Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Journal
- Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Volume
- 15 (1851)
- Issue
- Heft 30 (21.7.1851)
- Date
- 1851-07-21
- Page
- Seite 360 (sequence 12)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 96% known words query
- IRI
…/3224737-3225714-3225745--11864-3241999- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
360 habe ihm Vieles zu verdanken; aber hier handele es sich um die religiöse Richtung. Es wäre ihm lieb, wenn in dem münsterschen Seminar eine Aenderung eintrete, wenn man mehr für das konservative Prinzip wirken möchte; aber er bezweifle es. Man werde sagen, hebräisch sei nicht so sehr nothwendig, weil auch der Gottesdienst nicht hebräisch zu sein brauche u. s. w. Bei der nun erfolgten Abstimmung findet sich für den Antrag des Präsidenten, in der Rheinprovinz ein jüdisches Seminar zu gründen, keine Majorität; dagegen wurde der Antrag des Herrn Felsenthal, eine Kommission zu erwählen, die sich mit dem gegenwärtigen Standpunkte der Anstalt zu Münster genau bekannt zu machen und die nöthig scheinenden Abänderungen vorzuschlagen habe, zum Beschluß erhoben. Mit der Wahl der Kommission, die aus den Herren Wolff, Liffgens und Felsenthal (ehemaligen Zöglingen des münsterschen Instituts) besteht, wurde die Sitzung geschlossen. (Fortsetzung folgt.» Anzeiger. In demselben werden Annoncen aller Art gegen l1/* Ngr. (1 gGr.) Gebühren für die gespaltene Zeile aus Petitschrift oder deren Raum so wie literarische, merkantile u. a. Beilagen ausgenommen. Die Verlagshandlung. Konkurrenzeröffnung. Die Stelle eines Predigers und Religionslehrers bei der israelitischen Religionsgemeinde Worms mit einem fixen Gehalte von 300 fl. jährlich ist zu besetzen. Die Konkurrenten müssen sich über vollendete Gymnasial-und Universt'tätsstudien ausweisen und haben, wenn sie Ausländer sind, aus Verlangen die inländische Prüfung zu bestehen. — Die Instruktion für diesen Angestellten liegt auf der Kanzlei der Unterzeichneten Stelle und bei dem Vorstande der israelitischen Religionsgemeinde hier zur Einsicht offen. Die desfallstgen Gesuche sind unter Anschluß der Zeugnisse binnen 6 Wochen hier einzureichen. Worms, den 8. Juli 1851. Die großh. Negierungskommission des Regierungsbezirks Worms, gez. Dr. Knorr. Konkurrenzeröffnung. Die Stelle eines ersten Kantors bei der hiesigen israelitischen Religionsgemeinde mit einem fixen Gehalte von 400 fl. und den ordnungsmäßigen Akzidenzien ist erledigt. Der Anzustellende muß nicht nur genügende musikalische und orthoöpographische Fähigkeiten besitzen, sondern auch zur Ertheilung des Hilfsreligionsunterrichts und namentlich des hebräischen Elementarunterrichts qualifizirt sein. Konkurrenzfähige Bewerber werden eingetaden, sich binnen möglichst kurzer Frist an die Unterzeichnete Stelle zu wenden und ihre Zeugnisse einzusenden. Worms, am 10. Juli 1851. Der Vorstand der Israel. Religionögemeinde daselbst. Heinrich Blün. Eduard Blün. Sam. Schneider. A. Levi. Benachrichtigung. Die bei hiesiger israelitischer Gemeinde vakant gewesene Kantor- und Schächterstelle ist nunmehr besetzt worden. Hornburg, 7. Juli 1851. Der Vorstand. I. Schwabe. eV" Ein geprüfter israelitischer Lehrer, der außerdem Hebräischen und Deutschen auch Unterricht in der französischen und englischen Sprache ertheilt, sucht bis zum 1. Oktober d. I. eine GemeindelehrersteUe. Geneigte frankirte Offerten nimmt die Expedition d. Blattes unter Chiffre ÜT. As. entgegen. Lehrlingsgesuch. In einer Tuchausschnitthandlung wird unter annehmbaren Bedingungen zum sofortigen Antritt ein Lehrling gesucht. Wo? erfährt man in srankirten Briefen in der Expedition dieser Zeitung. Ein junger Mensch von 15 Jahren, von sehr anständigen Eltern, mit guten Zeugnissen versehen, will gern die Profession als Goldarbeiter oder Uhrmacher erlernen, ohne dabei seine Religion als Israelit entweihen zu müssen. Näheres zu erfahren unter der Adresse 8. A. B. No. 15. in Rethem a. d. Aller poste restante. Bemerkungen. Es sind in jüngster Zeit von vielen unserer gesch. Korrespondenten Freiexemplare gefordert worden. Wir sehen uns ganz außer Stande, dieselben zu bewilligen, schon da wir kein Mittel der wöchentlichen Beförderung haben. — Wir bemerken hier ausdrücklich, daß unser gesch. Korresp. in Wittkowo uns eine an sich sehr gut geschriebene und ausführliche Beschreibung des schönenFestes der Grundsteinlegung zur neuen Synagoge, wobei Herr Dr. Gebhardt eine treffliche Rede hielt, eingesandt hat, daß wir sie aber bei Mangel an Raum zu unserm Bedauern bei Seite legen mußten. Die Redaktion. Verlag von Baumgärtners Buchhandlung in Leipzig. — Druck von I. B. Hirschfeld.