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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1852-06-14 · Heft 25 (14.6.1852) · p. Seite 293

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
16 (1852)
Issue
Heft 25 (14.6.1852)
Date
1852-06-14
Page
Seite 293 (sequence 5)
Language
German
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298 gen. So hat sich für uns der Himmel wieder auf- 1 geklart und das Ende des Mai uns mit dessen An- I fang versöhnt. Aus Mähren, im Juni. (Privatmitth.) Von den mährischen Gemeinden habe ich nicht viel mitzutheilen. Synagogenbau ist das Meiste, waö sie in Anspruch nimmt. Hierin wird erstaunlich viel ge- - leistet. In Eibenschütz, Gaher, Budschowitz werden ganz neue großartige Synagogen, besonders die Erftere, die auf 16,000—17,000 fl. K. M. veranschlagt, erbaut. Renovirt, erweitert, verschönert solche in. Schaffa, Kanitz u. s. w. — Jamnitz, Lomnitz, Leudenburg, Leipnik (welches aber wieder Rückschritte gemacht), Mißlitz, Pisling, Trebitsch, Triesch und Proßnitz sind mit dem schönen Beispiel in den letzten 10 Jahren vorausgegangen. Mit den Schulen will's noch nicht recht von statten gehen. Viele Rabbinate sind noch vakant.. Mehr läßt sich nicht sagen.' Rußland. Petersburg, 22. Mai. Es enthalten die „SenatSnachrichten" eine Verordnung, nach welcher in Zukunft' aus denjenigen israelitischen Gemeinden, welche im Rückstand mit Steuerzahlungen bleiben, für jede 2000 Silberrubel ein ausgewachsener Rekrut ausgehoben werden soll. Kalisch, 27. Mai. Von der warschauer Oberpolizeibehörde werden mehrere jüdische Militärflüchtlinge, welche sich im Auslande aufhalten, aufgefordert, binnen 6 Wochen nach Polen zurückzukehren. Großbritanieu. London, 2. Juni. Die Wahlbewegungen häü- - fen sich jetzt, und viele der Kandidaten erklären aus-; drücklich in ihren Ansprachen an. ihre Wähler, daß sie für die Aufnahme der Juden in das Parlament stimmen würden, so gestern der bedeutende Sir W. MoleSwörth in Southwark. Diese Aufnahme wird so - ein Stichwort der Parteien/' eine Wahldevise sein, zu deren Verneinung die Gegner sich wol meist nur durch Stillschweigen bekennen werden: : Kleine Berichte aus den Gemeinden. Belgard (Pommern), 1. Juni. Eine erhebende Feier fand in unserer Gemeinde am vergangenen Schebuotfeste statt. ES war daS 25jährige Amtsjubiläum unsers würdigen Lehrers und ChasanS Herrn Jacobsohn, dessen Feier sehr sinnig, vom Vorstände .vom 1. Jjar auf daS Fest der Gesetzgebung verlegt worden *). Im Morgengottesdienste in der Synagoge knüpfte der Prediger Herrn vr. Jacobson an die sehr gediegene Festpredigt, über die Nothwendigkeit und den Kern der Offenbarung 2), eine würdige und treffliche Anrede an den Jubilar, welche das Gefühl sämmtlicher Zuhörer auf's Tiefste anregte. Nach beendetem Gottesdienste verfügte sich eine Deputation der Gemeinde, bestehend auS den 5 ältesten Mitgliedern, dem Vorstande und dem Geistlichen zu Herrn Lehrer Jacobsohn, beglückwünschten denselben. und überreichten ihm ein von sammtlichen Gemeindegliedern unterzeichnetes, sehr anerkennendes Gratulationsschreiben, begleitet von einem Paar, mit passender hebräischer Inschrift versehener, silberner Leuchter. Hierauf kamen sämmtliche hier wohnende ehemalige Schüler und Schülerinnen des Jubilars, die zum Theil schon wieder Kinder in dessen Unterricht haben, und brachten ihren Glückwunsch dar, worauf sich die jetzigen Schüler einstellten, durch Darbringung von Kränzen und Deklamirungen einiger, eigends zur Feier gedichteten Verse dem würdigen Manne ihre Verehrung bezeugend. Nachmittags versammelte sich die ganze Gemeinde von Klein bis Groß in Frohsinn und Eintracht zw einem fröhlichen Mahle zu Ehren des Jubilars. Paffende Toaste wurden ausgebracht, fröhliche Gesänge erhöhten die Heiterkeit, und vom Sängerchor der' Gemeinde' einige geeignete Psalmen gesungen, die der Feier einen echt israelitischen Charakter gaben, wie wir ihn sonst bei dergleichen Festen nur zu häufig vermissen.; Auch von auswätts nnwen GraNllationsschreiben eingegangen, Yen denen wir besonders das den Absender wie Empfänger gleich ehrende Schreiben des vr. Klein in *) ,j-jü ' tpin 'fy v:hnri’■ *jn?3an ü^friwi-jb 'Q'pyrvih «brr ,^»«5 Nb, sriu-ibb .v''722N ^nbri''N-'' * -; 2) Die Predigt behandelte-den Ausspruch des ^Nb72w ,N"-> bV'l-k^2>ni "rn - N2 ^N-i^b- NW72 ■jna'-'n'Wtfe /»b'Dr 'i -b? N2 -'''

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