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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1852-07-19 · Heft 30 (19.7.1852) · p. Seite 359

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
16 (1852)
Issue
Heft 30 (19.7.1852)
Date
1852-07-19
Page
Seite 359 (sequence 11)
Language
German
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38S Schön 1^lEtter7Äütur,--Wner^KrfinVuyg .Pracht, - - .Auf die Fluren , zerstreut, -schöner ein frohiGestcht, Das » den'großen Gedanken " " . Deiner Schöpfung ^och "einmal'denkt. Von'deS schimmernden See's Traübengestäden her Oder'flohest du schon wieder zum Himmel aüf> Komm, in.rpthendem Strahle, Aus dem,Flügel der Äbendluft! Komm -und'lehre miin^ Lied jugendlich heiter sein, 'Süße'Freüde, wie du!" gleich dem'Hseelteren "" Schnellen - Jauchzen-dr-' IünMin-gS r 2? > £ Sanft, der fühlenden Fanny gleich! -.. Sollte nichts auch,^ meinte>die Paronin, L„die Verschiedenheit' der "Re ligi 0 n in den verschiedenen"Ländern, im Süden und Norden, die Verschiedenheit' des 5Lebens, des Volkscharakters,: also auch der'Lebensanschauung und 'der Dichtung bedingen?" . -,. „Oder, sollte vielmehr," sagte. Herr, von RühSdorf, auch der besondere- Charakter der.Religion von -derdaS: .'Volk;.umgebendem Naturi abhängen?: -Vergleichet -die Mb» geschloffenhekt /dds' Juden mit 'seiner-arabischen Wüste/ in der seine Religion entstanden ,' die Pracht' und Inbrunst der "kathölischen^Kirche ^mkt der" reichen unduppigen Na« - "tür des Südens', den .grübelnden und kritistrendenPro-. testantismus mit der kalten Natur des Nordens, die den. Menschen den..größten^Theil des- .Jahres in'^ Innere sei-« neS Hauses'zürü'chscheucht und'dört^zurnckhält." Ich.griff.jetzt in. die Tasche. - Albert,.»Dein^'Wunsch: .kann'Dir. gewährt werden,-. wenn eS. die.Herrschaften erlauben." Siewären Alle sehr vergnügt, als ich'meine Flöte' zeigte,' dieich vor der Abreise 'zu mir* gesteckt 1 Die - Kinder und das /Fräulein ,besonders förderten'mich^lebhaft auf,7zu blasen. .. .. . - ' „Ich kann Ihnen, meine.Gnädige," sagte ich zum> Fräulein von Salting.. „nicht-: die Gondoliersvon Venei.dig ersetzen, so wenig wie' unser See die Lagunen,"daher müssen Sieentschuldigen." - .'j * 4 Sie schien daö für Ironie zu halten, was eswirklich: .nicht''war. Wie sollte.ich'eS wagen,: einem' so fein gebildeten-, wir eS scheint tief, fühlenden, vornehmen Mädchen mit 'Ironie entgegenzukomnienund ihrer Herablassung Hurch^grobe-und. .ungeschlachte..Manier^zu lohnen!. . Auch, war mein ganzeS-JnnreS 'weit^.davon,. auch nur einem Zug von Ironie zu hegen/.. Hch, , meineMeele war durch die Schörcheit der Natur, durch die.Freundlichkeit, der Menschen,- die michausgenommen und an ihrem Freuden Theil nehmen ließen-' durch daS Gespräch - welches , wenn-auch nur/oberflächlich und abgebrochen, die mir heiligsten und wichtigsten Gegenstände berührte, feierlich gestimmt. Als ich des Fräuleins beleidigte" Mienebemerkte und sie mir etwas spöttisch gesagt hätte :„Glauben Sie, daß ich nicht auch Verschiedenheit des OrteS und der Personen zu'würdigen weiß und ihren Marakter und, ihren..Gehaltzu ,unterscheiden?" erwiderte.ich schnell: „Gewiß.werden--Sie daö - dafür bürgt der Reichthum- Ihres eigwen Geistes.^ Der' Oberst lächelte und beschäftigte sich mit seiner Dose, Herr von Rühsdorf ließ sich mit seiner Schwester in ein -stilles Gesprächein, Anna. schmiegte sich an, meine, gnädige Frau, in deren seelenvolles Auge ich.nur mit/ wahrer Andacht sehen kann — ach, sie ist. ein Engel v0ll!Milde — Albert setzte*stch auf eine kleine Bank an meine Seite und-ffah: vergnügt zn mir Hinauf, rdaS; schöne Gesicht ElisenS von Salting würde-iwieder freundlich und sie sah ruhig und-still-nachdenkend vor^.sich-hin,; ich^aber,..Karl, cklies .d.ie Variation von Reinhards die Dir. vor zwerIahren must dem Schneekopf: so sehr/rgesallen. hat,üich .glaubte, Du stffnh>st'chei/-°mir;2Mr>fehemMer'-d'ie'ganz^''.-rvei'te-G'egend wiedain,als) wie'die Sonne äü/ging und die grünen Nadeln der. huhen Fichten vergoldete, wie -der 'Gießbuch sich herniederstürzte zwischen den Felsen und-seinensSchaum zum Himmel« spritzte, avje-.D,rtzWix-, -rnachher/.in die. jllrme sankst und unsere jugendlichen Herzen in Freundschaft er-, .glühMh -v^Marl,.Mvn^shgMbsits ich gut und mein ^Spiel^schien^Beifall.zu^ernten. w __ So kam^> Mitternacht heran, tvir-stießen; wieder an's 'Ufer und ich gegleitete Elisen''durch' -den Park/'-'Mir-unterhielten' unsvon' Musik, 'sie spielt sehr fertig --i^aS/Klavier und versprach, . mit mir 'ein Duo für "dasselbe, und Flöte einzuüben. - Schou Lrauete der Morgen 'wieder im Osten, der Vögel Sang 'begann * inr dem Gebüsche, das Fräulein frug mich, ob ich schon Bekanntschaften'in" der .Gegend gemacht hätte,, ichl erzählteihr von ^LindbergS; / doch -darüber Dir das. nächste Mal.,,;Leb wohl, Hexzen-- ' freund. --Dein Franz.': (Fortsetzung folgt.) - ,

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