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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1851-07-28 · Heft 31 (28.7.1851) · p. Seite 371

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
15 (1851)
Issue
Heft 31 (28.7.1851)
Date
1851-07-28
Page
Seite 371 (sequence 11)
Language
German
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371 Verlassener, durch einige wenige Louis' und eine Menge Versprechungen für die Verbesserung seiner Lage verleitet wurde, feine Religion abzuschwören. In den meisten Fällen wenden sich diese Bekehrten, wenn sie nicht für immer von der Gesellschaft angestellt werden, nach kurzer Zeit gegen dieselbe und dann ist gewöhnlich, wie in der Geschichte von Ammon und Tamar, der Haß größer als die Liebe. So fühlte ich auch einen liefen Kummer, als ich die armen Kinder der Bekehrungsschule, die schmählich von ihren Eltern verlassen wurden, auf dex Bekehrungsausstellung vorführen sah. Ohne Zweifel ist Armuth der Vorwand, den die Eltern für die Gestattung der Apostasie ihrer Kinder haben; aber welch' erbärmlicher Vorwand ist sie! Eltern müssen auf den Straßen betteln, ehe sie das religiöse Bewußtsein ihrer Kinder verkaufen, und müssen die große Verantwortlichkeit bedenken, die sie über sich nehmen, wenn sie ihren Glauben ändern, so lange ihre Kinder noch keinen eigenen Willen haben, Die ganze Szene muß jeden Juden mit Trauer und tiefer Entrüstung erfüllen. Es ist mehr ein Auskramen (expose) als eine Ausstellung (exposition) menschlicher Schwachen und menschlicher Eitelkeit. Literarische Nachrichten. Aus der Altmark, im Juli. Prüparation zur Genesis für die oberen Gymnasialklaffen und Universitäten, von F. I. Lieb recht, Sprachlehrer. Berlin, 1851. Druck und Verlag von Ad. Friedländer. 8. 160 S. Für obere Gymnast'alschüler und Studirende möchten wir diese Janua zur Genesis wol minder passend finden, als für jüdische Elementarlehrer, welche mit ihren Schülern dieses Buch des Pentateuchs lexikalisch und grammatisch analysiren wvllen. Ersteren darf die Aufgabe, sich zum Uebcrsetzen aus dem Lexikon vorzubcreitcn nicht zu leicht gemacht werden. Jüdischen Lehrer» und Schülern ist das Werk sehr zu empfehle». U. Anzeiger. Zn demselben werden Annoncen aller Art gegen l1/* Ngr. (1 gGr.) Gebühren für die gespaltene Zeile aus Petitschrift oder deren Raum so wie literarische, merkantile u. a. Beilagen ausgenommen. Die Berlagshandlung. Bei der hiesigen israelitischen Korporation wird mit dem 1. September d. I. die Stelle eines Kantors und Schächters, die ein jährliches Einkommen von circa 400 Thlr. gewährt, vakant. Qualifizirte Bewerber, welch« gleichzeitig den Gesangunterricht in der Elementarschule zu ertheilen und den Choral in der Synagoge zu leiten fähig sind, wollen sich persönlich bei dem Unterzeichnete» Vorstand« unter Vorlegung ihrer Qualifikationsatteste melden. Reisekosten werde» nicht erstattet. Birnbaum, den 15, Juli 1851. Der Korporationsvorstand. Salomo« P inner. Lesse« Brasch. Konkurrenzerösfnung. Die Stelle eines Predigers und Religionslehrers bei der israelitischen Religionsgemeinde Worms mit einem fixen Gehalte von 300 fl. jährlich ist zu besetzen. Die Konkurrente» müssen sich über vollendete Gymnasial- und Universttätsstudien ausweisen und habe«, wen» sie Ausländer sind, auf Verlange» die inländische Prüfung zu bestehen. — Die Instruktion für diesen Angestellten liegt auf der Kanzlei der Unterzeichneten Stelle und bei dem Vorstande der israelitischen Religionsgemeinde hier zur Einsicht offen. Die desfallsigen Gesucht sind unter Anschluß der Zeugnisse binnen 6 Wochen hier einzureichen. Worms, den 8. Juli 1851. Die großh. Negiernngskommission des Regierungsbezirks Worms, gez. Dr. Knorr. Konkurrenzerösfnung. Die Stelle eines ersten Kantors bei der hiesigen israelitischen Religionsgemeinde mit einem fixen Gehalte von 400 fl. und den ordnungsmäßigen Akzidenzien ist erledigt. Der Anzustellende muß nicht nur genügende musikalische und orthoöpogcaphische Fähigkeiten besitzen, sondern auch zur Ertheilung des Hilfsreligionsunterrichts und namentlich des hebräischen Elementarunterrichts qualisizirt sein. Konkurrenzfähige Bewerber werden eingeladen, sich binnen möglichst kurzer Frist an die Unterzeichnete Stelle zu wenden und ihre Zeugnisse einzusenden. Worms, am 10. Juli 1851. Der Vorstand der israel. Religionsgemeinde daselbst. Heinrich Blün. Eduard Blün. Sam. Schneider. A. Levi. Die Tochter eines wohlhabenden hiesigen israelitischen Kaufmannes, welche in einer der besten hiesigen Erziehungsanstalten einen vollständigen Schulkursus ducchgemacht hat, in der englischen und französischen Sprache, so wie in

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