Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Journal
- Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Volume
- 16 (1852)
- Issue
- Heft 44 (25.10.1852)
- Date
- 1852-10-25
- Page
- [Seite] (sequence 1)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 94% known words query
- IRI
…/3224737-3225768-3225813--12720-3242914- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
xvi. Jahrgang. Allg e m eine No. 44 - ' , Ein unparteiisches Organ für alles jüdische Interesse: Redakti o.n: ... - - Ur. Ludwig Philippson. I»r. D. Meyer. Rabbiner zu Magdeburg. u 4,^ ve-ra-n t»v örtlich er Redakteur. . Leipzig, den 25. Oktober 1852. Diese Zeitung erscheint wöchentlich einmal, Mon-tags, und wird jährlich 78 Bogen in Quart inkl. des Titels, Registers u. s. w. umfassen. ...In Gemäßheit des Zweckes b erLelb»en di e allgemeinste Verbreitung zu g eben, ist der Preis äußerst niedrig; mit 3 Thlr. für den Jahrgang; — 1 Thlr. 15 Ngr. (1 Thlr. 12 gGr.) für sechs Monate — 22'/, Ngr. (18 gGr.) für das Vierteljahr angefetzt worden. Alle Buchhandlungen-- Postäniler und Zeitüngs-Erpepitionen nehmen Bestellungen an; der Hauptspedition für beide Letztere ... hat sich die königl. sachs. Zeitungs-Expedition: allhiev unterzogen. ' '^ : I N h a l t. ' Leitende Artikel: Die jüdischeSchule. Hl. — Die Auf- Hebung der. bürgerlichen Gleichstellung in Frankfurt ä. M. Zeitungsnachrichtenr Deutschland: Frankftirt a. M., Frankfurt a. M., Frankfurt a. M., Dresden, Leipzig, Weimar, Emden. Oeste r r eichi sch er St ai s er st a a t: > Wien. Preußen: Berlin. Frankreich: Paris. Nordamerika: Philadelphia. Liturgisches: Einige Lieder aus der Synagoge zu Magdeburg. Literarische Nachrichten: Magdeburg. Korrespondenz: Maastricht. Die jüdische Kirchenverfäffung in den Niederlanden (Fortsetzung). Leitende Artikel. Magdeburg, 14. Oktober. Die jüdische Schule. III. An die Schulvorstände, Schülkommissionen n. dgl. Es ist eine alte Erfahrung, daß die Nachkommen Juda's leicht zu begeistern, leicht zu entstammen find, daß sie in diesem Seelenzustande große Opfer zu bringen, große Mühen zu übernehmen wol.vermögen—'aber eS hat sich nicht minder tausendfach bewährt,, daß. eS unseren..Glau-! bensgenossen an Ausdauer,. Konsequenz gebricht, am,. Be--! Hagen an jener stillen, aber unveränderten Bemühungum einen Gegknstaud, die Jahre und Jahre lang nicht müde wird, weil sie des SegenS der That an sich.und des-Erfolges in der, Folge siche: ist. Unh.dqS istsehr schade. — denn wenn von Einem daS Wort Hiobs gilt : wann, „die sich Trümmer bauen", so gilt's vom; Enthusiasmus, der riesenhaft baut, aber bald daS Baü-! werk unvollendet und unverwahrt dem Zerfallen überläßt; dermit außerordentlicher Energie beginnt, aber um so , schneller, st: verliert.. Und wiederum, wenn ObigeS sich in irgend einer An-! gelegenheit bewahrheitet hat, so insonders oft genug im? jüdischen Schulwesen. Welche Energie, welche Hingebung - und Anstrengung, sobald eS gilt, eine Schule zu grün-! den; und wie selten, namentlich wenn keine Opposition \ da ist, das unermüdliche Streben, sie zu erhalten und? fort und fort zu bilden. Und doch müssen wir als ein j Ariom aufstellen: I jede. Schule ohne beständige Beaufsichtigung must in Verfall-gerathen, keine - Schule, . und sei sie vom geringsten Um« fa n g e, k a n n : de r b e st ä n di g e n Be aufs icht i« gung entbehren. Wir möchten die Richtigkeit dieses Satzes bis auf den -Privatunterricht erstrecken. Warum? fragt inan vielleicht. Warum sollte es nicht genügen, gute und gewissenhafte Lehrer anzustellen? werden diese nicht von selbst ihre Pflicht zu thun sich ange- - trieben fühlen?' warum soll man' sich nichts auf sie ver-' lassen-können? Werden, fügt man wol hinzu, Schuldor» stänhe, Schulkommifsionen,- deren Mitglieder doch in der Regel daS Schulfach-wenig- oder doch nicht wie die gewiegtest Lehrer, selbst verstehen, einen nützlichen Einfluß