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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1852-03-22 · Heft 13 (22.3.1852) · p. Seite 149

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
16 (1852)
Issue
Heft 13 (22.3.1852)
Date
1852-03-22
Page
Seite 149 (sequence 5)
Language
German
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149; -ffw' Dev vvw der SenatLkommission, beö? der sich die Schöffen Härmet, Müller, Schulin und die Senatoren Hassenberg und Körner befinden, anSgegrbeitete Berfaffungsentwurf erfreut sich zwar nicht.deS gänzlich ungetheilten, aber doch einesziemlich allgemeinen Beifalls von Seiten der Bürgerschaftund man glaubt, daß ihn sowol die gesetzgebende Versammlung als die Bürgerschaft annehmen werde. Uebrigens hat dieser Entwurf bereits eine Streitschrift hervörgerufen. Sie ist unter dem Titel „Frankfurt oder Neujerusalem" ohne Angabe deS Verfassers in Umlauf gesetzt worden und spricht sich gegen die Einverleibung der jüdischen Gemeinde in die christliche auS; sie fördert sogar alle „guten Bürger" aus, sich um Pie ständige Bürgerrepräsentation zu schaaren. Stuttgart, 7. März. Die Köln. Ztg. läßt sich schreiben: Die Regierung hat gestern den Nächst erstrderliDn Schritt gechan^ um^ nachdem sie jn der Frage der Grundrechte' in' der Kammersitzung vom 26*J>.9Jf. in fcet äRinber^eit gefelietim war, diese Angelegenheit in ihrem Sinne weiter zu bewegen, indem der Departementschef einen Gesetzentwurf folgenden Inhalts einbrachte: j,Zn Beseitigung jeder Unsicherheit über den Zustand. deS geltenden öffentlichen Rechts wird verordnet: Art. 1. Den so betitelten Grundrechten, deren Ungiltigkeit als Reichsgesetz durch den Bundesbeschluß vom 23. August v. I, ausgesprochen ist, soll auch die verbindliche Kraft eines Landesgesetzes nicht beigelegt werden. Art. 2. Die Verordnung vom 5. Oktober v. I. über die Rechtsverhältnisse der Israeliten wird außer Wirkj samkeit gesetzt, und treten die früheren gesetzlichen Bestimmungen wieder in Kraft." Zum Verstau dniß deS zweiten Artikels ist zu bemerken, daß die Regie-; rung unterm 5. Oktober v. A. in eben derselben Verordnung, durch welche sie die Grundrechte für aufgehoben erklärte, doch die den Israeliten durch Letztere erlheilten Rechte ausdrücklich aufrecht erhalten hatte, ohne Zweifel, weil sie eS für unbillig hteilt, privatrechtliche Verhältnisse auf dem bloßen Verordnungswege anzutasten, Da sie aber nunmehr hinsichtlich den GesetzungSwegbetritt, fo'''^.^€0' fte ganz konsequent, wenn sie auch die Rechte der Israeliten nicht mehr ausnahmsweise begünstigen will. M«s WürtLeMbrrg, im März. (Privat-! mitch.) Vom Februar ckann ich manches Erfreuliches berichten, vHnftx vielgeliebter HMg ist ityWer her Sache aller seiner Landeskinder hold, ohne Unterschied. deS Glaubens und des Standes. Als Ausdruck, her königlichen Huld gegen einen Pokenrzer deS Judenthums theile ich. mit, daß Hofrath Uijldolph ^faula in Stuttgart, mit dem köriM. württembssrgischen. Krön? orhen dekorirt worheu ist. Derselbe fghigWinMeier ist von den Kyryphäer; her wÜMembergischen Demp-. kratie, Stockmeser und Seeger, hie die -Entrepreneurs einer wärttemb ergischey LebenSversicherungSi und Renf. tenanstalt sind, mit dey Herren StaatSmimstertz - pon Herdegen und v. Schlayer die Statutenentchürse zu diesem Projekte zu prüfen, gewählt worden. Herr Hofrath Kausa ist der Sohn .des. ftlsgey-^Mmepzienraths Pathan Wolf Kaula, der seine emmersteu Fähigkeiten niM unter den Hchessel stellte, wenn es galt die bürgerlichen und^ religiösen Interessen desAudenthumS zu fördern. — Durch AnreMg..^ep.MGöchstm KömgMmilie. sind ArRenhazaxS M Württemberg für die Nothleidenden. -errichtet.worden.. .My,Gräfin Theolinde -v, Württembergs geb. Herzogin, v...Leuchtenberg hat den Herrn * Df. Dreifuß veranlaßt, an alle israelitische Gemeinden hetz LqndeS zu schreiben, um zu erheben, ob dieselben für ihre Armen auch von den Gaben der hochherzigen Mildthütigkeit ßtwaS wünschen. Allem .so weit es uns bekannt geworden, haben-die Israeliten dieses huldvolle Agerbieten abgelehnt, da sie ihre Armen nicht Mangel leiden lassen und haben noch reiche Gaben gespendet. Pffauylloch, eine kleine aber sehr intelligente - Gemeinde, Hat auf Anregen der Herren Löwenstein, Lebrecht und Pfiaum allein über drittehalb Hundert Gulden der Zentralleitung deS WohlthätigkeitSvereinS übermittelt. — Deswegen werden die jüdischen Armenanstqlten nicht verkürzt; das neulich veröffentlichte Spendenverzeichniß der israelitischen Waisenanstalt /MilhelmSpflege" hat -bewiesen, -daß Israels Söhne noch den Namen der „Barmherzigen" verdienen. — Der Waisenvater der Wilhelmspflege, Liebmann, ein ebenso fähiger als biederer Charakter, der sich um die Ausbildung der jüdischen Lehramtskandidaten am königl, Schullehrerseminar in EMugen sthr verdient Macht, hat eine Petition an die Kammer der Abgeordneten, um Verwendung bei der königl. StaatSxegiexung für Verbesserung der Lage, der israelitischen -Schullehrer Landes, eingereicht. In der 109ten Sitzung trägst der Berichterstatter der KoAmissiW für Kirchen- und

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