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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1852-10-11 · Heft 42 (11.10.1852) · p. Seite 507

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
16 (1852)
Issue
Heft 42 (11.10.1852)
Date
1852-10-11
Page
Seite 507 (sequence 11)
Language
German
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507 schrift vom 31. Mai v. % No. 673 mir ihre Ansichten, auf welche Weise ein Reglement für die gänzliche Organisation der niederländisch-israelitischen Kirchenverwaltung in Uebereinstimmung mit den Erfordernissen der gegenwärtigen Zeit und denen der Kirchengenossenschaft selbst, mitgetheilt. Besagte Hauptkommission theilt mit mir die Ueberzeugung, daß die gegenwärtigen grundgesetzlichen Prinzipien, und mehr noch die Richtung, welche der Zeitgeist zur Ausübung derselben zur Aufgabe gestellt hat, nicht gestatten, daß die israelitische Kirchengenoffenschaft länger auf dem Standpunkte bleibe, worauf dieselbe dem Staate gegenüber bis jetzt gestanden hat. Hingegen wird erfordert, daß die Institution ihrer Verwaltung, fowol in Betreff der gesummten Kirchengenossenschaft, als auch selbst in den besonderen Gemeinden, woraus als ein Ganzes sie sich gebildet hat, und in ihrer Beziehung zu der Regierung eine merkliche Veränderung erfordere. Vor Allem müßte ein vollständiges allgemeines Reglement für die kirchliche Verwaltung der israelitischen Gemeinden in diesem Sinne zu Stande gebracht werden, jedoch mit Vorbehalt, die Befugniffe jeder einzelnen besonder» Gemeinde bei Festsetzung des Reglements nicht zu beschränken, so wie auch ihre Vorschriften in Betreff ihrer häuShälterischen Verwaltung, übereinstimmend mit ihren besonderen Verhältnissen nicht außer Acht zu lassen, und diese so zu ordnen, wie für nöthkg und nützlich erachtet werden kann. Dieses Reglement sollte >von der Kirche selbst auSgehen, und zu Erreichung desselben wäre erforderlich, eine Kommission zusammenzurufen, in der daS gesetzliche Organ der Kirchengenoffenschaft geachtet werden könnte. Zur Errichtung einer solchen Kommission, deren Auftrag eS fein soll, in dieser wichtigen Sache für das Heil und Wohl der niederländisch-israelitischen Kirche zu wirken, darf ich mir wol schmeicheln, daß alle Kirchenverwaltungen^mit großer Sorge und Belangstellung'Mitwirken w'E" mögen, während ich von meiner Seite in Betreff dtAs Gegenstandes keine Vorschriften ausgehen zu lassen wünsche, wol aber meine Ansichten und meinen Rath bereitwillig dazu ertheilen werde. Um dieses zu wünschende Ziel erreichen zu können, meine ich^den resp. israelitischen Kirchenvorständen bemerken zu müssen: 1) Daß das Organ der Kkrchengenoffenschaft, welches mit oben gemeldetem Geschäft beauftragt werden sollte, nach meiner Ueberzeugung auf eine gesetzliche Weise in einem Körper anwesend sein soll, bestehend theils aus Abgeordneten ans den großen Kkrchenräthen der Hauptsynagogen, theils aus Gewählten durch diejenigen, welche auf Grund der bestehenden Verordnungen als Mitglieder der israelitischen Kirchengenoffenschaft erachtet werden können. 2) Daß eS mir. rathsam scheint, die besagte. Versammlung im Haag zusammenkommen zu lassen, wo ich mich in der Gelegenheit befinde, daS dazu erforderliche Lokal durch die Regierung selbst zur Verfügung zu stellen , und dem Laufe der Berathungen folgen zu können. 3) Daß diese Versammlung bestehen möge auS fünfundzwanzig Mitgliedern, und zwar zwölf davon durch die großen Kirchenräthe aus ihrer Mitte zu wählen, jedoch zwei Mitglieder durch den niederländischisraelitischen Kirchenrath zu Amsterdam, wegen der dortigen überwiegenden Zahl der israelitischen Bevölkerung, und ein Mitglied auS jedem der übrigen Kirchenräthe, oder, wo diese nicht bestehen, auS jedem der Kirchenvorstände der niederländisch-israelitischen Hauptsynagogen. (Fortsetzung folgt.) A n z e i g e it. Das israelitische Pensionat von N. Frank in Düsseldorf, im schönsten und gesündesten Stadttheile, empfiehlt sich zur Aufnahme von Zöglingen, mit der Versicherung, denselben die sorgfältigste Pflege, Erziehung und Ausbildung angedeihen zu lassen. Der Prospektus ist direkt oder durch den Redakteur d. Bl. Herrn vr. Philippson in Magdeburg zu beziehen. Ein tüchtiger KommiS mosaischen Glaubens findet sofort Stellung in der Modewaarenhandlung von M. S. Atathan in Magdeburg. In meinem Eisenwaaren-, Lein- und Kleesamengeschäft suche alsbald einen jungen Mann zu engagiren, der hauptsächlich mit Buchhaltung vertraut ist. Hierauf Reflektirende wollen sich franko an mich wenden. Niedermeißer bei Hofgeismar, im Oft. 1852, Meyer K. Roseuthal. Salzwedel. npNLN 'p *-irvp ‘löfi nVvaÄ. Am 1. September d. I. trat hier ein WohlthätigkeitSverein in'S Leben, welcher sich die edle Aufgabe gesetzt, hiesigen armen jüdischen Familienvätern, wie auch bedürftigen auS-

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