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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1852-05-03 · Heft 19 (3.5.1852) · p. [Seite]

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
16 (1852)
Issue
Heft 19 (3.5.1852)
Date
1852-05-03
Page
[Seite] (sequence 1)
Language
German
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XVI. Jahrgang, Allg k m eine No. 19. Ein unparteiisches Organ für alles jüdische Interesse. R e d'ä ktion: , - ■ ' . -.. ü Vr. Ludwig PHilippfon- Dr. V. Meyer, Rabbin.er zu Magdeburg. . . verantwörtlich'er Mk'bakteur? Leipzig, den 3. Mai 1852. / . .. - Diese Zeitung erscheint wöchentlich einmal, Montags, und wird jährlich, .78 Bogen in Quart, inkl. des Titels, Registers.u. s.w, umfassen. Ln Gemäßheit des Zweckes derselbendie allgemeinste Verbreitung zü-geben, ist der Preis Lüße'rst'nie'dr'kg: mit 3 Thlr. für den Lahrgang;- — 1 Thlr/ IS Ngr. (1 -Thlr. 12 gGr.) -für,sechs; Monate s -22-s/r Ngr. (18 gGr.) für das Vierteljahr angesetzt worden. Alle Buchhandlungen, Postämter und Zeitungs-Expeditionen nehmen Bestellungen^»»,;. der Hauptspedition für beide Letztere " hat sich die kö'nigl. sLchf:"SeitungS-Expeidi1iöv'äWee'ünterzügem""' '' ''' 1 ' Inhal t. Leitende'Avtikel: Der Rückgang der bürgerlichen Gleichstellung. Ein wenig! Don vr. Uri. (Fortsetzung.) Zeitungsnachrichten: D e u t s ch l and: Oldenburg, Oldenburg, Dresden. Oe.sterreichisch er Jaifcr;flaat: Prag/ - Pr e u ß en: Berlin,^Samter, aus der. Provinz Posen. Rußland. Großbritanien: London. Kleine Berichte aus den Gemeinden: Märk. Friedland. Literarische Nachrichten: Aus.der Altmark.- Leitende Artikel. Magdeburg, 25. April. Der Rückgang -er bürgerlichen Gleichfiellung. Unter allen betrübenden Schritten der jüngsten Zeit gegen -die bürgerliche Berechtigung-unserer Glaubensgenossen ist wol kaum einer so schmerzlich wie der in Kurhessen. Denn hier' galt ' es nicht, zueinem, vormärzlichen Zustande zurückzukehren, hier nicht, Rechte, welche in einer stürmischen Zeit schnell verliehen worden, wieder zürückzunehmenhier nicht äüf den Weg der Entwickelung hinzuweisen, hier nicht.die PhrasewaS bleibend sein solledürfe nicht sprungweise gemacht werden, sondern in Kur- Hessen war die bürgerliche Gleichstellung bereits seit 2V Jahren Gesetz und Recht, Nkamand hatte davon einenachtheilige Wirkung verspürt, für die Juden hatte sie die besten'Mdtive.-deS-FortschrittS Ähgegebett-^-zwarÄar-in diesen zwanzig Jahren/ so 'viel «wir wissen/ kein Jude im Staatsdienst angestellt worden, aber auch hierüber beklagte man. sich nicht, da in jeder andern Beziehung das festgestellte Prinzip segensreich wirkte. 'Die Sache verhielt sich damals so. Der- §. 29 Dr;PeFassungWon 1831, welcher den Genuß der bürgerlichen - und staatsbürgerlichen Rechte an das christliche Glaubensbekenntniß knüpfte, garantirte zugleich den Israeliten die ihnen bereits zufiehenden Rechte und" verhieß -dabei ein-ihre'Verhältnisse--gleichmäßig ordnendes Gesetz. ' Aüf Grund dieser Bestimmung erschien späterhin das Gesetz vom 29. ' Oktober 1833/ welches'-die -Israeliten in-bürgerlichit-' ünd ' siMSVürcM licher Hinsicht-vollständig emanzipirte. - ' - ' ' ' - Der §. 20 der neuen Verfassung aber knüpft Meder den Genuß der bürgerlichen und - staatsbürgerlichen Rechte an das christliche Glaubensbekenntniß, und -heb't svmil das Gesetz vom 29. Oktober 1833 - aüf.'■'* Zwar fügt er hinzu, daß --Ausnahmen Möglich - seien,--und" HM' somit die Gleichstellung der Israeliten nicht auMMinep ä6geschnitv' ten, wann über wird' diese' belidllt werden? - " >** - ■ So wie aÜer hier ziemlich ünerwärtkt ein härter Schlag gefallen, so l hat die vergangene Wdche-<äüch'r.'iw -eiNMüNB . dern Staate vorläufig"'-die-''-letzte' Hoffnung--avg'efthnitten/ die Justiz hat in Mgländ^ stkh' g'e g dn - den- Eintritt der Juden > i-n'S Unterhaus - erklärt. ''^Nüchvem " Mmlichdas Oberhaus die bereits- 5 Mal voM Uüterhaufe voiirte Ev desveränderungsbill für jüdische-UnterhäüSmitglkeder -jedes Mal-verwarfen - hatte/ - üachdem^die beiden 'z^ UnkethäuSmitgliedern gewählten- Juden, namentlich -Ald'ermän -Sälomons -verfucht-hatten- 'vom- Unterhäüftdle GütheißUtttz

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