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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1851-08-04 · Heft 32 (4.8.1851) · p. [Seite]

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
15 (1851)
Issue
Heft 32 (4.8.1851)
Date
1851-08-04
Page
[Seite] (sequence 1)
Language
German
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XV. Jahrgang. No. 32. Allgemeine Zeitung des Zudeuthuws. Ein unparteiisches Organ für alles jüdische Interesse. Redaktion: Dr. Ludwig Philippstori, Dr. V. Meyer, Rabbiner zu Magdeburg. verantwortlicher Redakteur. Leipzig, den 4. August 1851. Diese Zeitung erscheint wöchentlich einmal, Montags, und wird jährlich 78 Bogen in Quart inkl. des Titels, Registers u.f. w. umfassen. In Gemäßheit des Zweckes derselben die allgemeinste Verbreitung zu geben, ist der Preis äußerst niedrig: mit 3 Thlr. .für den Jahrgang; — 1 Thlr. 15 Ngr. (l Thlr. 12 gGr.) für sechs Monate — 22*/2 Ngr. (18 gGr.) für das Vierteljahr angesetzt worden. Alle Buchhandlungen, Postämter und Jeitungs-Erpeditionen nehmen Bestellungen an; der Hauptspedition für beide Letztere hat sich die königl. sachs. Zeitungs-Expedition allhier unterzogen. Inhalt. Harfenklänge r An den Jarden. Leitender Artikel r Die Aufgabe unserer Zeit im Judenthum. Zeitungsnachrichten: Deutschland: aus Baiern, aus Baiern, Berlin, aus dem Großherzogthum Posen, Koblenz, Frankfurt, Frankfurt. Oesterreichischer Kaiserstaat: Lemberg, Lemberg. Großbritanien: London, London, London. China. Literarische Nachrichten r Magdeburg, aus der Altmark. Korrespondenz r Goch. Bericht über die in Krefeld stattgehabte Versammlung israelitischer Lehrer aus der Rheinprovinz und Westphalen. (Fortsetzung.) Harsenklänge. An den Jarden. Der Du die goldgelben Wellen trag' hinunter, o Jarden, Führest zum stillen, nie befahrenen See, Einsamen Ufers, denn der Löwe des Dickichts Hat Dich zugleich mit dem Löwen von Juda verlassen: Gieb meiner Frage die Antwort! Aus den zackigen Felsen an des Lebanon's Rande Rinnst Du hervor, ergießest den schwellenden Quell Durch die Schatten des Zedernwaldes, rollst ihn Mitten durch Seen hindurch, von Sümpfen umlauert, Oder von Bergen umdrängt rings — Endlich gelangst Du zur Au — doch weh! wo find sie, die Auen? Wo die grasreichen Triften um Baschan's Fuß? Wo die Rose von Saron? die Rebe von Eschkol? Ach, Du wühlest Dein Bett nur durch öde Gefilde, Die der Samum mit Sand deckt — Ja, Du zürnest, im Grimme schleuderst Du Deine Gewässer Ueber Schnellen und Zacken tobenden Laufs; Doch im heißeren Strahl der Sonne ermattet, Schleichst Du trübe dann hin durchglüht und verdrossen, Todesahnend zum Tod hin — Sprich — denn dennoch bist Du geheiligt, Dich nennen die Lippen Aller Sterblichen heilig, wer Dir sich naht. Alldem klopfet das Herz voll glühender Ehrfurcht, Selig preiset er sich, in Deine Welle Niederzutauchen — so sag' mir: Als Dich Joschua theilte. Dich schlug mit dem Mantel Elija, Als der geweihten Propheten heilige Schaar Dir am Ufer gewandelt durch blühende Fluren, Als sie von Deiner Verödung, von Zijons Sturze Laut das grausige Wort sprach — Haben sie tröstend da nicht. Dir leise das Wort der Verheißung Zugcflüstert, wann käm' die berufene Zeit, Wo der Flüchtling zurück zu Deinem Strande Mit des Sieges unwiderstehlichen Waffen Kehre zu ewiger Hoheit?

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