Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Journal
- Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Volume
- 18 (1854)
- Issue
- Heft 3 (16.1.1854)
- Date
- 1854-01-16
- Page
- [Seite] (sequence 1)
- Language
- German
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18. Jahrgang. Al lAsm eine '; m' JW 3 Ein unparteiisches Organ für alles jüdische Interesse. h Herausgegeben von : Rabbiner Dr. 'Ludwig PhtWpfon in Magdeburg. Leipzig, den 16. Januar 1854. Diese Zeitung erscheint wöchentlich einmal, Montags, und wird jährlich 78 Bogen in Quart incl. des Titels, Registers u.s.w. umfassen. "Ln-Gemäßheit des ^Zweckes-'derselben die a llgemeinste Verbreitung zu geben, ist der Preis äußerst niedrig: mit 3 Thlr.;für den Jahrgang; —, 1.Thlr, 15 Ngr. (l.Thlr. l2^gGr.) für sechs Monate— 22'/r Ngrr (18 gG.) für das Vierteljahr angesetzt worden. Alle Buchhandlungen, Postämter und Zeitungs-Speditionen nehmen Bestellungen an; der Hauptspedition für beide Letztere - hat sich die königl. sachs. Ieitungs-Expeditiön allhier unterzogen. V / I n h u l t. ... .'Vi j AeitendeL Ätrtikel: Die drei großen geschichtlichen Sätze.! Deutfch^läub: Hamburg. Preui4 ßen: Nackel. Desterr^Lchdcsch-ki^Kaisersta at: Wien. - >! Franckreichr. PdrtSi Italien: Piemont, Turin. Tür- ' ke i : .Konstantinopel. - Rußla nd: Riga. / Belletristisches: Mariamne. (Fortsetzung.) Correspondenz : Zur Geschichte der Juden Glogau's (Schluß.) r "" 1 ' \ . Leitender Artikel. Magdeburg, den 8. Januar. Die drei großen geschichtlichen Sätze. (Fortsetzung.) / Mit Plato und Aristoteles hatte die griechische 'Philosophie ihren Höhenpunkt erreicht, und obschon wir. auch im Weitern, eine Durcharbeitung der schon im ersten- Cyclus gegebenen- Normen des, Denkens' oder Phasen des -Philosophirens erhalten,'so geht es doch nach Jenen wicder-abwärts und Alles indioidualifirt sich. Schon die Nachfolger des Aristoteles, die Peripatetiker, vereinseitigten das System des Aristoteles. Strato aus Lampsakus z. B. hielt sich an den Satz des, Aristoteles fest, daß es keine , realen. Objecte außer der Sinncnwelt gebe, und identificirte deshalb; die Natur und Gott, setzte jene, also die Gesammtheit der finnlichwahrnehmbaren Dinge, an die Stelle Dieses, so daß die "Natur' zugleich die bildende Kraft sei, überhaupt nur physiküHche^ Kräfte vorhanden ^ien^ die Welt kein be- 'seelteSkWesenE). " .'V . , Zu derselben Zeit gründete Ep i ku r eine neue Schule, die aber wesentlich den Materialismus deö Demokrit zur Grundlage hatte. Der Eckstein seiner Philosophie war: das höchste Gut des Menschen ist das Vergnügen und die Entfernung des Schmerzes — ohne daß er dafür mehr als den Naturtrieb aller thierischen Wesen zum Beweise anführte* 2 3). Er verfeinerte freilich diesen Satz, indem er ein zwiefaches Vergnügen annahm, eines aus der Befriedigung des verlangenden Gemnthes (qdovr} & xiytjaeij, und eines des ruhigen, zufriedenen Gemüthes (qSoyif xaTaaTri(A.arixri), unb bern zweiten den Vorzug gab. Ihm hat daher die Tugend keinen Werth an sich ohne Rücksicht auf .ihre Folgen, sondern wie die Medicin wetzen der dadurch erlangten Gesundheit*). Sn der ganzen Richtung dieses Systems liegt es wie von selbst, daß Epikur *) Cic. de nat. Deor. 1, 11. Strato, qui omnem vim divinam in natura silam esse censet, quae causas gignendi, augendi, minuendi habeat, sed careat omni sensu ae figura. 2) Diog. Laert. X. §.137. 3) .SDflf. §. .138. dia tvjv xai rag apejag Öefv utptio&ai. ov Si avrug, Sanep trp» iarpixrjv äid vyikiav, . . :;