Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Journal
- Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Volume
- 16 (1852)
- Issue
- Heft 30 (19.7.1852)
- Date
- 1852-07-19
- Page
- [Seite] (sequence 1)
- Language
- German
- Belongs to
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xvi. Jahrgang. Allg e m eine No. 30. '■ ' , Ein unpärteiisches Orßan für alles jüdische Interesse. ’ Redaftio n - - Vr. Ludwig Philippson, Dr. V: Meyer, Rabbiner zu Magdebürg. verantwortlicher Redakteur» ' Leipzig, den 19. Juli 1852. Diese Zeitung erscheint wöchentlich einmal, Montags, und wird jährlich 78 Bogen in Quart inkl. des Titels, Registers u.s. w. umfassen. In Gemäßheit-des Zweckes derselben die allgemeinste Verbreitung zu geben, ist der Preis äußerst niedrig» mit 3 Thlr. für den Jahrgang; —7 1 Thlr. 15 Ngr. fl Thlr, 12 gGr.) für se.chs Monate —> 22'/r Ngr. (1.8 gGr.) für das Vierteljahr angesetzt worden. Alle Buchhandlungen, Postämter und Zeitungs-Expeditionen nehmen Bestellungen an; der Hauptspedition für beide Letztere - . - hat sich die königl. sachs. Zeitungs-Expedition aUhier unterzogen. ' I n ha l t. Leiteitde Artikel: Achte vor Allem - Dich selbst, Jude! — Die Männer der „Kreuzzeitung" und die Juden im Staates — Reden wider den Unglauben (Fortsetzung). Zeitungsnachrichten: De u t s ch l and: Frankfurt am Main, Gießen, aizs Baiern. Oesterreichifch er Kaiserstrat: Pesth, Prag, Wien. Preußen: Berlin. Die Nieder- - lande: Haag. Großbritanien: London, London. Belletristisch es : Der' unbekannte Rabbi. - Eine Novelle. i... (Fortsetzung.) - ,-v; ' / Leitende Artikel. FrastzenSbad, 7. Juli. Achte vor Allem Dich selbst, Jude! Ihr müßt, e s zu etwas mehr bring en, ihr Söhne -Ju.da's, als zum bloßen Beharren in Eu r er Religi ona l s b lv)ß en S i ch--G e fallen-Lassen in ihr geb oren zu sein! : Euer Selbstbewußtsein muß-steigen,, und indem Ihr Euch wiederdie Abkömmlinge jenes! aljen- Stammes fühlet,' welches den Glauben getragen hatdurch -die-Welt--: ohne davonzu leben) wie .Priester,: undohne Macht Ästd Herrschaftdarin zu findenwie Priester,, könnet Ihr j e tz t noch das menscheügeschlechtliche Bewußtsein chstr^ufügenj - dies nicht -AoS für Euch zu thun , sondern zugllich .als den- Beruf) der Euch,für'-die^Mssnschheit'geworden:: " HabttJhr es so weit gebracht/ daß Ihr Euch wieder steifet muß;Eum' Eigenschaftals /Israeliten,r so werdet Ihr auch in der Achtung der Welt steigen. Ihr könnet fest davon überzeugt sein. Ich sah einst einen Einzelnen, der, so er Furcht und Feigheit und Mißtrauen in si^ selbst gezeigt 'hätte, vom großen Häufen gesteinigt worden wäre, und wenn er mit blutigen Thronen um SchoNuNg gebeten hätte , durch Polze -Festigkeit/ durch sichres ' Selbstvertrauen eine Pöbelmaffe in Zaum halten, bis sie sich verlief. Und so ist es mit allen Menschen. Der Jude, der sich ängstlich als solcher zu verrathen fürchtet, und gar zu gern für etwaK.AnhrreS-.4ygeM«nMelden möchte, der wird verachtet, man will ihn nicht, und verachtet ihy.»zugleich. Der' Jude,''d er',' bei noblem Anstayd un.d'Betragen, niemals'siine/Religlön sind Abstammung verleugnet, sondern, immer bescheiden, doch''zu erkennen giebt> daß er damit zufrieden' ist und sich ihrer 'freut,. d er gewinnt Allen Achtung ab; 'Es kann sein, daß man ihn dennoch nicht will, 'aber! jedenfalls ächtetmast ihn/ und - dies führt zuletzt doch zu einem leidlichen Verständniß. - " - '' > Wohldem Menschen, der in seines 'Herzens Gründe einen Gegenstand des EnthüstäSütus,' der Begeisterung mit sich dstrch das Leben trägt; - Ich -sah Greise erglühest in demGötteHgedastken deSJüdenthünis und "m-derFötschÜnK»'cheF-SchEt'^hr AvgWieuWeck-wie''einM9üMistg^ während: die ZünAlinM ten Lächeln -der Leügnung/'Mitl demleeren/-nichti^stHe^ zen, darrst auch ein ^oftherrscht/'der-GZtze^ det Gelbstä sucht. - Aber- 'das rächd sich. - Studire stur die gänz/'Welt; Natur/ Kunst/ Geschichte-, ist^solchenr Geiste ^^stber'die Weihe fehlt Dir-uMM Wirst vergebens maHHdüi'sÄW