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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1851-10-13 · Heft 42 (13.10.1851) · p. [Seite]

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
15 (1851)
Issue
Heft 42 (13.10.1851)
Date
1851-10-13
Page
[Seite] (sequence 1)
Language
German
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XV. Z-chrg-ng. Allgemeine No. 4L. Zeitung des Zudrnthums. Ei» unparteiisches Organ für alles jüdische Interesse. Redaktion: I>r. Ludwig Phitippson, Dr. V. Meyer, Rabbiner zu Magdeburg. verantwortlicher Redakteur. Leipzig, den 13. Oktober 1851. Diese Zeitung erscheint wöchentlich einmal, Montags, und wird jährlich 78 Bogen in Quart inkl. des Titels, Registers u. s. w. umfassen. In Gemäßheit des Zweckes derselben die allgemeinste Verbreitung zu geben, ist der Preis äußerst niedrig: mit 3 Thlr. für den Jahrgang; — 1 Thlr. \ :> Ngr. (1 Thlr. 12 gGr ) für sechs Monate — 22*/a Ngr. (18 gGr.) für das Vierteljahr angesetzt worden. Alle Buchhandlungen, Postämter und Seitungs-Erpeditionen nehmen Bestellungen an; der Hauptspedition für beide Letztere hat sich die königl. sachs. Zeitungs-Expedition allhier unterzogen. J 11 h tt l t. Leitender Artikel: In Sachen gemischter Ehen. Aus der Briefmappe eines jüdischen Geistlichen. Zeitungsnachrichten: Dentschlanb: Hamburg, Berlin, Schneidemühl, aus Westphalen, Magdeburg, aus der Provinz Posen, Frankfurt am Main, Würzburg, aus Baiern, aus dem Baunachsgrunde. Oesterreichischer Kaiserstaat: Wien. Norwegen: Christiania. Literarische Nachrichten: Oberdorf im Ries. Belletristisches: Der unbekannte Rabbi. Eine Novelle. (Fortsetzung.) Leitender Artikel. N. 7. Oktober 1851. In Sachen gemischter Ehen. Aus der Briefmappe eines jüdischen Geistlichen. . . . Würde die Sache nicht zu ernst sein, so könnt' ich sagen, daß die Jungfrauen Juda's eine Konkurrenz in Aussicht hätten, die zu bestehen sie sich in der That zusammennchmen muffen. Die Forderung, gemischte Ehen zwischen Juden und Christen eingesegnet zu erhalten, wird immer häufiger, und in der Regel ist — der männliche Theil der jüdische. Allerdings hatte ich immer die Ansicht, daß vom religiösen, und auch vom jüdisch-religiösen Standpunkte gegen solche Ehen Nichts einzuwcnden sei, sobald der Staat den Eltern die volle Freiheit läßt, ihre Kinder in welcher Religion sie wollen zu erziehen. Allein vom Standpunkte des Judenthums habe ich solche Ehen nie wünschenswerth erachtet, weil sie schon viel Laxitat voraussetzen, und weil sie noch mehr Laxitat zur Folge haben. Ueberhaupt bitte ich Alle, die es aufrichtig mit der Erhaltung des Judenthums meinen, jene Uebergangszeit beenden zu Hilfen, wo das Judenthum allen von gewisser Seite an dasselbe gestellten Anforderungen nachzugeben stets bereit war, auf daß es sich wieder in seiner alten Selbstständigkeit zeige und auf eignen Füßen wieder stehe. Wer sieht nicht die Energie aller Kirchen jetzt wieder in unangeahnter Weise erwachen? Nur die Synagoge sollte wie ein schwankendes Rohr sein, jedem Winde preisgegeben, woher er wehe? Meine Ansichten über den fraglichen Punkt wird man aus folgenden Bciefbruchstücken erkennen. Da ich selbst anonym bleibe, und alles Persönliche vermeide, so wird man mich eines persönlichen Zweckes bei der Veröffentlichung nicht zeihen können. Der verehrt. Redakteur weiß übrigens, daß die Schriftstücke allesammt authentisch sind. . . . I. An den Rabbiner Herrn N. in N. „Ein Unbekannter, oder doch nur dem Namen nach Bekannter bittet um die Erlaubniß, Ihre Zeit und Aufmerksamkeit auf einige Augenblicke in Anspruch nehmen zu dürfen. Ich bin ein p und seit . . . mit einer Christin verlobt; wir lernten uns in N. kennen (u. s. w.). Meine Eltern waren gegen diese Verbindung, weit sie eine Christin und ohne Vermögen; sie sind es nicht mehr,

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