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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1852-04-12 · Heft 16 (12.4.1852) · p. Seite 191

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
16 (1852)
Issue
Heft 16 (12.4.1852)
Date
1852-04-12
Page
Seite 191 (sequence 11)
Language
German
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beit in der großen Druckerei, setze aber, wegen meiner dicken Füße, keine schweren Sachen mehr, sondern nur kleine ChüMesrh *) »üb Sefüöt * 2), tvobei freilich meine Augen sehr gelitten haben. Aber steht nicht geschrieben: Gottes Gebot ist rein, .eMuchtet ^<Augen? und so' wird er mich' hellsehend' maPen, tu [. w. u. s. w. Nach mMeM'7Jahrm^'be^ , erfaffrte. Jossel wieder seine Unruhe LG^dnsriD * näH zugleich der -Wunsch, dort sein Licht leichten zu lassen. Er schnürte eines Morgens plötzlich sein Bündels nahm Abschied von allen metzer Bekannten/' besonders von Fäüquemont,. und zog über den Rhein nach Hause. Es war ein stiller Sommerabend/ als-er aus her Feldmark voru Sammetlvch anlangte. Sein Herz klopfte laut, und wenn ihn auch manche trübe Ahnung beschlich, so drängte er sie mit Gewalt zurück. Ein Blick aus seinen neuen Rock,' auf daÄ-Mlt-sMne^rlWWo'-'ajMestWte Ranzel, aus fcett mit fünfzig feinen- Gulden Ungefüllten Beutel, Alles sein mühsam in Lothringen Pom den Gaben: des Elsässers und Anderer, die er mit seinem Scharfsinn, und: seiner Thätigkeit erfreut hatte, zusammengespartes Gut .— ein Blick.auf diese reiche, für einen. Bachur überreich^ G^be erhob ihn und stimmte ihn zur. Freude. WaS werden . sie jauchzen, wenn sie dich sehen, dachte er, den sie vielleicht schon für todt halten. Die Sonne war untergegangen-, ein schönes Puspurroth bedeckte den Abendhimmel^ . von Sammetloch her ertönte die ALendglocke, hier, dort lagen die bekanntes Dörfer, auf dem Berge die Burg, deren Geschichte er ganz, genau kannte/ die Heorden triebenüberall nach Haufe, imurer lauter pochte das Herz. Er geht durchs Thor, er bieget in die Straße, die Häuser sind so klein geworden, noch winziger das. elterliche HauS, dessen Schornsiein rauchet.. Da. öffnet .er die Thür- und — ein fremder Mann kommt ihm entgegen. „Wer' seid Ihr?" fragte ihn dieser. „Wo ist mein Vater?" stammelte bebend der arme Bachur, „wo ist der LeviJ-vssel, der Schuster? Wo iss meine Mutter?" — „.Dein Vater, armer, armer Jossel, Dein Vater, der Schusser, ist todt, Deine Mutter ist todt. Das elende Weib in der Stube, die da-steht neben dem eichenen, gebohnten Schranke,., auf dem die. Porzellan- Musikanten, die -Deine Kindheid erfreuten, anfgestM sind, das Weib ist Deine Stiefmutter , der Mann ihr , zweiter Gatte,^ Levi Jossel ist todt. Armer,Jossel!: . Zössel wankte nach dem Hause seiner Schwester., Eine Pentateuch. -. —..... ___~..- 2) Gebetbücher. -V -u schmale, schadhafte Treppe sührts in ein ärmliches, aber reinliches Gemach. Die junge Frau saß an der Wiege eineH kranken KiydeS, um..sie< spielten,mehrere.- andereL^dev Mann befand sich am. Tische und wand Schautäken zur Bekleidung des ältesten. Wer beschreibt die Gefühls des Bachur, als -er bas Einzige Wesin^ was er auf Erden noch sein nentten konnte, in Roth und Elenh erblickte,, nächtem„ ihn soeben, die. Todesnachrichten im, elterlichen Hause öuf’S, 5Slieffle erfd#üttert Ratten. .Still .stand er lange an der Schwelle, jetzt erst entströmten Thronen seinen Augen , aber' das Schluchzen verhinderte' ihn cim. Sprechen. Die Frau erhob sich von der Wiege, näherte sich ihm einige Schritte und fragte nach seinem Begehr. Sie erkannte ihn nicht. Aber Mkk Mi Rufe:" „Hannerl, Dein Brüder!" stürzte er auf sie, schloß sie in seine Arme und preßte sie an sein Herz. In solchen ÄügenbMeü der reinsten, edelsten Liebe steht die Gottheit, die da selber ist die erhabenste Liebe,, näher dem Ervenfohne, es iss ihr Wesen,, welches sich in ihn ergießet, es ist ihr reichster Segen, Lessen sie ihn lheilhattig machte ' " ES waren stille und'wehmüihige L^agH"t>fe""Sofferjei^t'' bei feiner Schwesier verbrachte, aber er hat mir oftgesägy'-'e-'-wä^nr' dk^^gsmißrekchsten-seines Lebens. Du vernahm er die Schilderung von den letzten Lebensjahren seiner Ettern, deren Grüb er täglich besuchte, da las er das Testament seines Vaters, da erzählte er seine Begegniffe und Wanderungen, und die Freunde kamen oft, ihn zu hören und zu bewundern, dct theilte er der bedrängten Familie feine Erspckvlliffs aü^ mächte die Kinder satt und froh undmachte es durch seine Unterstützung möglich, daßHanaMemett kleinen Handel' anleghe, d«k die Familie SM Noch Sdwa-hE - (Fortsetzung fotgt.) - - Ä « z eig pr. Sfl demselben werden Annoncen aller Art gegen 1 >/4 Ngr. (1 gGr.) Gebührenfür die gespaltene Zeile aus Petitschrift oder deren Raum so wie literarische, merkantile u. a.. Beilagen ausgenommen. Die Verlagshand tung. BakMz in GWv^ig. Bei hiesigerifraelitifd?cn.■';ÄuU'üäa_fhifiritM|,..J:&nii,. zu yitfin ein geprüfter Religionslehrer, der zugleich ^tüchtiger -jrn und vniM stin muß, hlacirt weiden: Gehalt. 156: Thldl preuH.^K.rt.,Ä2^E und Akzidenzien 100!Thlr. B-esähsgtE BesveWr .hüben sich persönlich zu i mebdeM: Reisekosten werden nicht vergütkgt. .G nü.bz.i.g.. (rn. Anhaby^. int- Piärz-1-852..-* - 'Dev Vörstau-dl Her' rsEK KMusgemeinde.

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