Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Journal
- Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Volume
- 18 (1854)
- Issue
- Heft 14 (3.4.1854)
- Date
- 1854-04-03
- Page
- [Seite] (sequence 1)
- Language
- German
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18. Jahrgang. Uj I g C ttl C i N C -«*** 14 Ein :; unparteiisches Organ für alles jüdische Interesse. > , Heraus gegeben von Rabbiner Nr. -Ludwig Phrlippsonin Magdeburg, Leipzig, den 3. Äprik 1854. "Diese Zeitung erscheint wöchentlich einmal, Montags, und, Wird jährlich 78 Bögen in Quart incl. des Titels, Registers u. s. w. umfcrffen..InGemäßheit des-Aweckes. derselben die .allgemeinste Vrerbreitüng zu geben, ist der Preis äüßerst niedrig'; mit 3 Thlr. für den, Jahrgang; , — t SEljU^ 1.5 Ngr. (l ^Ir. ,12;g®r.) Monate —^ 22'/? Ngr. (18 gG.) für das Vierteljahr angesetzt worden. Alle Büchhändlungen- Postämter und Seiiüngs-Eppeditlönen 'nehmen Bestellungen"an; der Hauptspedition für beide Letztere u;, : J .!hat sich:die. köntgl.'sächst. Aeitungs-Expeditivn Ällhier,unterzögen. J) n h n 1 t. Leitender -AvtLkel: Die jüdisch-orientalische Fragei^ ' Zeitungsnachrichten: D e u t sch la nd: aus Baie.rn, Frank- , , furt ,a. M. ,P.reu Hen: Berlin, von er rusfischen Grenze, / -OtÄhr^a«- der Provinz: Po^n. O e st e ur eMiM'r r^.fi Lsersta at: Wiön/Czernowitz.' Echwdben: Möckhölm, Lttvrärifche Nctchrichte»: Sechzig. 1 ^■ - Belletriftischesr Mariamne. (Fortsetzung.) : > F-röhttche Botschaft. . ,; Leitender Artikel. Magdeburg, den 28. Marz... Die jüdisch - orientalische Frage. ES ist oft merkwürdig, wie ein und. derselbe Gedanke zu gleicher Zeit in sehr entfernten Ländern entspringt unp zum Aufdruck kommt. Wir können dann um so .eher annehmen, daß er ein not hwendigesProduct der Zeitlage und Pethaltniffe ist. So freutenwir uns, üher die orientalischen Juden auch eine Stimme aus Süddeütschland zu vernehmen, bevor.noch hie Stimme hon per Küste hex Nordsee in voriger Hummer unter das Publicum gekommen war. , . . .... : . i; : 1 München, im März. . „Auchdie,.-Juden haben..«.ine, orientalische,Frage," xoie Sie richtig.-.in-pen-beiden jüngsten Nummern Ihres gMatzten^Blattes erörterthaben. .„-Während aber Viele m ckw j geistigen und ^MMMey, BerbefferüngOes.Zustandes -der jüdischen Gemeinde zu Jerusalem die Trüg!- 'weite ckieser- Frage, echlicken, -möchte ich ihr eine mehr ausgchreitrtevielleicht -allzukühne; Bedeutung geben und M^MeMhx vorsetzen, dessen Erreichung zwar größere die'Btldung eRrs 'MmitM^unddie.Herbeischaffung von Änterstützungsgeldern erfordert, dasaber -auch als ein--großes, inseinen Folgen unberechenbares Werk da .stehen-und .allesübrige zu Erstrebende von selbst in sich schließen würde/' -U- Ohne eine gewagte Prophezeihung in Betreff des Bevorstehenden , ganz Europa in Bewegung setzenden Krieges auszusprechen, kann man doch Mit. aller Wahrscheinlichkeit behaupten, daß ein Hauptpunkt .in.-dem einst abzuschließenden Frieden, wenn auch nicht die gänzliche Gleichstellung der christlichen Bewohner dir Türkei mit:deu Muselmännern, doch eine bedeutende Verbesserung ihrer bürgerlichen und staatsbürgerlichen Zustände sein wird. Auch.-hat fich, wie man versichert, der Sultan zur! Emancipation der Rajahs bereit erklärt. Aber die europäischen. Mächte -stellen ihre Forderungen nur bezüglich der ^christlichen Bewohner, an die armen Juden denken die Bevollmächtigten der Staaten nicht, für sie zieht kein Heer., zum -Streite und /kein -Kriegsschiff kommt mit schwellenden Segeln, und drohenden Waffen von irgend einem Lande- , um des zerstreuten Volkes Reckte zu wahren. Ob der Türke mehr gewähren wird, als man von ihm. fordert, steht , sehr, zu bezweifeln; im Falle aber die Gleichstellung fich blos auf, die christliche.Bevölkerung erstreckt, wird dis. Lage der.. Juden'iin: der Türkei bei rvei-