Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Journal
- Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Volume
- 15 (1851)
- Issue
- Heft 37 (8.9.1851)
- Date
- 1851-09-08
- Page
- Seite 444 (sequence 12)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 97% known words query
- IRI
…/3224737-3225714-3225752--11955-3242097- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
444 es. Ich hörte aufmerksam zu, obgleich ich hier nicht Wahrheit von Dichtung unterscheiden konnte, wie dies so oft mit Sagen im Volke geht, selbst wenn diese sich aus unlängst vergangener Zeit herschreiben, denn Rabbi Salomon war erst fünfzig Jahre todt. Ich konnte meinen Freund nicht langer zurück halten. Ec sagte mir nur noch, daß sich auf dem obersten Boden des L.'schen Hauses noch eine Kiste befinde, welche Bücher und Schriften von dem alten Rabbi enthielte, daß mir, der sich dafür intercssicte, die jetzigen Besitzer diese Kiste wohl gern öffnen würden, um mir die Bücher zu zeigen. Der verstorbene L. hatte die Sachen aus Pietät gegen den alten Lehrer nie berührt, seine Erben würden sich auch wenig darum kümmern. Ich nahm mir fest vor, dies Mal nicht zu vergessen und habe mir Wort gehalten. (Fortsetzung folgt.) Anzeiger. In demselben werden Annoncen aller Art gegen 1V* Ngr. (1 gGr.) Gebühren für die gespaltene Jeile aus Petitschrift oder deren Raum so wie literarische, merkantile u. a. Beilagen ausgenommen. Die Verlagshandlung. Vakanzen. Mehre Elementar- und Religionslehrer, so wie 6 befähigte Religionslehrer, die Alle Vorbeter und zum Theit auch Schächter sein muffen, können in meinem Rabbinate sogleich ziemlich gute Stellen erhalten. Reflektirende wollen unverzüglich mir ihre Zeugnisse portofrei einsenden. Trier, den 24. August 1851. I. Kahn, Oberrabbiner. £Sr* Ein unverheirateter jüdischer geprüfter Religionslehrer, der der hebräischen Sprache kundig ist, kann von bsn'h ynzm rv-i, mit einem sixirten jährlichen Gehalt von 100 Thlr. und freier Station, zum Unterricht mir zehn Kindern placirt werden. Qualiflzirte Reflektanten belieben sich an Unterzeichnete portofrei zu wenden. Graudenz, 28. August 1851. Wolf Levirrfohn. Levin Reich. Zum 1. November d. I. wird die zweite Lehrerstelle bei der hiesigen jüdischen Religionsschule mit einem Gehalte von 50 Thlr. nebst freier Wohnung und Beköstigung vakant. Unverheiratete Bewerber wollen ihre Meldungen an den Unterzeichneten baldigst franko einsenden. Anklam, den 25. August 1851. I. Tonn, Kantor. I Ein unverhekratheter Lehrer, der zugleich das Amt als Kantor und Schächter versehen kann, wünscht eine Anstellung. Ec besitzt musikalische Bildung, talmudische > Kenntnisse, wie auch Kenntniß der klassischen Sprachen,! und ist als Kanzelredner brauchbar. Geneigte frankirte! Offerten nimmt Herr Kantor Moll in Conitz für ihn in Empfang. Herr Theodor Kletfchoff, in den Jahren 1832 bis 35 erster Lehrer an der israelitischen deutschen Lehranstalt zu Wa ras bin, wird hiermit von seinen dankbaren Schülern freundlichst aufgefordert, seinen Aufenthaltsort kundzugeben, um freundschaftliche Beziehungen anknüpfen zu können. Briefe erbittet man unter Adresse: Herrn LvUts Mosinger in Wa ras bin. In einer Residenzstadt Thüringens kann entweder Michaelis d. I. oder Neujahr k. I. ebensowol ein Kommis, als auch ein Lehrling jüdischen Glaubens in einem Schnitt- und Modewaarengeschäft Unterkommen finden. Beide müssen hinreichend mit guten Zeugnissen versehen sein. Der Kommis muß ebensowol in den Büchern als auch zum Detailverkauf brauchbar sein, und erhält derselbe bei freier Station einen Salär von 80—100 Thlr. Bei einem Lehrling werden annehmbare Bedingungen gestellt. Wobei noch zu bemerken, daß sowol Mrthschaft, als auch und d'*1 der Laden geschloffen ist. Reflektirende wollen sich wegen Adresse an den verehrt. Redakteur dieser Zeitung wenden. Literarische Anzeigen. In Baumgartners Buchhandlung zu Leipzig ist erschienen und durch alle Buchhandlungen zu beziehen: Kleiner Katechismus der Geschichte Israels (bis zn unsrer Zeit), der Bibelkunde, der Landeskunde des alten Palästina und der jüdischen Liturgik. Von Di*. Ludwig Philippson, Rabbiner. In 8. roh 4 Ngr. (3 gGr.) geb. 5*/2 Ngr. (4!/2 gGr.) Bei Carl David in Berlin ist soeben in zweiter Auflage erschienen: Gebetbuch der jüdischen Reformgemeinden. Zweiter Theit die Festgebete. Preis 15 Sgr. Der erste Theil, enthaltend: Allwöchentliche Gebete und häusliche Andacht, ist ebenfalls ä 15 Sgr. zu haben. Beklag von Baumgärtners Buchhandlung in Leipzig. — Druck von I. B. Hirfchfeld.