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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1851-06-16 · Heft 25 (16.6.1851) · p. Seite 296

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
15 (1851)
Issue
Heft 25 (16.6.1851)
Date
1851-06-16
Page
Seite 296 (sequence 8)
Language
German
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296 daß es mit der erschwerenden Ansicht des Gesangverbots bei Frauen gesetzlich in den Zeiten des Talmuds und bald nachher nicht viel auf sich hatte und nur nach den sittlichen Vernunftgründen der Gegenstand behandelt sein will nach Zeit, Verhaltniß und Umständen. 6) Aus Moed Katon S. 28 b und anderen Stellen im Talmud geht hervor, daß Niemand Anstoß an den KLagweibern nahm, wie denn diese Sentenz in den y'to Lbergegangen. S. z. B. Orach Chajim K. 420. 7) Auch der pv'3D scheint der Ansicht gewesen zu sein, da es in der Keduscha zu 2^ NM73 heißt: d^ita« .bbn mbin2i i^ia 21221 8) Alsdann geht aus dem 3>2iD 182 des Zs. Beer Eulenburg in Görz S. 90 der Frankfurt a. M. Ausgabe vom Jahre 5409 d. i. 1709 selbst hervor, daß in seiner Zeit (1009) in jenen südlichen Gegenden der gottesdienstliche Gesang von beiderlei Geschlechtern, sowol Verheiratheten als Unverheiratheten, allgemein in Gebrauch war, gegen den er nur aus gewissen Befürchtungen eifert und ihn 51122 •H^b N82N niD2 (ein gutes Werk, welches zur Uebertretung sin sittlicher Beziehung) führet) nennt. Aus allem Angeführten ist daher selbst nach talmudisch-rabbinischem Standpunkt eine Gestattung zulässig, von der Zweckmäßigkeit, ja Nothwendigkcit in unseren Tagen ganz abgesehen, wo alle erlaubten Mittel angewendet werden müssen, um wahres religiöses Interesse zu befördern. Nimmt man nun außerdem Rücksicht auf folgende Grundsätze', 112872 ■psn rrsmöa 28 lirPD ‘jTatfr •’öb 2N272N msujb d^aiai d^nöam 1?212 rnn 121 b2i — ikp «niiD p^in?2 2iv2 ab »'bi riiiö *v uvinb in» ^^i 8iBran 2111373 8iiD ppn 1321s 211 iVb« *7« bnpn 211 2»iü — vp i^ bt22b ib2ii2 ÄN273N bapb wn •oia irom ii-* So d^idk i^w 2112 iri^nb 112^8 12172 ib^D« — so liegt es klar zu Tage, daß Nichts entgegensteht, das weibliche Geschlecht am Gesänge Lheil nehmen zu lassen Nb b^ll 231 ,*p'pOy Nb ^23 121 N1L72 121b 173s blp 512721212 1128 pl t]12 tpÖI illl^ ^1p?2 2^'ä)nw 1722 1221 1)281 ^872 NLtpb 12p 5121232 N1V8 N251128 »riwn b"s IplöKb» 21N72N Sltb 517211 p2^2 ntPtf 1212N 2112 12>'2 1212 151182 ^8 öblD ^12lbl — irfb bb2 Wenn hierdurch Etwas zum Verschwinden von Vorurtheilen beigetragen wird, so ist meine Absicht erfüllt. H. I. Fahrenbach, Dr., Rabbiner zu Lippe-Detmold. Anzeiger. In demselben werden Annoncen aller Art gegen l1/« Ngr. (1 gGr.) Gebühren für die gespaltene Zeile aus Petitschrift oder deren Raum so wie literarische, merkantile u. a. Beilagen ausgenommen. Die Vertagshandlung. Ein israelitischer Lehrer, ^der zugleich das Amt als Kantor und Schächter versehen kann, wird zum bevorstehenden ^727 an unserer Gemeinde bei freier Station mit einem jährlichen Gehalt von 100 Thlr. exkl. einiger Nebenakzidentien zu engagiren gesucht. Hierauf Reflektirende wollen sich baldigst beim Unterzeichneten persönlich oder in frankirten Briefen, unter Einreichung ihrer Zeugnisse melden. Petershagen bei Minden, im Juni 1851. Der Vorstand. L. Sabelsorr. Ein Kantor, der bei gründlich musikalischer Ausbildung sich bereits mehrfach mit der Organisation der Synagogenchöre beschäftigte, wünscht in einer dem Fortschritt huldigenden Gemeinde angestellt zu werden. Er ist zugleich geprüfter Lehrer und als Kanzelredner brauchbar. Mit guten Empfehlungen und einigen Mitteln versehen, sieht derselbe weniger auf Gehalt als auf zeitgemäße Bedingungen. Frankirte Adressen mit Nt. bezeichnet wird die Erpedition dieses Blattes gütigst in Empfang nehmen. S5T* Ein jüd. Lehrer, der in einem preuß. Seminare geprüft, im Besitze empfehlender Zeugnisse ist, und in der französischen und englischen Sprache Unterricht ertheilt, sucht auf den 1. September d. I. eine Haus- oder Gemeindelchrerstelle. Geneigte frankirte Offerten besorgt die Expedition d. Ztg. unter Chiffre EL E. No. 30. L-A" Ein seit fünf Zähren in verschiedenen Manufakturwaarengeschäften thätiger junger Mann, mit guten Zeugnissen versehen, sucht zu Ende Juli c. Placement in ein ähnliches Geschäft. Frankirte Offerten besorgt die Expedition dieses Blattes unter lit. A. Literarische Anzeige. Neu erschienen: MoreU Lathora oder Leitfaden bei dem Unterrichte in -er israelitischen Religion für Knabe» und Mädchen in Schulen und beim Privatunterrichte von Dr. Moses Büdinger. Fünfte Auflage. 8. Kassel, in derI.C.Krieger'schen Buchhandlung. 1851. Vk S gr. Der an dieser Nummer fehlende halbe Bogen wird in späteren Nummern ersetzt werden. Verlag von Baumgartners Buchhandlung in Leipzig. — Druck von I. B. Hirschfeld.

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