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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1852-04-19 · Heft 17 (19.4.1852) · p. Seite 201

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
16 (1852)
Issue
Heft 17 (19.4.1852)
Date
1852-04-19
Page
Seite 201 (sequence 9)
Language
German
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M jedoch ist das Büch Allen' zu empfehlen, welche das Mische Sprachstudium nicht blös als Hilfsquelle zür Mt* kenntniß der Gesetze anderer Dialekte betreiben, sondern demselben seiner selbst willen sich widmen. Die Arbeit reihet 'sich rühmlich den Leistungen vön I. D. Michaelis, Julius Fürst und S. D. Lüzzato an; der Schule des Letzter», verdankt Herr Igel die Haüptrichtüngen seiner Ansichten. . Im ersten Kapitel erhalten wir die Desinition der chaldäischen und Mischen Sprache, so wie der chaldäischen find syrischen Länder./ Die von Fürst schon gründlich dargelegte Ansicht, daß das Syrische, Chaldäische und Hebräische Zweige eines und desselben Sprachstammes sind, wird hier faßlich und ausführlich, dargelegt. Während das aramäische Idiom in Mesopotamien und Babylonien den Numen chaldäische Sprache erhielt, wurde die Sprache des übrigen /aramäischen Landes (zwischen dem Libanon, mittelländischen Meer, Amanus, Euphrat und der arabischen Wüste) „syrische Sprachvon den Griechen und Römern genannt (Tälm. “»'hnö oder. ->v^id), welcher Name als Abkürzung vom'Worte Assyrien betrachtet werden kann. Zweites Kapitel : Verhältniß der syrischen Sprache zu den übrigen aramäischen Dialekten. I. TX Luzzato in seinen krolegomeni sä uns grammalica ragionata della lingua ebraica, kaäovs 1836, erörterte zuerst die Gesetze der hebräischen Sprache aus den uns bekannten aramäischen Sprachgesetzen mit folgerichtiger Durchführung. Es steht die hebräische Sprache zu den übrigen aramäischen Schwestersprachen, durch den höhern Grad der Weichheit, der Harmonie und des lexikalischen Reichthums in dem Verhältniß einer abgeleiteten Sprache zu ihrer Ursprache. In Bezug auf die beiden übrigen.Dialekte glaubt Igel in der -syrischen oder westaramäischen Sprache eine größere Ursprünglichkeit zu finden und sucht dies mehrfach zu begründen. Scharfsinnig wird der lexikalische und gram« matische Unterschied zwischen der syrischen und chaldäischen Sprache hervorgehoben, nachdem schön von Michaelis die Ansicht widerlegt worden» nach der zwischen dem Syrischen und Chaldäischen kein anderer Unterschied stattfände,, als welchen die syrische Schrift, dir syrische Aussprache und Betonung konstituiren. . Drittes Kapitel. Ursprung und Entstehung der sy* rischen Schriftarten.. Die noch aus der vorchristlichen Zeit bekannte Schrift der Syrer war eine große und runde Schrift, welche die ersten Christen im Oriente Esttängelö nannten, vom /syrischen Worte zHoo mar „ Schrift^ und dem in'S Syrische übergegangenen Worte EvangbliuM, also Schnft des Evangeliums > weil sie sich derselben in ihren Uebersetzungen deS, N. -Lr- -bedienten^ -Nach Vers. Ansicht deutet; dieser Name eStrai%elo: auf MMAstenz einer -andern frühem Schriftder^ gegenü'berMn diesen neuen Namen einer neuen, jüirg'erti HeilrM' Die ältere hatte etwa mit den auf den palwyrrnischm Inschriften befindlichen. Buchstaben Aehnlichkeit. ' Gehr M'gM der Vers, hier an: daß sowol die heutige hebtäische, ÄS auch die Estrangelo-Schrift aus einer Quelle, Nämlich dir Vorestrangelo-Schrift sich herfchreibtn und düst die Sksdrängte Urschrift .ebenfalls eine, assyrische Schüft WweftN sein muß. Aus der Modifikation. der; EstrangeMSchrift entstanden nun durch kalligraphische. Künstelri öerschiedkäe Schriftarten (S. .54).. / ......... Viertes; Kapitel. Vokalzeichen imd' ÄNd'edi Lese^' Md diakritische Zeichen. Der Vers. führt' die Gtustde Äs, warum er (mit Luzzato) die Erfindung dtp VskätpuMe nicht, wie es Manche behaupten / in vaS siebente hundert setzt,, sondern in die üttbestkÄüüe ZeK lttnephM der ersten , drei christlichen Jahrhunderte Ü. s.W. '' Fünftes KäpkM BttdnüNg dit Mischen 'Wörter. Angabe der Regeln» die hiet als MteNdeMrm brenen. Sechtes Kapitel. Historischer Ümriß dersyrischenLiteratür. Bis zuM itzten Jahrhundert wäre.» die Europäer mit der Mischen Sprache und Literatur noch so.wenig vertraut, dass sie kaum wetzt als deren tarnen kannten. Seit der Zeit aber hie Konzilien die hebräische Sprache zu Ment ÜNiverficktSgigenstäüde Hoben, wurde düs BedMfniß der genauen KMtniß'. d'tt'/.Pkt '.derftltzey verwandten Dialekte immer Mhß' rege, Und. Könige.und Fürsten wetteiferten Nus rtzligioftw und wissenschaftlichem Eifer in der Detpstäüzung bet Schwistersprachett /deS Hebräischen von Asten nachr täurpjp'a; Hoch/höher Hg der Dtang nach diesew Studien zür Ze'it' der Äesormation. Man wurde zutrst Mt-ded Mischen'Uederfetzung des % und N. T. bekänNt, die Man mit dem Äalnen Dschito, d. h. einfache, tvöttlkchr Ueberfrtz'üng gelegte? MeK'Na? me wird mit Unrtcht blos'vdN der M^rsetzüng deS N. verstünden (S.72). Äöttrefflich Hllt 'herHerf/ (A^ 78) die syrische LitMtüt' in ihcht HüiipMm /dar.' / Hihnlich de'N; Umständen/ Pie in M süWen '.Zeit H/syHche Spräche ünd Literatut stach' Eürdpü Frachten, Äaren diejenigen/ die im ^lMhüM^Und.M'ÄHtaÜer. zur' Wickelung bE Mschen LitMtÄ feÜss Veranlassung gaben. 17*

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