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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1852-03-29 · Heft 14 (29.3.1852) · p. [Seite]

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
16 (1852)
Issue
Heft 14 (29.3.1852)
Date
1852-03-29
Page
[Seite] (sequence 1)
Language
German
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xvi. Jahrgang. Allgemeine No. 14. " / V : Ei»; : unparteiisches Org a n fiir alles jüdische Interesse. Redaktion: Ludwig Philipps»«, »r. B Meyer, . Rabbiner zu Magdeburg. - verantwortlicher Redakteur. Leipzig, dm 29. März 1852. Diese Zeitung erscheint wöchentlich einmal, Montags, und wird jährlich 18 Bogen in Quart inkl. des Titels, Registers u. s. w. umfassen. In Gemäßheit des Zweckes derselben die allgemeinste Verbreitung zu geben, ist der Preis äußerst niedrig: mit 3 Thlr. für den Jahrgang; — 1 Thlr. 15 Ngr. (i Thlr. 12 gGr.) für sechs Monate — 22'/r Ngr. (iS gGr.)'für das Vierteljahr angefetzt worden. Alle Buchhandlungen, Postämter und Zeitungs-Expeditionen nehmen Bestellungen an; der Hauptspedition für beide Letztere hat sich die königl. fächs. Zeitungs-Expedition allhier unterzogen. Inhalt. . Leitender Artikel: Die neuesten Verhandlungen. Zeitungsnachrichten: Deutschland: Lübeck, Dessau, Stuttgart, Stuttgart, Dresden. Preußen: Berlin. Polen: Warschau. Die Niederlande: Amsterdam. Abhandlungen verschiedenen Inhalts: Drei Vorlesungen über die Gesetzlichkeit in der Natur, im menschlichen Geiste und in der Geschichte. (Fortsetzung.) Literarische Nachrichten : Magdeburg, Prag (Fortsetzung). Korrespondenz:'London (Schluß). Leitender Artikel. Magdeburg, 21. März. Die neuesten Verhandlungen. Was nach den erschütternden Bewegungen der.letzten Jahre oft genug gehört ward: die Einzigen, welchen ein Erfolg daraus erfloffen, seien die Juden, es zeigt sich von Tag zu Tage mehr als unwahr, und schon sind auch wir so weit, sagen zu können, daß wir Juden sicher uns weiter und besser befänden, wenn ruhig auf der Bahn von 1847 fortentwickelt worden wäre. Wären die fieberhaften Stöße von 1848 nicht.eingetretrn, würde die Entwickelung eine verhältnißmäßige gewesen sein, so wäre auch jeder Schritt vorwärts ein sichrer, bleibender gewesen sein, statt daß wir jetzt Schritt , vor Schritt zurückgedrängt werden. Bor Kurzem sprachen wir ans, daß, weün auch was Staatsdienst, überhaupt waSöffentliche Bcdienstung betrifft, mag gesetzlich den Juden die Besähigung dazu wieder' abgesprochen werden, oher nicht, schwerlich ein irgend wesentlicher Erfolg eintreten würde, doch in materieller Beziehung, in gewerblicher Hinsicht, in der Niederlassung u. dgl. kein Rückschritt, keine Beschrän- .küng wieder stattfinden würde — vor den neuesten Vorgängen müssen wir auch Dieses zurücknehmen, und zugeben/ daß auch solche Beschränkungen wieder, wenigstens in Aussicht stehen. Der Antrag in den sächsischen Kammern, der soeben der königlichen StaatSregierung überwiesen worden ist, der Antrag des württembergischen Staatsminiftcriums, wenn er auch-von der zweiten Kammer abgelehnt wurde, bezeugen dies genugsam, und wir können uns der Befürchtungnicht entschlagen, daß die Komplikation der Verhältnisse unS früher oder später, in Sachsen auf das Gesetz von 1838, in Württemberg von 1828, in Preußen von 4847 und anderswo anders zurückführen werde. Dann aber wird für lange Zeit keine Hoffnung sein, vorwärts zu kommen, wie, diese-Hoffnung 1847 allerdings überall vorhanden^ wah -wenn 1848 nicht gekommen wäre. - Indeß darf uns dies nicht entmuthigen; Beschränkungen in gewerblicher Beziehung, welche nicht allgemeiner Natur sind, sondern sich an die Fersen einer Konfession knüpfen, widersprechen den begründetsten nationalökonomischen Grundsätzen so sehr, und können nur auS so lokalen Motiven hervor'gehen, daß sie .sich durchaus nicht halten, können; sie gründen sich auf so einseitige Interessen, daß diese auf die Länge keine Geltung behalten können. Die Industrie hat einen' so allgemeinen'Charakter

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