Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Journal
- Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Volume
- 15 (1851)
- Issue
- Heft 15 (7.4.1851)
- Date
- 1851-04-07
- Page
- [Seite] (sequence 1)
- Language
- German
- Belongs to
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XV. Jahrgang. No. 15« Allgemeine Zeitung des Zudenthums. Ein unparteiisches Organ für alles jüdische Interesse. Redakteur Verlag von Dr. Ludwig PHMppson, Baumgartners Buchhandlung Rabbiner zu Magdeburg. zu Leipzig. Leipzig, den 7. April 1851. Diese Zeitung erscheint wöchentlich einmal, Montags, und wird jährlich 78 Bogen int Quart inkl. des Titels, Regißters u. s. w. umfassen. In Gemäßheit des Zweckes derselben die allgemeinste Verbreitung zug»ek>en, ist der Preis äußerst niedrig: mit 3 Thlr. für den Jahrgang; — 1 Thlr. Io Ngr. (i Thlr. 12 gGr.) für sechs Monate — 22lk Ngr. (18 gGr.) für das Vierteljahr angesetzt worden. Alle Buchhandlungen, Postämter und Zeitungs-Expeditionen nehmen Beftellm«gen an; der Hauptspedition für beide Letztere hat such die königl. sachs. Zeitungs-Expedition allhier unter:; ogen. I „halt. Leitende Artikel: Beiträge für die verunglückten Israeliten in Friedrichsstadt. — Das Urtheil eines katholischen Professors über das alte Israel und stviie Geschichte, mitgetheilt von W. Zeitungsnachrichten r D eu tsch\m fc: Magdeburg, Aachen, Berlin, Berlin, Goch, München, Dessau, Braunschweig. Oesterreichischer Kaiserstacil: Prag, Prag, Lemberg, Wien. Belgien: Brüssel. Schweden: Stockholm. Rußland: von der russtsch-bokolvuraer Grenze. Literarische Nachrichten: Leipzig, Krefeld, Neuenkirchen. Leitende Aetikel. Magdeburg, 31. Marz. Für die verunglückten Israeliten in Friedrichsfiadt ist eingegangen aus Treptow a. v. Rega durch Herrn Lehrer A.Cron: 5 Thlr. Zusammen: 247 Thlr. 7 Sgr. Goch, im Marz. Das Urtheil eines katholischen Professors über das alte Israel und seine Geschichte. mitgetheilt von W. Unter den mir in jüngster Zein zu Gesicht gekommenen Werken führt Eins folgenden Titel: „Versuch einer Geschichte der biblischen Offenbarung" von Dr. Daniel Hanenberg, Profe-ssor der Theologie, Regensk>urg 1850. Aus diesem Buche will ich Ihnen eine Stelle mittheilen, nicht weil sie etwas Besonderes, Neues enthiiilt, sondern weil sie Wahrheiten ausspricht, die, so alt sie sind, noch immer nicht genug erkannt und anerkannt werden, und weit diese Wort«e von einer Seite kommeir, von welcher noch nicht gar zu häufig vorurtheils freie Urtheile über Israel vernommen werden. Nachdem der geehrte Verfaffer den Begriff der Offenbarung erörtert, und hervorgehoben, wie die Thatsachen der göttlichen Offenbarung im Wolke Israel nicht als Erscheinungen auftre-leri, wovon das Gesammlt eben desselben unberührt geblieben, sondern wie sie so innig mit dem Bestehen und Leben dieses Volkes verwebt sind, daß dessen Geschichte zugleich die Geschichte seiner Offenbarungen ist, und umgekehrt; nachdem er angedeutet, wie die Stammväter dieses Volkes zugleich die Haupwrgane der Offenbarung, und die Hauptabschnitte der israelitischen Geschichte zugleich die Epochen der Offenbarung sind, geht er auf die Berührung Israels mit fremden Religionen über und stellt folgende Sätze auf, die ich zum Theil abgekürzt gebe: Ware das Leben des Volkes Israel so einförmig und abgeschlossen gewesen, wie das der Chinesen, es hätte doch eine Geschichte, obschon ein-- dürftig-, einseitige.... Allein die Geschichte Israels ist nicht ein- . fettig und arm ... sie erreicht den höchsten Grad von Vielseitigkeit und reicher Lebendigkeit. Sie iß nach außen!) in, im Gegensatz zu der barbarischen Abgeschlos-