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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1852-07-12 · Heft 29 (12.7.1852) · p. Seite 340

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
16 (1852)
Issue
Heft 29 (12.7.1852)
Date
1852-07-12
Page
Seite 340 (sequence 4)
Language
German
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AM der Allgemeinhertfchaftl des ChristenthumS) noch Äe> Dagewesenes wie rohne ' Staat und ohne.VolksthuM, - -nun auch-ohne Nationalität,^ ohne Stammgenoffenschaft; äufgegaNgeN'.iN''dteuVölker?und Staaten,-wenn auch mit gesondertem Kultus! v'<< - i-‘ * - ■ '' Gut. Aber noch war die Emanzipation in allen Ländern diesseits des Rheins zu erwarten. Man bildete, in der bestimmten Ausficht, daß sie kommen werde, das Losewort im Voraus./ Und sie. kam. Das Wort war erfüllt. Aber sie kam in einem Frühlingstäüsche."" Und ein Omen war es, daß Mit dtr§ErfulHr1tzHüAeich ZMnverfolgungen im Elsaß, in Baden, in. Franken, in Ungarn ausbrachen als eine obligate,, aher sehr.disharmonische Hegleitung. Undsiehe, da,, . nach dem Erwachen aus jenem Rausche,war es das erste mit,., daß die Juden hinter,die/alte. Schranke der. Ausschließung wieder gebracht, wurden und/immer mehr'werden. . Das Wort ist nicht erfüllt, das Wort war mehr' werden.. Das Wort ist nicht erfüllt, daS Wort war zu früh gebildet!/ , ' > iiü'.f Demi, ^fürMhr! -das' Fäktütn/ daß die^Zudin wieder MSgeschlosseÄ werden^- hat rnehr zü bedeuten/Hät"? einen tiefe'tnl-SistA'alö den r oberflächlichen } den Hxtihn:*?sich^einj züreden /pssegt, ie^-sti^dtss^vöWbergehende' Ergebnißdeiner? gewissen^WchtUE»)t0ist -Üich^ das'-Werk^eines kürM - RückschMs/ wie etwa!Hie-WeWschichte oft jene Spring-! Prözessivü^ztig1/?die 'drei- Schritte? ^vorwärts!, Hä'nn-Äiedir I Met Schritte rückwärts 'äb^r ' also' doch imme^ vorj rvarts — macht; sondern es hat sich öiekmehr darin der t öeWMtte>Gedaltke üffenbärt;^däß -die Emanzipation der! Äü'd'en überhäupt' atr eine gewisse Grenze-/gelängt wär, ' die - °sieH icht uberschreikelt fö ll- Mr d -ÄUchUmcht auftdie Datier.j -chird/'daß - weder die europäische -Welt däs AufgrheM der! Wden W sie Äil^ nW die^uden'iw sie-äUfgeMgeMfind j Ä^d MfgeheU' iverden/ - ^(Es -v ersieht' sich - von - selbst/ daß! MrHker^W'rchaM'Nicht--von'irgend Persönlichen Wünschen j und' lökalW'Strebtmgen' äüsßehen/ -sondern lediglich 'Vtn | Mgemriü^ErWeiiiungen-tsiMpärteikfcher Forschung nachj gehen.) WiNiidollen uns dies' ganz klar? machend ES \ ^iebt - gewisse Dinge/- die keiner Regierung und keiner Par-! ^tei hinsichtlich der 'Judrü -hkrjuWeU4infalltK''We§deck^.- -nätilrlich -einzelne? ‘ Lokalitäteit und Massen' 1 äüsgenommen \ '•■f- M-r Einpferchen iin ^Ghetti; das Ausfchlkeßen von! HandM^rken,/Künsten, Gelderben/ die Beschränkungen des! -Wohiiürs ünd Selbstständigw'erdenS innerhalb^des digenerr! 'Landes/' /Nun/ warum''kehren ^iese/Dinge nirgends-wie- \ '**$&/-können'sich'-.'iri-rgends mehrlange?halten^find^tvh sie; 'tvieddrkehrenljü U 'e r d i n gs' nür - alsrvörüWgehkNdek ^Tttdo- \ rismuö anzüsehend Warmn aberhat man die- Judemu'n so vielem Lärrdern von allen Instanzen obrigkeitlicher Aemter wieder -' ausgeschlossen V warum, nto/bieS,in Me geschriebenen -Gesetze. noch nicht wieder eingetragen - ist?, .geschieht; eS exusu/dennoch? warum zögert der König - von Holland di^Ernennung Godefrov'S zu unterzeichnen? -warum schreibt der Bundestag den freien - Reichsstädten vorsolche Bestimmungen. -zu treffen, 'daß. kein l Jude/ .in die Regierungsinstanzen! eintreten könne? warum' verlangt-dies die ichannüversche/RegieruNg von; ihren Kammernwarum hat die toskanische! Regierung die Verfassungsbestimmungen / welche die Juden politisch gleichstellten/ gestrichen-, «ber die leopoldinischen Toleranzedikte,' die ihnen Freiheit der-Gewerbe ünd'Wohiisttze sichern; unangetastet -gelassen? u. s. f. Wir können uns allerdings die Wirklichkeit/nicht verhehlen, und in?der That, der starke Manrr weiß.lieber woran er ist, als' sich in' nebelhafte Träume zu hüllen. Es ist An der That so, freie Niederlassung. innerhalb' des Landes/ 'iü welchem sie einmal, wohnen,/freie / Betreibung der Gewerbe -aller Art^ äber Ausschlußchön jeder obrigkeitlichen Hn stanz/- -vom Staatsdienste/-^vies^i-st es /^was, mindestens Mit Ausschluß Frankreichs, Belgiens MnL Hollands/ daSZielunsrer Gleichstellung in der. europäischen Welt zu sein-scheint.-'- - . ij: -- •?. .<u: tvi; , Man wird unS 'entgegnen, daß-, -:so - gut wie die. -Beschränkung' der Wohnsitzei und WohüstatteM und der -Aus- -fchlusi von- GeMerbeni-'mkt'a der-Iekt-lein-' Zvöllig ^übenvündeinev Standpunkt geworden ist: so'auch! diese Ausschließung vom Staatsdienste/- und seieS'jetzt in etwas sttnerer Zeit, im gleicher Weisei'überwunden werdew wird.u- Nüm,/jwir Maßen?/unS nicht an, über/ die Zukunftiabsprechen. zn wollen?; .allein diese Zukunft sscheittt uns stechr/ster/w/ und M)ip bescheiden/unS 'gern//nur die Gegenwart, -und^ ihre nächste Folge-zu begreifen. -Und! da erscheint uns die an- -gegebene Abmarkungals die faktische. Denn wir/sag- Mi -oben, daßes sich erwiesen Hat,/weder - die -europäische Welt-- will -das^AufgehenH der^^-Juden -in -sie/- noch 'wir- Inden find in sie aufgeggngen und werden' km sie aufgehen. .Wie sich dies erwiesen habe? Man hat die t r e n n en d e-n -Momente eine Zeit lang-zu gering angeschlagen/' Das -religiöse sieht allerdings in erster Linie, und alle Schwachathmigkeit vieler - Juden für - ihre Religion istndarum ämmer noch nicht eine- Hinneigung zum Chrisienthume; und alle Gleichgiltigkeit -vieler Ehristen -gegenalle positiverRrligion ist gerade.-darum ganz gewiß keine Vorliebefür daS' Judenthum/ Aber noch.- stärker- /wirkt daSGiftorische Mometid der, Nün tinmal-anerzogenen, und mit'!jedwGe-

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