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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1851-09-22 · Heft 39 (22.9.1851) · p. Seite 467

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
15 (1851)
Issue
Heft 39 (22.9.1851)
Date
1851-09-22
Page
Seite 467 (sequence 11)
Language
German
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467 deshöhen bedeckte die Abhänge, eine unzählige Menge Dörfer Lagen Ln den Thälern und hoch wirbelte der Rauch aus den Essen, in der Ferne erblickten wir Thurmspitzen, die mir der Vater bezeichnete und die Städte nannte, Ln denen so viele, viele Menschen wohnten. Alles schien dem Knaben neu, Himmel und Erde sich in Festgewande gehüllt zu haben, Wald und Flur lebendig, wie das klopfende Herz. Und als die Sonne sich zum Abend neigte, die Schatten der Höhen immer langer wurden, ein Konzert der Waldesvögel begann, da standen wir vor einer einsamen Hütte, die von dem Dorfe, zu dem sie gehörte, wol einen Büchsenschuß entfernt war, ein mächtiger Kastanienbaum hatte seinen breiten Gipfel über das Dach gebreitet, an ihren Stamm war ein hölzerner Sessel, mit einem Kissen bedeckt, gelehnt, auf welchem ein großes Buch aufgeschlagen ruhete, die Thür knarrte und heraus trat ein Greis, von dessen Haupte Silber- Locken walleten, in dessen Augen Freudenthränen glüheten, der mit weicher, unvergeßlicher Stimme rief: „Benoni, Benoni! bist Du da?" (Fortsetzun g folgt.) Anzeiger. In demselben werden Annoncen aller Art gegen l1/* Ngr.(1 gGr.) Gebühren für die gespaltene Zeile aus Petitschrift oder deren Raum so wie literarische, merkantile u. a. Beilagen ausgenommen. Die Verlagshandlung. Durch den Tod meines^Gatten lediglich auf die Erziehung meines einzigen Kindes, eines Mädchens von acht Jahren angewiesen, möchte ich gern durch die Aufnahme junger Mädchen meinen Wirkungskreis erweitern. Nächst der strengsten Pflichterfüllung gegen die meiner Leitung anzuvertrauenden Zöglinge, bin ich gern bereit die nöthige Nachhilfe bei den Schularbeiten zu übernehmen, und bitte ich die geehrten Eltern und Vormünder, gefälligst meine Adresse beachten zu wollen. Der Herr Bvam hierfelbst, Stralauerstraße No. 12, wie auch der Herr Dr. Philippfon in Magdeburg werden so freundlich sein Auskunft über mich zu ertheilen. Vecwittwete Friederike Maveuse geb.Rintel aus Berlin, Stralauerstraße No. 12, vom 1. Oktober Stralauerstraße No. 26. Zur Aufnahme israelitischer Zöglinge empfiehlt sich bei dem bevorstehenden Wintersemester das Pensionat von R. Frank in Düsseldorf. Ueder Lehrgegenstände, Bedingungen rc. wird auf frankirte Anfragen Auskunft ertheilt. Zu Michaeli d. I. werde ich hier eine Err Q ziehungs-Penfions-Anfialt für ffras S Q elitische Knaben eröffnen. Mit derselben Q § steht meine seit längerer Zeit hier bestehende israe- Q Q litische Knaben-Bürgerschule in Verbindung, Q Q in welcher Knaben vom frühesten schulfähigen Al- O ter an bis zum Eintritt in eine höhere Gymnasial- Q Q oder Realklasse in den hierzu nöthigen Wissenw w schäften ausgebildet werden. Der Unterricht wird w w in 2 Klassen von 4 geprüften Lehrern ertheilt und O umfaßt die Elementar- und Realgegenstände, die w polnische und lateinische Sprache und alle zum w w Hebräischen gehörigen Unterrichtszweige, als: Rew w ligion, biblische und jüdische Geschichte, hebräische w Sprache "s2N, Uebersetzen der Gebete, hebräisch w w Lesen und Schreiben. Es werden jedoch auch y^ solche Knaben ausgenommen, die ein hiesiges Gymy^ nasium besuchen, oder für dasselbe vorbereitet wery^ den sollen, und erhalten dieselben zweckmäßige Nachy£ y£ Hilfe in den nöthigen Unterrichtszweigen, nebst y£ Privatunterricht im Hebräischen. y£ )j( Es wird mein Bestreben sein, den mir anvertrauten Zöglingen bei gewissenhafter Beaufsich- )j( )5( tigung und liebevoller Behandlung eine sittlich- ){( )5( religiöse Erziehung zu Theil werden zu lassen und )J( )S( für ihr körperliches und geistiges Gedeihen nach )j( )J( Kräften zu sorgen. Das Honorar werde ich aufs )Ü( Atterbilligste stellen, und bitte ich, desfallsige An- )S( Meldungen zeitig bei mir anbringen zu wollen. R Posen, den 25. August 1851. S Markus Budwig, O geprüfter Lehrer für die höhere Bürgerschule. Herr Theodor Kletfichoff, in den Jahren 1832 bis 35 erster Lehrer an der israelitischen deutschen Lehranstalt zu Warasdin, wird hiermit von seinen dankbaren Schülern freundlichst aufgefordert, seinen Aufenthaltsort kundzugeben, um freundschaftliche Beziehungen anknüpfen zu können. Briefe erbittet man unter Adresse: Herrn LvUts Mosinger in Warasdin. Ein Lehrling mit guten Schulkenntnissen findet sogleich in meinem Waarengeschäft eine Stelle. Stolpe, den 13. September 1851. S. Friedländer. Unterzeichneter sucht, unter sehr vortheilhaften Bedingungen sofort Ker November 2. e. anzutreten, einen jungen Menschen als Lehrling oder Volontär für

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