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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1852-06-14 · Heft 25 (14.6.1852) · p. Seite 300

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
16 (1852)
Issue
Heft 25 (14.6.1852)
Date
1852-06-14
Page
Seite 300 (sequence 12)
Language
German
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300 Präsident schließt die diesjährige Konferenz durch «ine Schlußrede, deren mit Begeisterung gesprochene Worte, die gewiß nur ein-schönes Bild seiner trefflichen: Gesinnung und ein Zeugniß der warmen Theilnahme, die Redner der Schule'und ihren Lehrern widmet, geben. Berichterstatter kann sich nicht versagen, den wesentlichen Inhalt derselben, so gut die in Eile ausgezeichneten Notizen es ihm:möglich machen, hier zum Schluffe wieder zu geben: die Schule ist eine P fl an zstätte all e S Treff l i ch e n, Der Friede und die Eintracht im häuslichen Leben, das Glück der Familien, wodurch werden sie erlangt, etwa durch etwas anderes, als durch die Bildung/ welche in der Schule genossen? die Redlichkeit im Geschäftsleben, die Charakterfestigkeit im Handel und Wandel, wird dazu nicht der Grund in der Schule gelegt? — Kannst du Eingang finden in eine gebildete'Gesellschaft, ohne selbst diesen Lebenssaft in der Schuleekngesogen zu haben? —Und die Schule, wie trägt sie das Hehredie Begeisterung fürdas Göttliche in das entzündbare Herz der lautern Jugend! Mit vertrautem Herzen, stiller Demuth tritt der Knabe aus der Schule undtritt mit erhabenem Gemüthe und ruhiger Andacht in die Hallen dessen, der die ewige Liebe ist. — Der Werth; der Schule stand schon sehr hoch in den Augen unserer i Weisen; sie sagen: rpa nODDrt mtM>b .röüDfi rp:a ffiVran rra?a sÜ b3«.,ttYi»h Namentj lich aber müssen wir Israeliten hohe Achtung bem Schul-! wesen zollen, denn genießen wir alle Rechte gleich unseren! Mitbürgern anderer Konfessionen,, so müssen wir zeigen,; daß wir deren würdig find. Wir sahen, welche große - Männer aus unserm Volke ihre Stimmen in den hervor-! ragendsten Versammlungen Deutschlands vernehmen ließen.; Sollten wir aber wieder von dieser Bahn zurücktreten müs-! sen, so wollen wir doch zeigen, daß wir in Bildung und: Wissenschaft nicht hinter der Zeit zurückgeblieben. „Der j Mensch ist ein le b endig er Acker" sagt ein großer Mann; bearbeitet trägt er die besten Früchte. Darumwollen wir, m. H., in unserm Kreise zum Wöhle des Schulwesens fortarbeiten; die Zeit stellt größere Anforderungen an uns und wir dürfen nicht Zurückbleiben. Es ist sehr zu bedauern, daß die Versammlung nicht zahlrei-' cher war, aber wir werden fortarbeiten unter Gotteö Segen und wollen uns zum Wahlfpruche nehmen: ,Mer arbeitet für Gott, mit dem arbeitet Gott." . Wilmersdorf. - -■ ■ ■ An zeig er. In demselben werden Annoncen aller Art gegen i Vi Ngr. (1 gGr.) Gebühren für die gespaltene Seile aus Petitschrift öder deren Raum so wie literarische, merkantile u. ». Beilagen ausgenommen. Die Verlagshandlung. Die israelitische Gemeinde zu Lübz (Mecklenburg-Schwerin) sucht entweder jetzt gleich, oder zu Michaelis d. I. einen Schächter und Vorbeter. Hierauf Reflektirende wollen sich recht bald wenden an den d. z. Vorsteher Adolph Bayer. GjT* Für die hiesige vakante Vorbeterstelle werden keine Kandidaten mehr zugelassen. — Die vielen Sollizitanten werden s. Z. von uns schriftliche Beantwortung erhalten, Der Vorstand der israel. Gemeinde in Haag. G. Andries, Präsident. A. B. Wolfs, Sekretär. Haag, 1. Juni 1852. . Ein unverhekratheter Lehrer, der sowol über seine wissenschaftliche Befähigung als über seinen moralischen und religiösen Lebenswandel die vollgiltigsten Zeugnisse besitzt, deutsche Vorträge zu halten im Stande ist und außer im Hebräischen' auch in anderen Wissenschaften Unterricht erlheilen kann, wünscht zu Michaelis d. I. eine Stelle als Lehrer, Vorsänger und Schächter. Die geehrten Gemeinden, welche hierauf reflektiren, werden durch den Rabbiner Herrn L)r. Phjlippson daS Nähere erfahren. > Israelitische Pensionsanstalt in Osnabrück. Mit dem Beginn des Winterkursus (Michaelis d. I.) werde ich ein Pensionat für jüdische Jünglinge eröffnen, . welche die Handelsschule zu O sn abrrü ck besuchen wollen. — In meiner Stellung als Lehrer an diesem Institute, so wie als Religionslehrer bei der israel. Gemeinde wird sich mir die beste Gelegenheit dgrbieten, auf die intellektuelle, moralische und religiöse Erziehung der mir anvertrauten Jugend eiflwirken zw können, und werden demnach Ettern und Vormünder, die ihre Kinder resp. Pflegebefohlenen meiner Leitung anvertrauen wollen, höflichst ersucht, sich recht bald in frankirten Briefen an mich zu wenden. AufBerlangen werden Auskunft zu ertheilen gern bereit sein: die Herren Rabbiner vr. Meyer in' Hannover, ttr. Philippson in Magdeburg und Dr. Bodenheimer in Krefeld, die Bankiers HH. Blumenfeld in Osnabrück und Levifon in Minden, so wie die Handlungshäuser Wölfers und Boas in Minden, I. M. Feibes in Münster, F. Jtzig in Burgstemfurt und I. Mergentheim et Comp, hier. — Lübbecke (Wesiphalen), im Juni 1852. , . B. Wolfs, Lehrer. Verlag von Baumgarrttters BuchhMtdlang in Leipzig. — Druck von Z. B. Hirfchfeld.

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