Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Journal
- Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Volume
- 16 (1852)
- Issue
- Heft 39 (20.9.1852)
- Date
- 1852-09-20
- Page
- [Seite] (sequence 1)
- Language
- German
- Belongs to
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unparteiisches Organ für alles jüdische Interesse, Allg V'M eine No. XVI. Jahrgang. R ed ak t l o n: " . »r. Ludwig Philippfon, Dr. SS. Meyer, Rabbi n e r zu Magdebürg. . .. . v erantwortlich er 'Re'ö'akteur. Leipzig', den 20^ September 1852.. Diese Zeitung erscheint.wöchentlich einmal, Montags, undlwird jährlich?« Vogen in Quart inkl. desTi1el6,,Registers-u.,s.w. umfassen. In Gemäßheit des-Zweckesderselb en di« allgemeinste Verbreitung z u geben, ist der ^)reis ausser st niedrig'; mit 3 Thlr. für den Jahrgang; — 1 Thlr. 15 Ngr. (1 Thlr. 12 gTL);Or sechs : Monates 22'/r^Ngr. (18 gGr.)-für das Vierteljahr angesetzt Görden. Alle Buchhandlungen, Postämter und Zeitungs-Expeditionen nehmen Bestellungen an;.der Hauptspedition für beide Letztere hat sich die königl. sächs. Zeitungs-Expedition ällhier unterzogen. ... A n h a l t. LeiOender rÄÄLkEr' Von^Ler'Seele/(Fvrtsetzüng).' Zeitungsnachrichten: Oesterreichischer K.ais.eMa at: ' .Wien, Lernbr.rg/ Lemberg,. Preßburg.' P.reuß'en:"Berlin, 'aus der/Provinz Posen', Äschersleben.. Deutschland: '/Detmold, Hamburg.' Großbr.itanien: London. Rußland: Kalisch. Marokko: Hamburg. Leitender Artikel. .M a g d eL ur g, 13. S ept ember. ' Von der Seele.. (Materialien. Fortsetzung aus No. 28. 30. 36.), rWir kommen zu der letzten Abhandlung 'aus:/ der /gedachten! Sammlung, wir. höreg,P u r k i wj ediesen, geistreichen Naturforscher-- über ^Wachen,. Schlaf,? Traum und verwandte-, Zustände: (Dd. 111. Abth? 2..S..412—480). Seine Ansichten gehen/ auö. folgendem Passus? hervor:-'! /Wenn wir auS einem gefunden/ 'tiefen, ^raumlofen Schlafe nach 6 - bis 7 Stünden erwacht sind- und auf das indeß /verflossene" Zeitmaß' resiektir<n / 'sso finden - wir \ -baß für unS' in'biefem/ Schläft' ^gar - keine - Zeit verflo ssen ist/ daß sich jene ganze Zeitlängefast "- auf eineneinzigen Moment reduziren-lasse-,- der, -insofern-er 'zwifcheü anderen Zeitmomenten des-Wachens eingeschlossen' ist - -allerdings auch» der von --unserkennbaren objektiven Zeit angehörtin seiner- Nachbarschaft' mit^änddren ^eHußtlosM Momenten im tiefen "Schlafe unserm Wissen ganz entzogen ist. Ebenso entgeht uns im Zustande des Schlafes alle Anschauung des'Raumes, so wie jede Spur des Welt- und Selbstbewußtfein/ welches letztere erst beim Erwachen, oft nicht ohne Schwierigkeit, durch Anknüpfung an/die Erinnerungen des'frühem Tages wiedergefunden wird^ Man denke sich diesen Zustand der'Bewußtlosigkeit länger andauernd, Tage/' Wochen,' Monate (wie bei Lethargischen) und so fort ln unbestimmte Zeit hinein, und aus diesem ein^möglicheS Erwachen, : so würde bei diesem beiläufig dasselbe erfolgen; was nach' einer einzigen Nacht-tiefen Schlafes. Die so -verschlafene, noch 'so länge Zeit,' hätte nur das^Maß eines Augenblickes.' Man könnte somit sagen: Die Seele'zieht sich während jeder/'ob langen öder kurzen Schlafepoche/ 'in die Ewigkeit ihres'' Wesens,in einen zeit- und raumlöfen 'Zustand zurück/ und -.gkebt für sich ihre durch' Sinnlichkeit' bedingte SelLsterscheinüng. auf,' ohne jedoch die Beziehung zum materiellen Dasein völlig abzubrechen, die sie 'vielmehr'in Erhöhter Wechftlwkrkung mit dem "Erwachest wieder" aufnimtstt, indem die sich Mährend' des ^Schlafs forterhaltende organische Individualität des Leibes alle Bedingungen "der innerst Beziehung und Erneuerung in ununterbrochener Identität zu bewähren sticht 'aufgehört hat. "Beim Tode bietet' sich uns scheinbar nut die''eine Seite dieser Vorgänge/dar? Die Seele zieht sich in ^dle Ewigkeit ihres Wesens zurück/ für sie geht das Bewußtsein, die' Anschauung'"von Räum und Zeit mit' ihrem sinnlichen Inhalt verlörest? Dagegen,/ so scheint' eS, wirddie lebendige ^Beziehung zu - der bisherigen orgasti-