Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Journal
- Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Volume
- 18 (1854)
- Issue
- Heft 5 (30.1.1854)
- Date
- 1854-01-30
- Page
- Seite 59 (sequence 9)
- Language
- German
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59 fett können, -aß:'LdM ',des öffentlichen MirwotbverkastfMÄ^^MyDRHorm ist, die Herrn Bloch dio.H.a^^^^^^WÄejr macht. In Deutschland berufe/iGMich:Äf4)reL! Beispiele, die doch etwas sagenfwöllen/-.In Hamburg, trotz dem der fel-. BernayS einen Bann auf den T e m p e l zu. schleudern versuchte, gehören fortwährend Mitglieder der Tempelgemeinde zu Borstehern der Gemeinde und der in Gehalt stehende. Secretair der Gemeinde ist ebenfalls ein eiftiges Tempelmitglied — und Hamburg ist mindestens so orthodox wie London und gewiß dreimal so orthodox als Paris. In Prag besucht der greife Oberrabbiner Rappoport den Tempel, trotz dem eine Orgel in ihm steht. In Berlin ist nicht der geringste Versuch gemacht worden, die Mitglieder der Kesormgenoffenschast aus dem Gemeindeverbande zu stoßen, sie ihres Wahlrechts zu berauben und, wenn sie zu Gemeindeämtern gewählt werden, sie nicht zuzulaffen! Dies merke sich Herr Bloch, und glaube unö auf's Wort, daß man in Berlin, Hamburg, Prag so gut weiß, was jüdisch ist, als Herr Bloch und Sir Moses. — Im Uebrigen sei Herr Bloch gewiß, daß dies das erste und letzte Mal ist, daß ich ihm die Ehre anthue, seiner zu gedenken. Diese ganze englische Geschichte ist nichts Anderes, als: parturiunt montes etc. „es kreisen die Berge, hervor, kommt, eine MauS" — allein die Maus der Ercommunication muß todtgefchlagen werden, damit sie keine Ratte, keine Katze und keine Hyäne werde, die im Lager Israels umherschweift, um zu zerretßen! BelletristiMeS. - WLarViAMMe- Vre l etzt e H asm o näerin. Von Schragge^ I. (Fortsetzung.) Der Greis sah den Jüngling lange an-, schüttelte das Haupt und machte eine finstere Miene. . „Davon ein ander Mal," sprach er mürrisch. „Und was will Mariamne von mir?"? „Sie verlangt Deinen Rath. O, sie hat' blutige Thränen am Sqrge ihres Bruders geweint,, ihr, Herz ist zerrissen-, ihr Geist! wie zerrüMt, sts ist in nNe boMlöst Tiefe/ des; Schmerzes; berfunken da verlangt sie nach Dir./ .Duseiest.der einzige Starke in Vieser Zeit, der Gewaltige, Kräftiges an welchem sie sich aüftichtett könne, Du, der nicht nachgeben, nicht weichen will, der lieber nntergeht als huldigt, Du - sollstihre Stütze sein....ha! sie dürstet nach Rache, wie die MhenW Wüste nüchThau und Regen — Du sollst zu ihr kommen...." ' „Ich soll zu ihr kommen ja, setzt soll ich zu ihr kommen. Was soll ich da? Jetzt, wo nichts mehr zu retten ist, wo die Hasmonäer tobt, tobt, erloschen sind, daß man das Haus ihrer Gräber zumauern kann, jetzt fordert sie mich — als aber noch Rettung möglich war, als noch Kampf und Sieg möglich ward», da hat man, in blödem Schwanken, -nicht entschlössen zur Unterwerfung und nicht entschlossen zum Streit, da hat man mich fortgefandt, mich einen hirnverbrannten Schwärmer gescholten. Es ist eine schlimme Zeit, wenn die Vernünftigen nach den Schwärmern schicken. Es ist dann gewiß, daßdie Vernunft nicht mehr auSreicht, und daß keine Vernunft in dev Zeit ist.... Rache? Rache! Wäs ist mir Rache! „Du sollst Dich nicht rächen, "! befiehlt das göttliche Wort. Rache ist Kinderei, als ob nicht die Rache von selbst käme . - ohne Zuthun der schwachen Erdenkinder, die, indem sie sich rächen wollen, meist nur den Triumph ihrer Feinde befestigen. Warum ist Antipater groß geworden und Herodcs König? Weil die HaS* monäersich rächen wollten, statt sie zu bekämpfen. „Mein ist die Rache!" spricht der Herr. Nicht Rache — aber Verderben! Ja, Herodcs muß vernichtet werden, vernichtet werden, „nicht durch Kraft und nicht durch HeereSmacht, föndern durch den Geist," von innen heraus aufgerteben, entnervt, vernichtet werden!.... Und dazu will ich kSmMen, weil.Mariamne mich ruft, weil Mariamne es vermag. Ich komme, ich komme, nicht zur Rache, nein! zum Verderben des Jdumaers, damit all dies Gesindel Platz mache,'Und Juda werden könne, wie ehemals, als weder an HaSmonäer noch an Jdumäer zu denken war.... Komm, Isaak!" Längst war der Greis aufgesprungen. Er hatte sich schnei einen Reisemantel umgeworfen, einige Nahrungsmittel, einen Schlauch mit Wasser bereitet, -womit sich Isaak belud/ Sie traten hinaus in die Börhöhle, Isaak nahte sich der Oeffnüng, und bemerkte, daß dis Dämmerung/ bereits eingetretm. Die! Strickkoiter wurdeheduntevgelaffen- Isaak stieg zuerst hinab/; Dann kletterte er eiligst den Felsenpfad hinauft blicktesich! dort uM>,. und 5*