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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1852-06-14 · Heft 25 (14.6.1852) · p. [Seite]

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
16 (1852)
Issue
Heft 25 (14.6.1852)
Date
1852-06-14
Page
[Seite] (sequence 1)
Language
German
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xvi. Jahrgang. Allgemeine No. 25. Ein ' unparteiisches Organ für alles jüdische Interesse Redaktion: _ Dr. Ludwig Philippson, Vr. V. Meyer, Rabbiner zu Magdeburg. verantwortlicher Redakteur. Leipzig, den 14. Juni 1852. Diese Zeitung erscheint wöchentlich einmal, Montags, und wird jährlich 78 Bogen in Quart inkl. des Titelü, Registers u.s. w. umfassen^ In Gemäßheit des Zweckes derselben die allgemeinste Verbreitung zu geben, ist der Preis äußerst niedrig; mit 8 Thlr. für den Jahrgang; —,1 Thlr. 15 Ngr. (1 Thlr. 12 gGr.) für sechs Monate — 22 Va Ngr. (18 gGr.) für das Vierteljahr angesetzt worden. Alle Buchhandlungen, Postämter und Zeitungs-Expeditionen nehmen Bestellungen an; der Hauptspedition für beide Letztere hat sich die königl. sächs. Zeitungs-Expedition allhier unterzogen. In h a l t. Leitender Artikel: Reden wider den Unglauben (Fortsetzung). Zeitungsnachrichten: Deutschland: München, Kassel, Hannover. Oesterreichischer Kaiserstaat: Prag, aus Mähren. Rußland: Petersburg, Kalisch. Großbritanien: London. Kleine Berichte aus den Gemeinden: Belgard. Abhandlungen verschiedenen Inhalts: Die mathematischen Wissenschaften unter den Juden. Eine historische Skizze von Daniel Ehrmann, Rabbiner in Hohenems. (Fortsetzung.) Berichtigung. Korrespondenz: Krefeld, Konferenz israelitischer Lehrer. Leitender Artikel. Magdeburg', 4. Juni. Neben wider den Unglauben. Viertes, polemisches Wort. (Fortsetzung.) (S. No. 1. 6. 12. 13. 20. 22.) 11. Die rnenfchliche Sittlichkeit. Mit dem Bedürfniß, mit dem materiellen Bedürfniß hört die Natur auf; darüber hinaus kennt sie Nichts mehr -^-7 die gesammte Natur will Nichts weiter als — die Existenz; ihre Geschöpfe, welcher Art sie seien, sollen eristiren, dann ist ihr Wirken vollendet. Und wie göttlich ist der Werkmeister dabei verfahren! Er hat aüs der unermeßlichen Masse der einzelnen Wesen ein tief und genau zusammenhängendes Ganzegemacht, in welchem jedes ein nothwendiges Glied des Ganzen ist, und in der Tiefe seines Lebens in innerlichster Beziehung zum Ganzen steht — und dennoch hat er zugleich jedem einzelnen Wesen'gegeben, nur aus sich selbst von innen heraus zu leben , als wäre e S der'Mittelpunkt und Zweck des ganzen Alls, daher Alles nur um -seinetwillen zu thun, zu seiner Erhaltung, zu seinem Genuß, sich alles dessen, waS diesen dient, zu bemächtigen und eS zu verzehren, wenn es dazu die Kraft hat. Nach dem göttlichen SchöpfungSgedanken kennt daher das All nur Alle, jedes Einzelne nur sich; für die Gesammtheit sind die Einzelnen Nichts, und sie giebt Milliarden Einzelner hin, um ein Größeres und Höheres zu erhalten; für jedes Einzelne ist die Gesammtheit Nichts, und es verzehrt und vernichtet waS imb wie viel es nur kann. Ist die Menschheit auf dieser Stufe stehen geblieben? Oder vielmehr: läßt es die Menschennatur zu, auf dieser Stufe zu stehen? Hast Du schon Etwas hon Gerechtigkeit, von Liebe vernommen? Nun güt: der Mensch kann ohne Recht und ohne Liebe nicht eristiren, die menschliche Gesellschaft ohne Recht und ohne Liebe nicht bestehen, aber die Natur kennt.Nichts davon, ja, im Gegentheil, mit den Begriffen von Recht und Liebe könnte die Natur nicht bestehen, würde . ihre große Oekonomie.urplötzlich stille stehen, sie müßte sofort aufhören, Wesen eristiren zu laffen. In allen den

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