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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1854-03-13 · Heft 11 (13.3.1854) · p. Seite 126

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
18 (1854)
Issue
Heft 11 (13.3.1854)
Date
1854-03-13
Page
Seite 126 (sequence 2)
Language
German
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126 sich nehmen, und gar nichts davon an andere Gemeinden geben. i MerKMM ich dtf-, äfii M - wahrhkckKM- ^A°Ä>ng ju M»' M kB-ÄOhe« ®<* meinden in Palästina, sowohl die Spaniolen, als die Europäer, welche, weil sie deutsch reden, hier Äschkenasim heißen, eine jede Gemeinde besitzt im Auslande ein oder mehrere Comiteen, Welche ihre Spenden für ihre Land eSbrüder nach Palästina senden. So haben die wwi-w (Pharisäer) ihr Centralcomitä in Wilna, diä (Chasfidim), welche aus Galizien, Wallachei-. Moldau- Warschau, Polen u. f. w. gebürtig find, ihre Comiteen in den Hauptstädten dieser Länder, so auch die Spaniolen in der Türkei und in Italien. Diese Comiteen verlassen sich nun gänzlich auf die Vorsteher der Gemeinden, und was diese für gut erachten, geschieht. Da-wird keine äklägt eines Beschwerdeführers angenommen, weder in Wilna, noch in Preßburg, noch irgendwo wird auch die gerechteste Klage berücksichtigt, und wenn die Vorsteher nvch so schwach ober gar wider ihre Pflicht thM. Mögen die Beweise über die rohe Verwaltung der hiesigen Vorsteher noch so schlagend sein , sie werden Mwötsew! — 3a,? ich säge es offen, die Vorsteher stehen Mit ihren resp. Comiteen in iiNem geheiüiisü Bünde / dasswöntt auch der gelehrteste Talmudist Anklage gegen jene bei diessst erhebt', er als ein Äerlaumder zurückgewiesen wird. Ich bin nun 22 Jahre hier, bekümmere mich ÜM keines Andertt Angelegenheit, hübe wede't Wunde, noch Feinde, sondern bin nur mit dem Studium des Talmuds beschäftigt Tag wie Nacht Matt wird mir zuktauest/ daß ich die Wahrheit rede! Abst Eie werden ftagett, worin besteht WM die uns gerechte Verwaltung der Vorsteher? Dieselben sind vött einer schMichelndett und hbüchelnden Umgebung ümrittgt/ welche sor der Autorität der Vorstehet kriechen üttd nach dem AuSlMe'Alles bezeugen, was jentz wollen, dafür' übet bsiderVttthiilung der SpendestschMM , wie sie wMm Daher MömMeN Menschen, welche von Geldauslcitzen leben, (Und' hier wird zü 12 bis 18 Pröeent geliehen-,, hon Judenan Juden, indem D durch einen Sifi •‘löte, welcher das Ansehen eines Verkaufs hat', das' Gesetz der Religion umgehen ) eben sö vielen Antheil von den Spenden wie ber'ätmste und bebÄrstigste Mensch/ Leute,- welche' ein Geschäft betreiben, HandMrkkr, welche MH ihr Handwerk Geld erwerben , erhalten iyM A-u chm nvn den-Spenden. Was aber noch fchliMM ist, es hat sich- W- HÄMichs Artzbtiüch eicheMichen, zu" geben, d. h. daß Individuen außer dem Antheil noch einem Geldzuschßag voraus bekommen, unter den nichtigsten MDiW«, so M oft teö Mvsii Äd' M-brt-st- TalnkiichkÄeWrr SpE äffSlt.- aU der MMchlM Gassenbube, Einer der Ochsten Leute mehr bekommt, als der Bedürftigste — so daß man oft den tüchtigsten Gelehrten in den Straßen Jerusalems zerlumpt einhergehen steht, während rohr, rLstwMM ist reinen und schönen Gewändern paradiren. Das zweite Nebel ist: bedenkt wohl Jemand, wozu die 'Spsndttl zu VerwenAst wären? Wie viele Juden wünschen hier ein Handwerk zu erlernen, wenn ste das Lehrgeld bezahlen könnten! Wie viele wünschen ein nützliches Geschäft zu betreiben, wenn sie eine kleine Summe zum Anfang hätten! Wie vielen Talmudisten fehlen die nöthiWn Bücher, üm ihr SiudiüM fortzufttzen — aber die Vorsteher wollest von allem Dem nichts Horen, obgleich sie bei ihren Comiteen Alles ausrichten könnten! UM nun die große Unwissenheit, die hier bei den Juden herrscht! Sollte? matt es glauben, daß unter so vielem Tausenden von Menschen kein einziges Individuum ötzistirt, das eine der hier heitfchdndttt Sptächen sprechtri und schrsi6rn känst?^ Hak män ein' estnisches' öder italienisches siZapier zu lesen oder zu schreiben, so ist eS kläglich, wie man herumläuft mehrere Tage, um einen Dolmetscher zu bekommen! Ja Mbst die LandesGrache/. die arabische/ sprechen Mt Mehrere, äböt kaE Ni tMattd Unter allen Juden in Jerusalestr fch'reihen, mtkällelmget Ausnayme eines einzigen Spaniolen! Und da laufen so viele Gassenbuben herüm/ d^ nicht zum TcklMUdstüdium taugen und auch kein Geschäft betreiben, hält man es denn für religionswidrig, daß zehn bis zwölf Menschen einige Sprachen lernten und dadurch auch auswärts ihr -Glück machen konnten?; Seit mehreren Iahten wohnen hier auch deutsche AschkeststM GeVbten' im gebildeten ustd gewerbreichen Dsütschlanb kaMst sie aus FxöMMigkeftSVkange hierheh m im heiligest Läüde ihr zeitliches Leben zu beenden: Did Meistest sind fthr gelehrt' iw Talmud, und brauchest sich wahrlich nicht vor einem russischen und polnischest Talmudisken zü WmM, besonders hier nicht im heiligest Lände. Destü WÜ sieht es hier unter diesen aus? W Mstirt Hirt Unter disM sogenannten Aschkenasiist gar keisti FörM dost einest Man lernt nur schnell die ^trä äb, öhtte die gsthMgtn darauf zu sehen/ - Ich aber, geböten D DstLißigticker im MeininMschen, weiß-

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