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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1851-05-19 · Heft 21 (19.5.1851) · p. Seite 251

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
15 (1851)
Issue
Heft 21 (19.5.1851)
Date
1851-05-19
Page
Seite 251 (sequence 11)
Language
German
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251 Dinge den Menschen zu fangen. (Berach 51 a.) Im Talmud ist die Rede von Menschen, welche durch einen bösen Geist im) entführt werden (Erub 41b), ferner von Menschen, welche durch einen Sched gezwungen werden Mazza zu essen. (Rosch. Hasch. 28 a.) Raschi erklärt ErstereS, wenn nämlich ein Sched Ln den Menschen fährt, wodurch dieser den Verstand verliert, und außerhalb der Sabbatgrenze gehet. — Die Rabbinen lehrten: drei Dinge machen den Menschen willenlos und lassen ihn gegen den Willen Gottes handeln: Kutäer, böser Geist und Arnnuth. (Erub 41b.) Gewisse Krankheiten rühren blos von ihnen her (Sabb. 67 a); insbesondere schaden die Schedim der Aborte. (Das.) Die Angina heißt Schibta (err-i^w). Sie ist, erklären Raschi und Aruch, ein befer Geist, welcher die Kinder im Halse ergreift. (Joma 84 a. S. Taanit 20 b.) Der tolle Hund ist nach Samuel von einem bösen Geiste besessen. (Joma 84a.) Ben Nephatim (EPböi p) ist nach E. der böse Geist der Engbrüstigkeit (Asthma). Das für gefährlich gehaltene Trinken einer geraden Becherzahl giebt den Masikim freien Spietrauin schädlich zu werden (Berach 59 a), mit Ausnahme des Pessachabends, an welchem die rituellen vier Becher getrunken werden müssen, denn an diesem Tage baden die Masikim keine Gewalt über bie Israeliten. (P-essach 109b. 110b.) Uederhaupt hat Asmodi, der Schedimkönig, die Herrschaft über alles Gepaarte. (Das.) J) ies nefasti waren die Mittwoch- und Sabbatabende, an welchen sogar das Wassertrinken gefährlichist. (Das. 111b. 112 b. Ebenso zerstreuete Brodkrumen im Zimmer.) Von diesen Abenden heißt es im Talmud ferner. An Mittwoch- und Sabbatabenden gehe man nicht allein aus, weil an diesen Abenden Jgrath bat Machbat mit 180,000 Engeln des Verderbens umherstreifen, deren jedem die Erlaubniß schädlich zu sein gegeben ist. In früheren Zeiten war dies täglich der Fall. Einst traf sie Rabbi Chanina ben Doßa. Sie sprach zu ihm: Hatte man im Himmel nicht ausgerufen, nehmet euch in Acht vor Chanina und seiner Gesetzeskunde, so würde ich dir gefährlich worden sein. Hierauf antwortete R. Chanina: Wolcin, wenn ich im Himmel so angesehen bin, befehleich dir, nimmermehran bewohnten Orten zu erscheinen. Sie bat ihn, es ihr doch für gewisse Zeiten zu erlauben und er gestattete ihr die Mittwoch- und Sabbatabende. (Das., wo dasselbe von Abaii erzählt wird.) Endlich äffen die Schedim die Menschen auch durch falsche Traume. Es werden im Talmud folgende Thatsacherr von den Schedim berichtet. Da die Geister, welche sich im Kapernstrauch aufhalten, keine Augen haben (s. oben), so kann man Lhnm leicht entrinnen. Einjb verrichtete ein Rabbinengenosse seine Nothdurft bei dem Kapernstrauch, d<a sah er eine Geistin auf sich zukommen, er wich ihr aus, und sie stürzte über dieWurzel einesOattelbaumes. Sie barst, und der Baum stieß einen Schrei aus. (Pessrnch 111b.) Ein Stadtwächter kam einem Sperbecbaum nahe und gerieth daselbst durch 60 Schedim in Gefahr. Er sprach einen Rabbi um Hilfe an, dieser gab ihm ein Tmulet, welches blos auf einen Sched lautete, denn er nutzte nicht, daß es ihrer sechszig seien. Jene aber stellten einen Tanz an und trieben ihre Kurzweil über den Rabbi. Ein anderer Rabbi, dem ihre Zahl bekannt war, schrieb ein Amulet auf djx Zahl 60, darauf hörte der geangstigte Wächter sie rufen: fort, fort von da. (Das.) Bekannt ist die Sage oon der Herrschaft Salomonis über die Geister. (U. a. Megitt. 11a.) Schida und Schidot mY»w smiö (Pred. 2, 8.), giebt die aramäische Version nvit Schedim uttb Schedinnen. Rabbi Jochanan sagte hierauf: 300 Arten Schedim waren in Sichin, aber von der eigentlichen Schedin (nach E. die Königin der Schedim) kann ich nicht sagen, wusste sei. (Gittin 68 a.) Sehr sinnig ist folgende talmudische Parabel. (Von Klinger in einem seiner philosophischen Normane fMahals Reisen von der Sündfluthj zitirt.) Rabbi Zochanan sagte: Die Füße des Menschen haften für ihn, sie tragen ihn dorthin, wo man ihn haben will. Einst stunden zwei Äthiopier vor Salomon, die Geheimschreiben Elichoref nnd Achia, die Söhne Schischa's (1 Kön. 4, 3.), da wurde Salomo des Todeseugels ansichtig, welcher eine traurige Miene machte. Salomon fragte ihn, warum er traurig sei. Jener antwortete, man vertragt von mir diese zwei Aethiopier. Alsbald befahl Salomo den Satyren (Schedim), diese Männer schnell im das Gebiet von Lus zu versetzen, allwo, wie die Sage tratet, kein Mensch sterben konnte. Als sie aber dahin gelangten, starben sie. Fotzenden Tages sah Salomo abermals den Todesengel, aber diesmal lachend; und auf dre Frage, warum er so lustig sei? antwortete dieser: Weil du jene Männer gerade dahin sandtest, von wo sie zu holen mir der Auftrag wurde. (Sukka 53 a.) Mar bar Rabbi Asche that einen Sched, der ein Faß zerbrochen hatte, in den Bann und verurtheilte ihn, als dieser vor Gericht erschienen, zum Schadenersatz. Der Dämon versprach in einer gewissen Frist den Schaden zu bezah-! Int. Die Frist verstrich, der Daznon kam aber später

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