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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1854-05-08 · Heft 19 (8.5.1854) · p. Seite 239

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
18 (1854)
Issue
Heft 19 (8.5.1854)
Date
1854-05-08
Page
Seite 239 (sequence 13)
Language
German
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Mit dem 1. QkMer so. wird Lei der hjefigey - UraMMzy HtzMnde tzje Htellx eineß pechMthetG, ge^Mten VÄtflNslehreps, Cantprs und Schächters gMtz eiyssfl jährliche» Gehalj hon 250 Mrn,, a»ßer Nebeneinkünften, vacanj. Hierauf Restectirende wollen M Wie, MraDäts -ZeuMffs an Unterzeichneten Vorstand portofrei einsenden. Lanheshut in Schlesien, den 22. April 1854. '■/*' --r D. Cohn. Eiy ifrqejfttifr Sßclig^onöle^re^ 93^j:6etcr u.fld Hchächtey findet sogleich oder zü Johannis d. I. ein Engagement bei dfr Unterzeichneten Gemeinde. Das jährliche Gehalt beträgt außer den' SchäKergetzühren ( bei freier Stäti^, Beköstigung und Aufwartung 100 Thlr. Preuß. Court., pyh Pollen die hierauf Reflectirenden 'sich in portofreien Briefen an den Unterzeichneten Vorstand wenden. Hagonap W Mecklenburg, den1& ,|iw# 185&, Biesenthal. I. Lichtenstein. Ein junges, gebildetes Mädchen, Tochter achtbarer Eltern, wünscht ' in' ' einem Mifch-deremoniellen' Hause unter Leitung der HaüSftau, der sie in Allem hülfreich zur Seite zu'stehen yerniag ,^ die Wirthfchaft und Kochkunst zu erlernen. ' Freundliches. Entgegenkommen ist Hauptbedingurzg. Portofteie L)ffert.ey, mjt Angabe der Bedingungen, befördert Z.-Oppenheim, Prediger und Religionslehrer zu Güstrow (Mecklb.-Schwerin). Eine höchst achtbare Familie, in welcher ein jüdischreligiöses Leben waltet, wünscht zur Unterstützung der HapSfra^ in der Erziehung von vier Kindern, d.exen ältestes sieben Fahre alt ist , und in dem Versehen der Wjrthschast eine Gesellschafterin Mischer Religion unter sehr, guten Bedingungen. ' Offerten sinh an d.en Herrn Rabbiner KHr. Meidet in Stettin zu richten. In einer Manufaktur - Waa»en - Handlung kann ein Lehrling mosaischen Glaubens sofort, oder auch zu Johannis d. I. plaeirt werden. Portofteie selbstgeschriebene Meldungen hierauf flreflectirender nimmt die Expedition dieses. Maste,ö unter ist.,5^ an^ . "!' ' Wlll'<1"1"1 L'"1"!. lll.llll .ll.'gi'fl'.' J..'). l-ll.JIJ u Deh gm 17^ d. M. hser siattgehgbte Brand, vyn welchem hepests in de.p öffentlichen MstM Erpähnung gescheheyj, M her hiesigen Stadt iM AstgWeiyen^ nnd unserer Synagogengemeinde insbesondere die tiefsten Wun- .den geschlagen. Es ist durch denselben nicht nur allein der größere und wohlhabendere Th eil ihrer Mitglieder obdachlos und seiner Habe beraubt, flmdern, was das Schrecklichste hon allem diesem Unglück ist, die Synagoge, das MchulhauS, in welchem sich auch die Badeanstalt befunden, und die Wohnung für den Rabbiner' in Asche gelegt worden. Gerettet konnten nuv einige Thora's und der Leichenwagen werden, während alle übrigen heilige Geräthe, so wie die Gemeinde-Casse und Registratur von Yen Flammen verzehrt worden sind. Unfern christlichen Mitbürgern ist mindestens der. Trost geblieben, in ihren Gotteshäusern dem Allmächtigen für das, was er ihnen in dieser Ealamitgt erhalte», danken und um Ersatz des ihnen durch dieselbe Geraubten anflehen können. Wie traurig dagegen ist leider unser Loos? Unser Gotteshaus ist von den Flamm?» verzehrt, Md giebt es nicht einmal am hiesigen Orte ein Privatlocal, in welchem wir unsere Andacht verrichten können. Die Hoffnung, die uns abgebrannten Gebäude wieder retablirt zu sehen, müßte von jehem Vernünftigen als eine überspannte, wo nicht gar leichtsinnige betrachtet werden. Unsere Gemeinde zählt im Ganzen gegen Ly cpytribuirende Mitglieder, von welchen leider nunmehr 22 an den Bettelstgb gebracht find. Allein der feste Glaube ab und die Ueberzeugung, daß der Israelit, wo es galt, seinem Glaubensgenossen in seiner geistigen und leihlichen Bedrängniß hülfreich zur Seite zu stehen, noch nie feine Hand träge in den Schooß gethan, berechtigt uns zu der Hoffnung, daß auch zu unfern Wunden das Heilmittel geschaffen sei. Und so wagen wir es, uns vertrauensvoll an unsere theure Glaubensgenossen in und außer Preußen, mit der eben so ergebenen als dringendsten Biste zu wenden: baldigste Sammlungen behufs des Wiederaufbaues unserer Synagoge u. s. w. zu veranstalten, und die gesammelten Beiträge' an dse Unterzeichnete Commission, welche nicht' verfehlen wird, für die vörtheil- und gewissenhafte Verwendung derselben Gorge zu tragen, einzusenden. Besonders hegen wir zu den würdigen Herren Rabbinern und Vorstehern der jüdischen Gemeinde das zuversichtliche Vertrauen, fie würden sich diesen Sammlungen auf's Freudigste bereitwillig unterziehen. schließlich flehen wir M. dxnr Hergelter alles Guten, er möge jedes uns gebrachte Opfer den edlen Gebern vielfältigst vergelten., und fie vor ähnlichen Unglücksfällen, wie sie uns betroffen, beschützen. Futroschin, im Kreise Kröben: Großherz. Posen, den 26. Nisan 5614. Die Cprnmission zum Wiedergufban der Synagoge u. s. w. zu Zntroschin: M. N. Sundberger, Salomon Guhrauer, I. Fränkel, Jacob Goldmann.

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