere. ^WiäEiÜnß ihre? «WllÜng aufgegeben, diese nicht einmal'mehr kennen. Man sagt gewöhnlich, die, Französinnen .seien?yiKt -schön, aber anmuthig. ' Ich haste Letzteres;-iniWrisr!.auch nichtgefunden. Während der Männerschlag nicht groß , aber kräftig, stark, wohl-l aussehend; sind'die FräüeüzimmeL bläß, mager, grau/ verlebt,^ und nur. sehr' chenige haben, ein frisches , liebliches Aussehen meist in dunklen Kleidern^^eiN'--no«chalantes^Wesen--zeigend-, dies ist mir aufgefallen.; -Hingeg^MeWsucht-MierereL wenig/ Die unteren Stände., überhaupt, lange nicht so viel < aufgeputzt, wie bei unS. Einfach/ mit 'einem weißen Häubchen auf. Man stehtjedes Jrauenzimmer. strebt für sich selbstständig, nach eigener Stellung, „Etwas ' zu vernrogen" — dar-" Aer-^Mnker'Püh'/":früh die Weiblichkeit verloren!?. Und darum hegßckte/ es'^mich >fo sehr,- die frischm, . rosigen- Mädchengesichter: aüs' dem' Geschiecht Juda-s /äm Sabhath auf dem Boulevatb. du Temple zu sehen .Israel, so.. lange Pu SEjir Dein Famtlienl eh e n be-E - wahrst,/.Deine sittliche Lieh?.z'wifchM-^Eltern.und Kindern,. : Gatten-,und Geschwistern fo lange kannst Du -selbst - der / französischen Civilisation Auge iü's Auge sehen —; Du weichest nicht!... ' Anzeigen/ Bekanntmachung. . Die Stelle des Chasan, Religionslehrers. und Scho-., chet ist in unserer Gemeinde vacant geworden. Zur Wiederbesetzung derselben sollen uns postfreie baldige Anmeldungen von befähigten, mit guten: Zeugniffen versehenen Männern willkommen sein. - v. '. /: Äußer deunöthigen gründlichen Kenntniffenmnd Mg en-?' schäften ist auch die Fähigkeit, deutsche Vorträge zu halten und einige Noten - Kenntniß erforderlich: -? Für einen Mann? der diesen-Anforderungen genügt, bietet die Stelleeinjä hrlich es Ein kommen von -circä! 350 Thlrn., und -wenn er auch dis Fähigkeit hat? ein; Chor zu leiten -ünd Singunterricht zu ertbeilen, würdesie ihm circa 400 Thlr. jährlich eintragen. ' - ' Mühlhau fen (Rsg:We^?8rfurt>?hen"1'4: Mäi-1854, j / Der.Vorstand., der Synagogen/-Gem S. M DppM Wav^ MMkiewitz. .. KZr. Rosenthal.; ' Ein Lehrer ünd Cäntör-, der^ in einem - preußischen! Seminar seine Prüfung gut bestanden- und^-seit-einer \ Reihe von Jahren in - den^ bedeütendstM Gemeiildewlfun- ' girt, wünscht, Familienverhältnisse halber/ seine-' fetzige i Stellung mit einer änderN^Äamliebsien in einer Gym- : nastalstadt, zu vertauschen. Derselbe besitzt hinreichende j musikalische Kenntnisse uM einen Göttesdienst M'ICHör szu leiten, ist befähigt', Deutsche' Vorträge zu halten und \ Unterricht in - der französischen' ünb englischen ^Sprache zu I ertheilen, worüber er die besten ZeügNiffe-aufzüweiseN hak.! —-; Auf gefällige frankirte Anfragen ertheilt Auskunft der : Rabbiner Itzr. Landsberger in B ri eg (Schlesien): - . CS* Die Stelle eines Religionslehrers, DörbetM; und Schächters .bei der hiesigen israelitischen Gemeinde' }■ ist erledigt und Joti so f or t wieder gesetzt. werden? - Be- - Werber erfahren - das Nähere auf portofreie Anfragen bet i den Vorstehern.???'?. ' * ' v; '? ■ [ Parchim (Mecklenb.-/schw'erin)/ im Mai 1854.? '1 Thierarzt M. Cyhn. A. ElkyN. t Mn-Cantor, mit den besten Zeugnissen versehen, z. Z. . noch im.Amte- Wünscht heh-,einer größeren Gemeinde so