Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Journal
- Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Volume
- 16 (1852)
- Issue
- Heft 24 (7.6.1852)
- Date
- 1852-06-07
- Page
- [Seite] (sequence 1)
- Language
- German
- Belongs to
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xvi. Jahrgang. Allg e m eine No. 24. Ein unparteiisches Organ stir alles jüdische Jntekeffe. Redaktion: ' Nr. Ludwig Phrlippson, Nr. V. Meyer, Rabbiner zu Magdeburg. - - verantwortlicher Redakteur. Leipzig, den 7. Juni 1852./ ', ' Dieses Zeitung erscheint wöchentlich einmal, Montags, und wird jährlich ,78 Bogen in M-uartinkl., des Litelü, Registers u.s'w. umfassen. In Gemäßheit des Zweckes derselben die'allgemei-nste Verbreitung zu geben, ist der Preis äußerst niedrig: Mit 3 Thlr. für den Jahrgang; ' — I^THlr. 1b Ngr. :(1 Thtr. 12 gGr:) für sechs; Monate — 22'/a Ngr. (18.gGr.) für' das Vierteljahr angesetzt worden. Alle Buchhandlungen,^-Postämter und Zeitungs-Expeditionen nehmen Bestellungen an; der Hauptspedition für beide Letztere *" i - sich die königl. sachs. Zeitungs-Expedition allhler unterzögen. ' " ' ' '! . ' I n h a 1 t. Leitende Artikel: Die Kultusreform (Schluß). — Aufforderung an die jüdischen Lehrer. Zeitungsnachrichten^Deutschland: München, Frankfurt am Main, Frankfurt am Main, Hamburg, Hannover, Gießen, aus Württemberg. Preußen: Berlin- Schwersenz, aus der Provinz Posen: Frankreich: Paris. Großbritanien: London,- . - - Korrespondenzen: London (Schluß): — Breslau. Leitende Artikel. Magdeburg, 31. Mai. Kultusreform. . (Schluß.) Das „Gebet- und Andachtsbuch" des vr. Maier in Stuttgart ist svwol für die ' „häusliches als „öffentliche Gottesverehrung'^ bestimmt. Hören wir den Verfasser über den Zweck, den er dabei im Auge hatte. ' Ersagt in der Vorrede: - - -? -. ' ' „Ich habe vor allen Dingen zm erklären, daß ich dieses Buch weder im'Äufträge der israelitischen Oberkirchenbehörde noch in der Eigenschaft eines Mitgliedes derselben, sondern lediglich in der eines Geistlichen gcschrieb.en habe, welcher einem Mangel abzuhelfen wünscht, der sich ihm in seiner amtlichen Thätigkeit vielfach gezeigt hat. Es ist daher die Absicht dieser Gebetsammlung nicht, wie die geschäftige Fama schon im Voraus verbreitet hat, unser bisheriges ^Gebetbuch (N^QN 'ilv); dieses ' ehrwürdige Derma chtn iß der Altvordern, gewaltsam zu verdrängen; der Verfasser besitzt dazu keine Macht, und besäße er sie, er würde keinen Gebrauch davon machen, da ihck die 'Gewissensfreiheit ein viel zu heiliges Gut ist, als daß' er je zu einer solchen Maßregel sich entschließen' oder auch nur dam rathen könntet Nicht denrn. Welche ein Gebetbuch haben, aus dem sie fich erbauen, soll es genommen, sondern denen, welche keines haben, soll'ein solches gegeben 'werden.' Es ist eine nicht zu leugnende 'Thalfache, daß ',ein großer Theil unserer Glaubensgenossen, besonders unter dem Heranwachsenden Geschlechte, des Hebräischen so wenig mehr kundig ist, daß er dasselbe kaum mehr lesen kann. Dabei steht dieser Theil der Gemeinde auf einer Stufe der Bildung,- daß 'das bisherige Gebetbuch, wenn er es auch verstünde) sein religiöses Bedürfniß nicht mehr befriedigt , da'das Bewußtsein mit vieleü Bestandtheilen desselben - in Widerspruch gerathe'n' ist und für'die verschiedenen Empstndüngen der' 'Trauer nnv der Freude, für d'ie 'ckännigfachen ' Bedürfnissedes- Herzens in den 'Wechselfällen beS' Lebens" sich' kein Aus drück darin findet. Diesem Theile d^r'Ddineind^-nun ^ein Mittel an die'Häüd^ zu geben, in der Mutterspracheaufeine echt israelitische Weise sich zu erbauen -und die so^ sehr in Verfall geräthene häusliche Andacht zu beleben : und zu befördern, ist der erste und' nächste Zweck ' dieser Gebet-' sammlung. -' Indessen ist 'dieses' Buch nicht blös' für die-häusliche