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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1852-11-01 · Heft 45 (1.11.1852) · p. Seite 543

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
16 (1852)
Issue
Heft 45 (1.11.1852)
Date
1852-11-01
Page
Seite 543 (sequence 11)
Language
German
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Fristverlängerung zum Einreichen ihrer Bemerkungen zu erlangen, hat . die Konstituante in ihrer Sitzung vom 13. Mai d. I. Geschloffen, eine Verlängerung bis zum 1. September d.,I. zu gestatten; woher nun zu erwarten ist, daß binnen Kurzem die Konstituante wieder zusammentreten wird, um. ihren Auftrag zu. beendigen A.... ■■-■V'. '' Ho PP statten. . Verhätlttlsse der Zsraeliteft im Furstenthum BirkenfeLd. Da die A. Z. d. I. bislang Meines Wissens noch keinen Bericht über die Zustände unserer Glaubensgenossen im hiesigen Fürstenthume lieferte, so beehre ich mich im Folgenden, dessen theilweisen 3nhalt ich freilich bereits schon früher einem andern Blatte einverleiben ließ, diese Lücke auszufüllen. Bevor ich jedoch . ») über dir bürgerlichen und sozialen Verhältn!sse derselben in der Gegenwärt einige Notizen gebe, erlauben, Sie mir, zuerst einige mit vieler Mühe ge-. sammelte Bemerkungen über die frü h e r e n Israeliten dieses Ländchens niederzulegen. Die Einwohner des gedachten Fürstenthums gehorchten vor der Okkupation, (im Jahre 1792) sieben verschiedenen Regierungen. Die Aemter. Birken sei d; sin welchem 'jetzt 263), Oberst ein (wo 100) urkd felde n'"(wö 'gegenwärtig Zf6 Men find, also ln den drei Aemtetn zusammen 679), in welchen sich Jsräeliteü' niederließen, gehörten früher deck markgräflich badisch,, den herzoglich zw eihrückischeu Herrschern und Pen. gemeinschaftlichen Regierungen von-Limhurg- Stirum und Chur-Trier an. Die markgräflich badische Regierung gestattete den Juden bis zu Ende des 17ten2ahrhunderts ke ine Aufnahme. . Unter der Regierung des ^zweibkückifchen Haüfts "waren zwar Juden' geduldet aber ein von'ihnen zu zahlendes beträchtliches Schutzgrld war landesherrliches Regal und' fremde Juden hatten Leibzoll zu. entrichten.. Ünter der Regierung von Limburg- Stirum und Chur-Trier, welchen die Juden zu Oberstein und Jdar^ üNterthan wären, waren nur Einzelne uüd zwar gegen schweres Schützgeld geduldet." Da" vön einem Debiete in's andere ein bedeutender Leibzoll zu verabreichen war,; diese GebietStheile abep fthr klein waren^. so mußten die Judenin einem-Tage^nrehrnralS. diese drückende Ab-. gäbe entrichten»Md'' eS'4rzählew-bk1agK:Männerdaß der größte Theil 'der Israeliten fast die ganze Woche, vom eignen Hause entfernt, m it Brod und Wässer vorlieb na hinten und nehmen mußten, um . die schweren Geldforderungm zu erschwingen. Auch das christliche Volk verhöhnte Und dkückteHA wie überall, sehr, und soll besonders hier daS „Jud mach inores" beliebt gewesen sein/ Unter der französischen Herrschaft (von 1792—1814) fiel jedoch dies balb weg, Napoleon) der für die Juden zu früh geschiedene Napolieon endete auch in diesem Lande ohne Ständekammer ünd langwierige Verhandlungen daS traurige und drückende Aöoh dxr Juden. Eim Gesetz vom 17. März 1808 regelte die Ausübung deS jüdischen Kultus. Nach diesem war Trier die Konststorialsynagoge für die Israeliten deS SaardepartementS, welchem auch das Fürstenthum Birkenfeld 'einverleibt wurde. Im Uebrigen waren hier jedoch noch manche drückende Ausnahmsgesetze geltend. Die Wirksamkeit dieses Dekretes sollte sich nur auf zehn Jähre erstrecken. Nach Ablauf dieser. Zeit wurde ihm dann auch von der gegenwärtigem humanen Regierung die verbindliche Kraft entäußert. Während noch in der benachbarten ckönigl. preußischen Rheinprovinz die betreffende Verfügung -des^f. g.'Moralitätspatents für geschäftstreibende Israeliten erst vor einigen Jahren aufgehoben wurde und das in der baierischen Pfalz bis 1850 in Kraft bestand, wurde dasselbe hierorts schon im Jahre 1818 außer Geltung gebracht und den Juden überhaupt völlige Gleichstellung mit den ..Christen gewährt. ..... , (Schluß folgt.) Un zeig e«♦ Die Stelle eines Lehrers, det, zugleich Schächter und VotsäNg^ An' Chor leiten und' Vorträge halten kann, ist in SaarloüiS den 1. Jünuar 1853 zu besetzen..Das Gehalt ist 250 Thlr. fit. Bewerber wollen sich unter frankirrer Einschickung' ihrer Zeugnisse an den israelitischen Vorstand daselbst in Bälde melden. . . - - . Ich suche einen unverheiratheten..jüdischen -? Schächter und Religiönsjehrer; derselbe muß mit . guten, Zeugnissen versehen sein,'und kann söfort eintr'eteü.' Die Bedingungen können durch portofreie Briefe in Erfahrung gebracht wttdrii bei Pineus Abraham. Bärwatde-(PommAn). , . .. —Die Synagogengemeinde zu B r e m ke bei G ött in g e n wünschtuüuftr riächsto uOfterir-eiittn Lehrer zu engagiren,

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