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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1852-12-06 · Heft 50 (6.12.1852) · p. Seite 597

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
16 (1852)
Issue
Heft 50 (6.12.1852)
Date
1852-12-06
Page
Seite 597 (sequence 5)
Language
German
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de? Zweckmäßigkeit beherrscht , .-geordnet-, ^gestaltet» 'Die ^Schönheit, (das ist -der Gedankenmhalt der Form, -die Zweckmäßigkeit,- das ist der Gedankeninhalt des (Wesens und seiner Organisation. Schönheit und Zweckmäßigtekt sind die beiden (Manifestationen des Geistes, an und in allen Dingen, an und. in dem Stoffe, der die wahrnehmbare Unterlage der Dinge bildet. Ja, fragen wir nunmehr am Schlüsse unserer Betrachtung noch einmal.: was ist Stoff? Er ist nichts Anderes als nach allgemeinen Gesetzen in verschiedenen Maßen und in verschiedener.Dichtigkeit verschieden anr in and er ge f üg te., ad hä rir ende C l em e n:tara?t om e, so im Weltkörper, so um Mineral, in. der Pflanze, im Thier. Aber diese mehr «der minder zusammengeballten Elementaratome *) können nur zum Wesen, »velcher Art dies sei, werden, indem ihnen der Geist einen Gedankeninhalt der Form, -die Schönheit, und einen Gedankenknhalt des Wesens, dag ist der-Zweck, und der Organisation, daS ist die Zweckmäßigkeit, giebt. Und darum ist es, und, -troH allen Versuchen in alter und neuerer Zeit, bleibt es ein Unsinn, Stoff und Gedanke, Stoff und Geist zu .identifiziren, für Eines zzu halten. Nein! Diese Elementaratome ckönnen durch sich selbst weder einen Gedanken der Form, noch einen Gedanken des Wesens und der Organisation haben — sie müssen -ihn empfangen vom Geiste, vom, die Elementaratome nach seinen Gedanken ordnenden und ^gestaltenden.Geiste. Ja, m. H., die Natur spriä t zu Allen,-die vorurthrilslos an sie -herantrcten, in der -leuchtenden Sonne, wie im kleinsten Maaslicbchen,-Käfer oder Schneeflöckchen: die Schönheit meiner Form, der Zweck meines Wesens und-die Zweckmäßigkeit meiner Einrichtung sind die Gedanken des Geistes, der in allem Sein sich mankfestirt, unverkennbar, deutlich, sicher. Zeitungsriachrichte». Desterreichischer Kaiserstaat. PreHburg, Ende November. I. Ungarische Briefe. IV. Eben im Begriffe meinen vorigen Brief fortzusetzeri, empfange ich von Freundes Hand eine Mittheilung, welche ich Ihnen um so weniger *) Bekanntlich kennt die Chemie jetzt 53 Grundstoffe oder Elemente; aber insondcrs vier sind es, aus welchen die 'organischen ' Dinge bestehen: Stickstoff, Sauerstoff, Waffe rstoff (-und - (Kvhloustoff. voremthatten :zu dürfen glaube, als der 'Gegenstand derselben-seit einem Jahre in ziemlich werten Kreisen die lebhafteste Theilnahme erregte. Ein. Jahr und darüber ist es nämlich, seitdem der Vorstand der pesther Jsraelitengemeinde die Auflösung der dortigen Genossenschaft für Reform im Judenthume bei der hohen Regierung nachgesucht. -Vor Kurzem ist nun der definitive Ministerialerlaß in dieser Angelegenheit herabgelangt, .'und der Tempel der Genossenschaft ist seit vierzehn Tagen gesperrt. Das Aktenstück, in Folge dessen die Auflösung der Genossenschaft erfolgte, lautet.wörtlich wie .folgt: 15118. An das Bürgermeisteramt der königlichen Freistadt Pesth. . Mit hohem Erlasse des k. k. Ministeriums für Kultus und Unterricht ist Nachstehendes eröffnet worden. Da der Bestand der pesther Genossenschaft für die Reform im Judenthume.gesetzlicher Grundlagen entbehrt, und da os nicht zulässig ist, baß ein Theil einer gesetzlich bestehenden israelitischen Religionsgemeinde sich zur Durchführung beliebiger Reformen im Widerspruche mit der Gemeinde von derselben ausscheide, indem durch die Gestattung eines solchen Vorganges -die Aufrechthaltung jüdischer Kultusgemeinden unmöglich gemacht, und nur der Zersplitterung derselben in regellose Sekten der Weg gebahnt würde; so ist die besagte Refvrmgenoffenschast aufzulösen , und ihre Mitglieder find noch fernerhin als Glieder der pesther israelitischen Kultusgemeinde zu behandeln. Hierdurch erledigt sich die Ministerialberufung des Vorstandes der genannten Reformgenossenschuft und ihres Predigers Einhorn gegen die von dem pesther Magistrate auf.der Grundlage einer Statthaltereiverordnung angeordnete -Abgabe der bisher von ihr geführten GeburtS-, TrauungS- und Sterbematrikeln an die pesther israelitische Kultusgemeinde, und gegen das daran gerichtete Verbot, weiterhin Trauungen oder Aufgebote in -ihrem Bethause verrichten zu. lassen; so wie das Ministerialgesuch der israelitischen Kultusgemeinde in Pesth.und ihres geistlichen Vorstandes,' des Oberrabbiners Schwab, um Auflösung der besagten Reformgenossenschaft und Sperrung ihres Tempels. Wovon dieses Bürgermeisteramt zu Folge hoher k. k. Statthaltereiverordnung vom 20. Oktober l. I. Z. 20347 mit dem Bemerken verständiget wird, hiernach zum Vollzug dieses hohen Erlasses das..Erforderliche einzuleiten. Pesth, am

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