Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Journal
- Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Volume
- 15 (1851)
- Issue
- Heft 12 (17.3.1851)
- Date
- 1851-03-17
- Page
- Seite 144 (sequence 12)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 96% known words query
- IRI
…/3224737-3225714-3225727--11630-3241747- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
144 Tora hinaufzchen. Nach dem Nachsegensspruch singt der Vorbetec daS Kapitel: „Und Abraham war alt, kam in die Tage rc." bis „und du sollst nehmen eine Frau für meinen Sohn von dort". Zwischen jedem Vers wird auch das Targum gesungen. Dazwischen aber geht der Synagogendiener mit einem Gefäße Rosenwaffer umher und spritzt damit auf alle Anwesenden. Der Vorbeter macht für Alle den Segensspruch. — Die Todten werden unmittelbar in die Erde gelegt, nicht zuerst in einen Sarg. Nur ein schiefes Brettchen wird über den Todten aufgelegt, oder ein Haufen Steine auf ihn geschüttet und nachher erst Erde. Vornehme Leute werden auch bei Nacht begraben. Das Wasser wird, wie es in dem Okzident gebräuchlich ist, nicht ausgeschüttet, nur das was in dem Zimmer des Todten sich befindet. Gruben oder Grabeshöhlen werden oft lange vorher angefertigt. Nach der mritt werden alle seine Kinder beschworen ihn nicht zu begleiten (*>S'k ÄN2722). Auch die natürlichen Kinder müssen zu Hause bleiben, bis die Leute vom Begräbniß zurückkehren, doch ist dieser Gebrauch nur in Jerusalem. — Purim werden in Palästina an zwei Tagen gefeiert. Am 14. Adar wird die Megilla mit nD'-D gelesen, am 15. aber ohne den Segensspruch. — In der Synagoge wird weder Sabbat noch Kidusch oder Habdata gemacht. Die Mizwot Mazot werden d"? Nachmittags gebacken und währenddeß Hallel gesagt. In allen Nöthen wird gefastet, mit dem Schofar geblasen und die 13 Midot gebetet. Wüthet die Pest oder sonst ein Typhus, so hört sie gewiß immer zu vMv rittns auf. Darum fragen auch die Muhamedaner immer, wann wird Pinchas gelesen? (Fortsetzung folgt.) Anzeiger. In demselben werden Annoncen aller Art gegen 1*/* Ngr. (1 gGr.) Gebühren für die gespaltene Zeile aus Petitschrift oder deren Raum so wie literarische, merkantile u. a. Beilagen ausgenommen. Die Verlagshandlung. Die Hilfstehrerstelle bei der hiesigen jüdischen Religionsschule, mit einem Gehalte von 50 Thlr. nebst freier Wohnung und Beköstigung, wird vom 1. Mai e. ab vakant. Reflektanten, denen sich gleichzeitig zu ihrer fernern Ausbildung hier Gelegenheit darbietet, wollen ihre Meldungen baldigst franko an den Unterzeichneten einsenden. Anklam, den 4. Marz 1851. I. TvNN, Kantor. - Unterzeichneter beabsichtigt unter sehr angenehj men Bedingungen einen Hauslehrer zu engagiren. Witlebadessen in Westfalen. P. Schönewald. Ein in seinem Fache ausgebildeter ^m, zugleich welcher sehr musikalisch gebildet (Pianist und Komponist) und den Gottesdienst sowol nach neuester Art (mit Chor), als nach alter Art, jedem Wunsche entsprechend zur größten Zufriedenheit vorstehen und verrichten kann; sucht unter bescheidenen Ansprüchen zu hyJn n'H eine Anstellung. Hierauf reflektirende Gemeinden werden ergebenst ersucht, unter Angabe aller näheren Bedingungen, desfallsige Offerten an die Expedition d. Ztg., Baumgartner's Buchhandlung in Leipzig, nebst dem beigefügten Signum H. M. No. 4 baldigst einschicken zu wollen. Lehrlingsgesuch. Ein Sohn anständiger Eltern, der die Handlung zu erlernen wünscht und hinreichende Schulkenntnisse besitzt, kann zum 1. Mai d. I. in meinem Tuch-Manufaktur- und Eisenwaarengeschaft, welches am Sonnabend geschlossen bleibt, unter annehmbaren Bedingungen placirt werden. Selbstgeschriebene Offerten werden erbeten. Egeln bei Magdeburg. M. I. Blumenthal. Vom Buchbinder Sal. Herschel in Bonn wird ein vollkommen tüchtiger Buchbindergehilfe und ein jüdischer Buchbinderlehrling gesucht. Letzterer erhalt im Hause ohne Vergütung Kost und Logis. Auf portofreie Briefe wird nähere Auskunft errheilt. Literarische Anzeigen. 3n Baumgärtners Buchhandlung zu Leipzig ist erschienen und durch alle Buchhandlungen zu beziehen: Kleiner Katechismus der israelitischen Religion. Von vr. Ludwig Philippson, Rabbiner. Preis 2l/2 Ngr. (2 gGr.). Gebunden 4 Ngr. (3 gGr.). Bei den Unterzeichneten ist soeben erschienen und durch alle Buchhandlungen des In- und Auslandes zu beziehen: Die Peßach Hagada. (nvv Va man) Mit deutscher Uebersetzung (deutschen Lettern). Preis 3 Ngr. Wiederverkäufer genießen einen ansehnlichen Rabatt. Gebrüder Bonn, Buchdruckereibesitzer in Ältona. Druck von I. B. Hirschfeld in Leipzig.