Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Journal
- Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Volume
- 18 (1854)
- Issue
- Heft 7 (13.2.1854)
- Date
- 1854-02-13
- Page
- Seite 87 (sequence 11)
- Language
- German
- Belongs to
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'87 Herodes etwas gegen meine Kssaben im Schilde? ist diemöglich? beim Throne Jah's, /spriH es' aüS^ schone mich nicht!..." .'v,-.;;:; ' „Beruhige Dich, Königin! ich habe/nichts, gehört, nichts gesehen -^ aber wenn Du es : wissen willst, so will - ich es aussprechen: ich halte mich überzeugt, daß der Weg, welchen HerodeS beschritten hat, nur damit enden kann, daßauch Du und Deine Söhne die Opfer seines 'Mißtrauens und seiner Herrschsucht werden müssen; ich ahne, ich glaube eS ...- - . Mariamne verhüllte' sich in ihre Schleier'; ein Schauer durchlief ihren Körper. Dann sprach sie: „Ist dies nur ein Werk Deiner Berechnung, su. hast-, Du die außerordentliche Liebe des Herodes zu mir, ach! diese schreckliche Liebe, außer Acht gelassen...." Schammai zückte.die Achseln: „Sicher Hab' ich diese Liebe nicht vergessen, denn sie dacht' ich mir als die Geißelfür Herodes, als die blutige Stachel in seiner Seite — aber hast Du noch nie gehört-daß in. vergifteter,Schale auch der Wein sich in Gift verwandelt? daß in dem. geifervollen Herzen die Liebe zur^ blinden, selbstmörderischen Eifersucht wird?.. Wieder schauerte Mariamne: >,Du bist ein schrecklicher Mann/..." .„Und weißt Du nicht, daß in HerodeS Palast Salome, -seine Schwester, weilt,. die Dir tödtlichen Haß geschworen? Weißt Du nicht, daß jenseits des Jordans Doris, die erste Gemahlin: des Herodes, die verstoßene, um Deinetwillen verschmähet, weilet'undjeden Deiner Athemzüge belauscht? Kennest Du jene junge sich windende Schlange nicht, den Sohn der Doris , den Anti- - pater, der Deine Söhne schon-jetzt mit dem Geifer seiner; List übe^ieht, um sie dereinst zu verschlingen? ... Ha, ich seh' es, ich seh' es... - Mariamne war auf den Divan gesunken- und ihr; Haupt war in ihre Hände vergraben. Nach langem Schweigen hob Je an: „So .bin ich denn rathloser als vorher,; waS soll ich beginnen? .. „Mariamne,^ hob der.Greis an, „es,ist so, wie ich: Dir sagte; ich^kannerst Mtlh.e.n, tpenn Du .selbst be-! rachen bist, wenn ein, ein , ein Entschluß Deine ganze - /Seele füllet, dann rufe mich , wieder, dann will ich Dir! rachen. /.. ' Ich gehe jetzt, aber ich weiß es, ich > komme' wieder — ach, es wird nicht allzulang währen — aber! ich will Dir schon .Heute eine Bürgschaft geben, daß Du ' mich rufen wirst und daß ich kommen tyerd.e- Mariamne,, zunächst kommt. Dein Mroßhüter- Hhrkan daran.-rb -- Mariamne sprang auf< „Eule,. Eule, waS krächzest Du! Der alte,.; ehrwürdige MreiS, der harnzlofe, der viele.Wobte, der unschädlicheo mein, Bater, .mein Vater..,, , Aber der Rabbi war-langst/verschwunden;: und.wanderte bereits den unterirdischen Gang zurück. 1 (Fortsetzung folgt.) . . An; eigen. -Oeffentliche Aufforderung. -- Zum 1.' Mai d. I. soll die Stelle-eines Lehrers., an der Schule der' hiesigen --Israelitischen - Gemeinde: definitiv besetzt werden. Mit dieser Stelle, ist. ein jährl. .Gehalt von 400 Thalern Preußisch, freie. Wohnung und Feuerung, so wie die Benutzung eines Gartens verbunden. Der Lehrer ist steuerftei, bei seiner Entlassung wegen Alters oder Schwachheit steht die Ertheilung einer Pension in Aussicht. Der Lehrer ist dagegen verpflichtet, dem. ihm zur Hülfe beizugebenden Präparanden unentgeltlich Logis und Beköstigung zu gebend. tt; •; Bewerber um diese Stelle haben ihre mit gehörigen Zeugnissen zu versehenden Gesuche binnen 4. Wochen portofrei an das. Unterzeichnete. Schnlcollegium einzusenden, Unter den Bewerbern werden drei dem Oberrabbiner in Altona zur Prüfung zugewiesen und können die nichtgewählten nach abgelegter Prüfung.. eine Reifevergütung von 5 bis 10 Thalern. Preußisch.gewärtigen. v. Friedrichstadt im Schulcollegio der Israelitischen Gemeinde den. 30. Januar 1854. / Namens des Schulcollegiums Brück, Stadtprasident. Die Stelle eines Predigers, Religiönslehrers, 'Vorbeters und- Schächters lin' hiesiger Gemeinde, welche jährlich; bei.steter Station,,...neben.den,Schä.chtgebühren, 100 — 130 Thlr. Preuß. Ht. fireS Gehast/einbringt, ist zum 28. April d. I.; vacant.; Hierauf Reflectirende wollen, sich persönlich oder in frankirten Briefen melden.beim/Hyvstand. der israelitischen > Gemeinde . , / , S. M. Jaeohson. Malchow in Mecklenburg, 1854. 1 * ■ - -—-i- 1 ry Die biellae RrliaionSlehrer-, Vorbeter-- und Schächterstelle wird mit dem 29.' April' d. I. vacant. ';'' '' Bewerber wollen in portofreien Briefen oder' persönlich -das.Weitere VerstagenMim Vorständeder israelitischen Gemeinde zu .; sp c n j f i n (SHecffen bürg * @c^n>erin)i