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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1852-07-12 · Heft 29 (12.7.1852) · p. Seite 348

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
16 (1852)
Issue
Heft 29 (12.7.1852)
Date
1852-07-12
Page
Seite 348 (sequence 12)
Language
German
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Malbin über Stößel und dessen li-iN; : stellte müter ande-? ren Verleumdungen-die Behauptung aufdaß St. in die-! Om f'p-iN. sich der Aeußerüng a u f A aordn u n g M a U \ Hins Und Gutimacher S " bedient habe, worüber, sich : ,Mv>:Wie natürlich, aOhr verletzt fühlte.. Die Lamdanim, Wollten wissen, daß Stößel rituelle Fragen falsch und gesetzwidrig entschieden habe, und Malbin nahm diese wie: -die Wolfsohnschen Verdächtigungen, anstatt Stößel. darüber;zur Rede zu. stellenfür Wahrheiten und baare Münze ‘ gn, schrieb zuvörderst an den Vorstand zu Raszkow mit' .der Anfrage: ob die Angaben Wolfsohns gegründet feien? 1 iDieses Schreiben kam zu Händen eines mit sehr be-; freundeten Vorstehers, der daher dessen- Aussagen bekräftigte. Hierauf schrieb Malbin an den Vorstand in Ostrowo des. ungefähren Inhalts: Da Stößel laut eines rv^a v-paro: rvny (versteht .sich von selbst eines solchen Ä, das ,i"2va-«^w/und, n"a ■OBi abgegeben wurde) in der-, .schiedenew. rituellen Punkten gesetzwidrig entschieden, und \ ha eruobendrein einer Unwahrheit in seiner Bekanntma-! /chung sich bedient habe, so sei St., wenn er auch zehn: rinn in Händen habe, ferner nicht berechtigt, rabbinische l .Funktionen auszuüben. Er gebe daher dem Vorstande .auf (WipB), den Rabbiner Stößel so lange in- Ausübung solcher Funktionen zu verhindern, bis er sich von; Hwei< anerkannten Rabbinen abermals habe prüfen lassen. Der. Vorstand ließ feinem Rabbinen von dem Schreiben Malbins Abschrift, mit Aufforderung zustellen: sich fachgemäß darüber zu äußern^ Herr. St) schrieb dem Vorstande Ih m;, daß keine Veranlassung vorliege, sich Mer ungegründete und böswillige Anklagen, auszulassen, um so weniger, als er die angemaßte Autorität Malbins nicht anerkenne. Und in demselben Sinne, schrieb er an Malbin selbst. Dieser, durch dieses Schreiben sich in feinem Dünkel noch mehr verletzt fühlend, erließ in seiner hierarchischen -Aumqßung eine Entscheidung — pO.D — an Wolfsohn noch in verschärfterem Sinne, als er an den; Vorstand zu Ostrowo geschrieben hatte, uud zwar: daß Stößel ein ÄS-i . N-,172 sei, daher die von ihm ertheilten ■pölY'p, (?!), ebenso seine u. s. w. keine Anerkennung finden dürfen, bis tv; sich einer nochmaligen Prüfung unterworfen, haben wird, mit der Aufgabe, diesen in Raszkow und in den nahen Gemeinden zu oer- -öffentlichen, waS auch W., dem es um seine geschmälerten Einkünfte bei der Hauptsächlich zu thun ist, mit der geschäftigsten Eile that. Verlag von Bavmgärtrrers Buchharchlmrg - Bis jetzt find die Folgen dieser eigenmächtigen Entscheidung, abgesehen von der Sensation, die; st« ^nach allen Seiten hin macht;; noch sticht sichtbar.: Stößel-!läßt sich durch diesen pöB ■ nicht verblüffen und die Gemeinde zu Ostrowo verhält sich hierbei noch passiv. Es läßt sich »aber vetmuihen, daß sie die ihrem Rabbinen, der sonst Untädelhaft dastehtein tüchtiger Räbbine im wahren Sinne des Wortes Ist und von dem größten Theil der Mitglieder seiner Gemeinde verehrt und wie ein Vater geliebt wird, zuKfügte öffentliche Beleidigung nicht mit glei^- giltigem Stillschweigen hinnehmen wird. Ich werde daher später wol noch Gelegenheit nehmen können, von diesem unerfreulichen und unerquicklichen Erekgniß und dessen Verfolg zu berichten. ..n.. An z ei g er. In demselben werden Annoncen aller Art gegen 1V* Ngr. (1 gGr.) Gebühr«» für die gespaltene Zeile aus Petitschrift oder deren Raum so wie literarische, merkantile n. a. Beilagen ausgenommen. . Die V e r l a g s h a n d l u n g. C^sT Der für die hiesige Gemeinde gesuchte Schächter und Vorbeter ist bereits engagirt. Dieses zur Nachricht auf die vielen dieserhalb eingegangenen Offerten. Wbz in Mecklenburg-Schwerin, 27. Juni 1852. Ad. Bayer, Vorsteher. Ein Lehrer. Ein eraminirter Lehrer jüdischer Religion, der seine Qualität und Moralität durch glaubwürdige Papiere Nachweisen kann, stndet sofort oder auch zum 1. Oktober e. eine Privatanstellung. Reflektirende werden ersucht, sich unter Beifügung ihrer Zeugnisse bei den Unterzeichneten zu. melden. Zastrow. den 27. Juni 1852. I. A. Borchardt. K. S. Litten. Louis Borchardt. Eine junge Dame mos. Religion, von gefälligem Aeußern und mit 3—4000 Thlr. Vermögen wird als Theilnehmerin ..an einem Geschäft und als Lebensgefährtin Besucht. Hierauf Reflekt. belieben fra.nkirte Offerten unter 8. JI. Ü. M - Vers, gr: Diskr. an die Erpeditio n d. Ztg. einzusenden. ./ Ich suche für meine Papier- und Kurzwaarenhandlung zum 1. Februar oder März k. I. '.einen Reisenden, welcher in diesen Geschäftszweigen schon gearbeitet hat, und einen Lehrling, welcher sogleich oder nach einiger Zeit eintretdn kann. Näheres auf portofreie Anfragen. M. Lötvenstein in Münster. in Leipzig. Druck von Hirschfeld.

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