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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1851-12-15 · Heft 51 (15.12.1851) · p. [Seite]

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
15 (1851)
Issue
Heft 51 (15.12.1851)
Date
1851-12-15
Page
[Seite] (sequence 1)
Language
German
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xv. Zah-g°»g, Allgemeine No. S1. Zeitung -es Zu-enthums. Ein unparteiisches Organ für alles jüdische Interesse. Redaktion: Dr. Ludwig Philippson, lir. B. Meyer, Rabbiner zu Magdeburg. verantwortlicher Redakteur. Leipzig, den 15. Dezember 1851. Diese Zeitung erscheint wöchentlich einmal, Montags, und wird jährlich 7 8 Bogen in Quart inkl. des Titels, Registers u. s. w. umfassen. In Gemäßheit des Zweckes derselben die allgemeinste Verbreitung zu geben, ist der Preis äußerst niedrlgr mit 3 Thlr. für den Jahrgang; — 1 Thlr. 15 Ngr. (1 Thlr. 12 gGr.) für sechs Monate — 22!/2 Ngr. (IS gGr.) für das Vierteljahr angesetzt worden. Alle Buchhandlungen, Postämter und Zeitungs-Expeditionen nehmen Bestellungen an; der Hauptspedition für beide Letztere hat sich die königl. sächs. Zeitungs-Expedition allhier unterzogen. An die Leser. Wir beginnen in Kurzem den sechszchnten Jahrgang der Allgemeinen Zeitung des Judenthums. Wir beginnen sie mit ungeschwächtem Muthe, mit unverminderter Lust und Liebe, so sehr diese auch von der in den letzten Jahren so überaus gewachsenen Indolenz unserer Glaubensgenossen sür das Judenthum niedergedrückt werden könnten. Wir hoffen, daß Diejenigen uns ihre Theilnahme und Unterstützung nicht entziehen werden, welche uns diese bislang geschenkt haben; wir hoffen, daß Diejenigen, welche die Weckung des Geistes in unsrer Glaubensgenossenschaft zum Berufe des Lebens haben, in größerm Maße ihre Beihilfe uns zu Theil werden lassen, als es bis hierher geschehen, erkennend, daß bis auf die begrenztesten Lokalitäten die Wirkung, wenn der allgemeine Geist erlahmt und vegetirt, sich erstreckt, wie auch das Gegentheil; wir hoffen, daß überhaupt der Geist wieder reger, lebendiger und werkthätigcr werden und sich kund thun werde. Daß es hierzu an äußerer wie innerer Veranlassung nicht fehlt, weiß ein Jeder. Die Zurückführung in die beschränkenden Grenzen der früheren bürgerlichen Verhältnisse der Juden wird an so vielen Orten angestrebt, andererseits tritt das konfessionelle Leben und Streben wieder so mächtig auf, drittens wirkt der auflösendc Strom der Neuzeit doch so entschieden, wenn auch verborgen — daß, wem sein Judenthum noch in Herz und Geist lebt, sicher nicht ohne Bangen in die Zukunft schaut, und mit Freuden hinzutritt, wo versucht wird, durch Weckung und Bildung, durch Belehrung und Begeisterung im Voraus zu stärken, zu vereinigen und zur Blüthe zu bringen. Und darum lassen auch wir nicht von Dem, was wir für den Beruf unsersLebens halten, von Dem, was wir für ein Amt, nicht von Menschen, sondern von einer gütigen Vorsehung ansehcn; darum rufen wir fort und fort all' Die, welche die Hand rühren können, auf, sie nicht fallen zu lassen, um Dem zu dienen, was uns als das „Licht des Lebens" übergeben, und von uns die vier Jahrtausende getragen und erhalten worden. Die Redaktion. Inhalt. Leitender Artikel.: Welche sind die Folgen des Gesetzes vom 29. Juni e. für die Juden in Baiern? oder: Das Gesetz über die bürgerlichen Rechte der israelitischen Glaubensgenossen und dessen Wirksamkeit im Bereiche der Polizeiverwaltung. Zeitungsnachrichten: Deutschland: Frankfurt a. M., aus dem Osterlande, aus Mittelfranken, Stuttgart, vom Rhein, Krotoschin. Die Schweiz: 'aus der Schweiz. Frankreich: Paris. Belletristisches r Der unbekannte Rabbi. Eine Novelle (Fortsetzung.)

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