Mannheim
Compact Memory

Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1852-12-13 · Heft 51 (13.12.1852) · p. Seite 618

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
16 (1852)
Issue
Heft 51 (13.12.1852)
Date
1852-12-13
Page
Seite 618 (sequence 12)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
96% known words query
IRI
…/3224737-3225768-3225820--12824-3243025
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

1 entity mentions

618 damals in jenem Dorfhause ein Schlag durch das- Haus, und jener fürchterliche Riese stand vor uns in der Mitte der blauen und gelben Flamme, aber sein Antlitz war von Wuth entstellt. Mit Donnerstimme rief er: „Was beruft Ihr mich, da doch der Ring nicht richtig ist? Seht Ihr nicht, -wie die rechte untere Ecke des „Magen David" um ein Zehntel Linie nicht schließt? ... Verdammt!.. . und mit der linken Hand riß er meinem Schwiegervater den Ring ans den Händen, und mit der rechten schlug er mir auf den Kopf, daß mein Körper ineinanderfuhr und so klein ward, wie er jetzt ist. Dann war er verschwunden. Als ich zum Bewußtsein kam, war es ein trauriges Hochzeitsfest; mein Schwiegervater nahm mich und Hanne, die wahrscheinlich auch einen Streich von dem bösen Geist bekommen hatte, und warf uns zum Hause hinaus. Am andern Morgen hatte er sich mit all seinem Vermögen entfernt, und wir haben niemals wieder Etwas von ihm gehört. Mich störte dies nicht sehr, denn, ob ich anch klein blieb, nähre ich mich doch ganz gut, und ich liebe meine Hanne vor wie nach. Es ist seitdem eine geraume Zeit verflossen...." Die Geschichte des kleinen Michel verursachte bei mir viel Kopfschütteln, denn ich verstand Vieles nicht darin, ich hatte aber kein Recht, des kleinen guten Michels Aussage zu bezweifeln, und darum erzählte ich sie einfach und ohne philosophische Zusätze nach. Anzeige«. Ein israelitischer Lehrer, welcher eine Seminarbildung genossen und namentlich in den hebräischen Elementarfächern gründlichen Unterricht zu ertheilen versteht, kann mit dem 1. März k. I. an der hiesigen Gemeindeschule eine gute Anstellung erhalten. Bei sonst gleicher Qualifikation wird demjenigen der Vorzug eingeräumt, der einen Synagogenchor nach den Anforderungen der Gegenwart zu leiten befähigt ist. Bewerber wollen sich gefälligst unter Einsendung ihrer Zeugnisse in portofreien Briefen an den Unterzeichneten wenden. Krefeld, den 3. Dezember 1&52. Der Konfistorial-Oberrabiner, L. Bodenheimee. Cjr Die israelitische Gemeinde Hierselbst sucht zu Ostern 1853 einen Religionslehrer, welcher auch die Funktionen als Prediger, Vorbeier und Schächter zu verrichten hat, zu engagiren. Reflektirende wollen, sich an den Unterzeichneten Vorstand wenden. Malchin in Mecklenburg, den 14. Nov. 1852. Der Vorstand der israelitischen Gemeinde. M. Weil. M. Meyer. Ein israelitischer Lehrer, der bereits längere Zeit fungirt hat, und die besten Zeugnisse und Autorisationen zu öffentlichen Vorträgen, Trauungen, als ReligionSlehrer, Vorbeter und Schächter besttzt, wünscht zu Ostern k. I. eine andre, und'zwar dauernde Stelle. Adressen unter A..!§>. werden an den Redakt. d. Bl. Herrn Rabbiner Ifcr. Philippson in Magdeburg franko erbeten. Gesuch. Ein junger Mann von 23 Jahren, jüdischer Konfession, welcher bereits 4 Jahre außer seiner Lehrzeit theklS in Manufaktur- und Kolonialwaarengefchäften thatig war, eine gute Handschrift besitzt, dabei der englischen und französischen Sprache in etwas mächtig ist, sucht auf den 1. Januar 1853 oder auch früher eine Reiseftelle entweder in einem bedeutenden Kurzwaaren- oder Kolonialwaarengeschäft und sieht mehr auf gute und freund-, liche Behandlung als auf hohes Salär. Reflektirende belieben sich unter Cr. JüTo. IO. bei dem Redakt. d. Bl. Herrn Dr. Philippson in Magdeburg unter Bemerkung ihrer KonditionS gefälligst zu melden. In unserer Pensionsanfialt für Töchter jüdischen Glaubens finden junge Mädchen im Alter von 10—16 Jahren jederzeit freundliche Aufnahme,. resp. Unterrichtsertheilung in allen Schulgegenständen, in Sprachen und Musik. Auskunft über uns ertheilen auf Verlangen: Der Geh. Kommerz.-Rath Jak. Abr. Meyer, Bellevue-Str. 6a, Herr I. W. Meyer, Bellevue-Str. 8, der Schuldirektor A. Horwitz, Rofenstr. 12, und der Semknardirektor Diesterweg, Oranienburger-Str. 65 — so wie der Herr Rabb. vr. Philippson in Magdeburg. Berlin, Stralauerstr. 57. Wittwe F. Louis. ' Mathilde Louis, geprüfte Lehrerin. In Baumgärtners Buchhandlung zu Leipzig ist erschienen und durch alle Buchhandlungen zu beziehen: Kleiner Katechismus der israelitischen Religion. Von Dr. Ludwig Philippfon, Rabbiner. Preis 2*/2 Ngr. Gebunden: 3 Ngr. 8 Pf. Berichtigung. In meiner ersten Vorlesung No. 49, S. 582, Sp. 2, Z. 9 v. o. ist hinter der Zahl 1402,500,000 das Zeichen K ausgelassen. — S. 583, Sp. 2. Z. 3 v. u. heißt es: „58000 Firsterne", statt:,„5800 Firsterne". Dr. L. PH. Verlag von Baumgartners Buchhandlung in Leipzig. — Druck von I. B. Hirschfeld.

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.