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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1852-06-21 · Heft 26 (21.6.1852) · p. Seite 304

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
16 (1852)
Issue
Heft 26 (21.6.1852)
Date
1852-06-21
Page
Seite 304 (sequence 4)
Language
German
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804 Von 1822—1825 396 - 1825—1828 400 1828—1831 356 - 1831—1834 391 : - 1834—1837 345. ' also in 15 Jahren, während derer sich die Jüden um 38,842 vermehrten, 1888 Uebergetretene! Ferner nach Dieterici: 1838 -107, V 1839 — 103, 1840 — 97, also in drei Jahren 307, 1841 — 105, 1842 — 122, 1843 120, also in drei Jahren 347. Weiter reichen 'die Angaben nicht. Wir haben also. in 21 Jahren statt der 80,000 -r- 2542!!! In denselben 21 Jahren, von 1822—1843 eine Vermehrung von 61,792. „Nach den Angaben von Hoffmann," sagt Dieterici, „ist die Anzahl der Juden, welche zum Christenthum übertraten, in - einem dreijährigen Zeitraum«' immer zwischen ZOO und 400 gewesen. ES stellt sich ähnlich seit 5837. Nimmt man auch die hohe Summe MzB 50 (für 3 Jahre) an, so ist dies immer von der TotaMhl der im preußischen Staate wohnenden Juden cfn höchst unbedeutender Th eil," von 1000 nur l ‘/2. 3a, da die obigen Angaben die Anzahl der Uebertretenden sich vermindernd zeigen zu derselben Zeit, wo die Anzahl der Juden so bedeutend sich steigerte — z. B. 1822 bei 144,737 Juden in einem Jahre 132, während 1843 bei 206)529 nur 120, und bedenkt man hierbei, wie viele'Momente auf die Juden in Preußen zum Uebertritt wirken, so wird Man die Angabe des „Zuschauers" gegen die GlauVenStreue der Juden zu würdigen wissen. Nun erwäge man, daß der Missionsverein 80,000 übergeführt haben soll, von den wirklich übergetretenen 2500 aber doch nur ein Bruchtheil durch die Weihe dieses MissionsvereinS gegangen istum die Zahl des Zuschauers richtig zu verstehen! Der Zweck deS „Zuschauers" ist zu klar, um darüber noch Worte zu verlieren. Zeitnugsnachrichte». Deutschland. Lübecks 5. Juni. Die „Grundrechte" hatten auch hier die völlige Gleichstellung gebracht) Die Grundrechte schwanden- und es war die Frage guiä iuris hinsichtlich der Israeliten? Der Senat ist seiner frühem Gesinnung treu geblieben , und hat die staatsbürgerliche wie die gewerbliche Gleichberechtigung bei der -/Bürgerschaft"-beantragt. Welch - Schicksal wird sie da haben? \ Lübeck, 9. Juni. (L. Ztg.) In der heutigen Sitzung des Bürgerausschusses wurde -der Senatsantrag wegen Gleichstellung-der Juden in gewerblicher Berechtigung mit dm übrigen Staatsangehörigen (mit 17 Stimmen gegen 6) der Bürgerschaft zur Annahme empfohlen. Frankfurt am Main, 10. Juni. Die berliner „Kreuzzeitung" erbost sich gewaltig, daß unser Senat nicht so. mir nichts dir nichts der bekannten Note des Bundestagsausschuffes sich fügt, und Grundsätze, die er wiederholt feierlich als die seinigen proklamirt hat, nicht sofort auf die Gaffe wirst. Sie schreibt: „Es scheint, als ob die Note des Bundestagsausschusses an den Senat in Betreff der hiesigen Verfaffungsverhältniffe" (— nämlich über die Nichtgleichstellung der Juden —) „immer noch nicht die Lösung unsrer Verwirrung herbeiführen dürfte; der Senat scheint sich widerspenstig gegen den Bund erweisen und die Note als gegen die Souveränetät Frankfurts gerichtet zurückweisen zu wollen." Sie droht mit einem Kommiffarius, der Bund werde die i-gothaer Senatoren" schon zur Räson bringen / und so weiter. - Man sieht, daß diese berliner „Kreuzzeitung" vor den Obrigkeiten nicht den geringsten Respekt hat da, wo sie ihr nicht zw Willen leben. Hannover, 7. Juni. Auf Anordnung des königlichen Ministeriums des Innern find sämmtliche Landrabbiner des Königreichs in diesen Tagen hier zusammengetreten, um über Verbesserung des jüdischen Kultus- und Schulwesens im Königreiche zu berathen. (Hann. Z.) Stuttgart- 12, Juni. (Privatmitth.) In unserm Monatsberichte haben wir, bei Gelegenheit der Beurtheilung der in der Kammer, der Standesherren gegen di« Juden geschleuderten Jnvektiven, die Erwartung ausgesprochendas ' theologische Mitglied der königl. israelitischen Oberkirchenbehörde wolle eine Ab-

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